Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Armenien/Georgien. Stammapostel Jean-Luc Schneider, Leiter der Neuapostolischen Kirche International, reist am kommenden Wochenende nach Armenien und Georgien. Beide Länder werden von der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen aus betreut. Die ersten neuapostolischen Gemeinden wurden dort in den 90er-Jahren gegründet.
Die Republik Armenien ist ein Binnenstaat im Kaukasus und liegt im Bergland zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei. In dem Gebiet grenzen die Einflusssphären der christlichen und islamischen Welt aneinander. Hauptstadt von Armenien ist Eriwan mit 1,1 Millionen Einwohnern. Im Land leben rund drei Millionen Menschen. Viele weitere Armenier arbeiten jedoch als Saisonkräfte in Russland. 93 Prozent der Menschen gehören der armenisch-apostolischen Kirche an, die im Jahr 301 als weltweit erste christliche Staatskirche gegründet wurde.
Start der Reise in Zürich
Der Stammapostel begann seine Reise in Begleitung von Bezirksapostel Rainer Storck am gestrigen Donnerstagabend, 27. August 2015, in Zürich, wo zuvor noch Sitzungen in der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche International stattfanden. Die Anreise gestaltet sich durch die Flugzeiten und die weiten Wege recht schwierig: Der Flug erreichte am heutigen Morgen um halb vier die armenische Hauptstadt Eriwan. Von hier aus geht es Mittags weiter nach Vanadzor, wo für den Abend eine Apostelversammlung auf dem Programm steht.
Für den Samstagnachmittag hat Bezirksapostel Storck die Gläubigen aus allen Gemeinden Armeniens zum Gottesdienst in den Kultursaal Vanadzor eingeladen. Der Ort liegt zentral in der Mitte des Landes und ist daher gut erreichbar.
Die Neuapostolische Kirche in Armenien
Erste Kontakte nach Armenien knüpfte der damalige Apostel Bernd Klippert im Jahr 1991. Im gleichen Jahr übernahm Apostel Alfred Kusserow die Betreuung des Landes und konnte auf seiner ersten Reise im Herbst fünf Gläubige versiegeln. Im Hotelzimmer ordinierte er den heutigen Bischof Rafael Movsesian zum Diakon. Ende 1992 gab es in Armenien 202 neuapostolische Christen, die von einem Priester und vier Diakonen betreut wurden. 1997 folgte die offizielle Anerkennung der Neuapostolischen Kirche.
Seit Herbst 1997 betreut Apostel Wilhelm Hoyer die Gemeinden, seit einigen Jahren ist auch Apostel Pavel Gamov in Armenien tätig. 1998 besuchte mit Horst Ehlebracht erstmals ein Bezirksapostel das Land. Im Jahr 2001 freuten sich die Gläubigen im Land über den Besuch von Stammapostel Richard Fehr. Der Stammapostel hielt einen Gottesdienst im Kammermusiksaal in Jerewan-Zentrum. In diesem Gottesdienst ordinierte er den Bezirksältesten Rafael Movsesian zum Bischof.
Unterstützung für Jugendliche
Mit der Unterstützung der Aktion „Jugend hilft Jugend“ konnte die Kirche ab Ende 2003 in etlichen Gemeinden Deutsch- und Englischunterricht sowie PC-Kurse anbieten, 2005 wurde zur Unterstützung der Jugendseelsorge am Sewansee ein Ferienlager errichtet.
Statistisch gehören heute der Neuapostolischen Kirche in Armenien 1.379 Glaubensgeschwister in neun Gemeinden mit jeweils kircheneigenen Räumen an. Sie werden von Bischof Movsesian, Bezirksevangelist Piloyan, einem Hirten, zwei Evangelisten, drei Priestern und sieben Diakonen betreut. Etliche der Gemeindemitglieder leben allerdings mittlerweile im Ausland, um die Existenz ihrer Familien zu sichern.
Die Neuapostolische Kirche in Georgien
Die Reise des Stammapostels geht am Samstagabend, 29. August 2015, weiter nach Tiflis in Georgien, dem Nachbarland Armeniens. Georgien grenzt im Norden an Russland, im Osten an Aserbaidschan und im Süden an die Türkei sowie Armenien. Hier leben 4,5 Millionen Menschen, davon 1,2 Millionen in der Hauptstadt Tiflis. 1991 knüpften aus dem Bereich Sachsen/Thüringen unter Leitung von Bezirksapostel Fritz Nehrkorn erste Kontakte ins Land. Durch den andauernden Bürgerkrieg musste die Kirche ihre Bemühungen zunächst einstellen. 1993 wechselte die Verantwortung für das Land zur Gebietskirche Nordrhein-Westfalen.
Von dort aus reisten ab Juli 1994 Amtsträger nach Georgien. Die ersten Versiegelungen in Georgien führte Apostel Bernd Klippert durch. Später übernahm Apostel Gunter Homburg die Betreuung der Gemeinden. Im Jahr 2000 besuchte Bezirksapostel Horst Ehlebracht Georgien und feiert einen Gottesdienst im Armenischen Theater in Tiflis, an dem die Glaubensgeschwister aller Gemeinden im Land teilnahmen.
16 Amtsträger in neun Gemeinden
Heute leben in Georgien 1.103 neuapostolische Christen. Sie versammeln sich in neun Gemeinden. Die Kirche besitzt vier Kirchengebäude sowie ein Jugendzentrum in Tiflis. 16 Amtsträger betreuen die Gemeinden: ein Bezirksältester, ein Bezirksevangelist, ein Hirte, zwei Evangelisten, zwei Priester und neun Diakone. Seit 2014 ist Apostel Wolfgang Schug für die Gemeinden Georgiens verantwortlich.
Die Gläubigen aus allen Gemeinden des Landes kommen am Sonntagmittag um 12 Uhr zum Gottesdienst in Tiflis zusammen. Mit eingeladen sind auch die neuapostolischen Christen aus dem Nachbarland Aserbaidschan. Am Montag startet dann der Rückflug von Tiflis über Istanbul zurück in die Schweiz beziehungsweise nach Deutschland.
Als Gäste begleiten den Stammapostel auch die Apostel aus Nordrhein-Westfalen sowie die Apostel Vladimir Lazarev (Ostsibirien, Fernost-Russland) und Semion Cazacu (Moldawien).
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.