Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Kirchenmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern, die nach belastenden Erfahrungen in der Neuapostolischen Kirche Beratung suchen, möchte die Kirchenleitung kompetente Hilfe anbieten. Dazu wurde eine neutrale Ansprechstelle eingerichtet, die ab sofort zur Verfügung steht.
Die Neuapostolische Kirche strebt an, eine Kirche zu sein, in der sich Menschen wohlfühlen. Die Seelsorge hat zum Ziel, den Glaubenden beizustehen und sie auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten.
Dabei lehnt die Neuapostolische Kirche jede Form von psychischem oder physischem Zwang gegen ihre Mitglieder oder Amtsträger in Bezug auf Lebensgestaltung und Glaubensausübung ab. Sie betont die Nachfolge Jesu Christi in ungezwungener, freier Entscheidung und die umfassende Eigenverantwortung des Gläubigen.
Kirchenleitung will helfen
Trotzdem kam und kommt es mitunter zu Situationen, aus denen ein Beratungsbedarf erwächst. Die Kirchenleitung bedauert, wenn Gläubige in der Vergangenheit kirchliche Aussagen, das Handeln einzelner Amtsträger oder Gemeindemitglieder als psychisch belastend empfunden haben oder es gar zu inneren Verletzungen oder Enttäuschungen gekommen ist.
Dies gilt insbesondere für Erfahrungen, die durch menschliche Unzulänglichkeit leitender Amtsträger, örtlicher Seelsorger oder einzelner Gemeindemitglieder entstanden sind.
Uneingeschränkte Vertraulichkeit
Um solche Verletzungen ernst zu nehmen, einen Rahmen anzubieten, über diese Verletzungen zu sprechen und im besten Fall zur Heilung der Wunden beitragen zu können, hat die Kirchenleitung die Ansprechstelle ins Leben gerufen. Betroffenen von belastenden Erfahrungen möchte die Kirche eine neutrales und vertrauliches Beratungsangebot machen und bei Bedarf Hilfsangebote vermitteln.
Dazu stehen eine Psychologische Psychotherapeutin und eine Pädagogin zur Verfügung, die sowohl unabhängig von der Kirchenleitung arbeiten als auch beide über mehrjährige berufliche und kirchliche Erfahrung verfügen. Die Mitarbeiterinnen der Ansprechstelle sind verpflichtet, die uneingeschränkte Vertraulichkeit sowohl hinsichtlich der Kontaktaufnahme als auch der Gesprächsinhalte zu gewährleisten.
Handreichung zur Versöhnung
„Die Kirchenleitung hofft, mit dem Beratungsangebot einen Beitrag zur Versöhnung des Einzelnen mit der Kirche und zur Förderung des inneren Friedens leisten zu können“, sagt Bezirksapostel Rainer Storck, Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland.
Erstes derartiges Angebot
Bislang nutzen insbesondere ehemalige Kirchenmitglieder die Beratungsangebote anderer Kirchen. So berichtete Andrew Schäfer vom Landespfarramt für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche im Rheinland in einem Radiointerview vor einiger Zeit von jährlich zwei bis drei Hilfeersuchen aus dem Kreis ehemaliger Mitglieder der Neuapostolischen Kirche.
Im gleichen Interview drückte er sein Bedauern darüber aus, dass die Neuapostolische Kirche bislang keine eigene Ansprechstelle für Betroffene eingerichtet habe. Das neue Beratungsangebot soll diese Lücke nun auf Seiten der Kirche schließen.
Kontakt
Erreichbar ist die Ansprechstelle für Ratsuchende nach belastenden Erfahrungen in der Seelsorge per Telefon (+49 231 9978-5000) sowie per E-Mail (ansprechstelle@nak-westdeutschland.de). Da die Mitarbeiterinnen ehrenamtlich tätig sind, wird in einem ersten Schritt ein Beratungstermin vereinbart. Die Kontaktaufnahme ist auch per Formular auf der Seite der Ansprechstelle möglich.
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