Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Hersfeld-Lauterbach/Grünberg. Im Abendgottesdienst am 20. März 2024 ernannte Bezirksapostel Storck einen neuen stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Bereich Hersfeld-Lauterbach. In der Predigt ging es um die Gnade und Güte Gottes.
Zum letzten Mal in seiner Amtszeit besuchte Bezirksapostel Rainer Storck am 20. März 2024 den Kirchenbezirk Bad Hersfeld-Lauterbach. In der Kirche in Grünberg hatten sich die Gläubigen aus drei Gemeinden versammelt: Grünberg, Nidda und Mücke. Per Liveübertragung erlebten auch die Gläubigen in elf weiteren Gemeinden des Kirchenbezirks den Gottesdienst des Bezirksapostels mit.
Anlass für die Übertragung war nicht nur der letzte Besuch des Bezirksapostels, sondern auch die Verstärkung der Bezirksleitung. Mit Priester Daniel Kopp wurde ein dritter stellvertretender Bezirksvorsteher ernannt. Zudem ordinierte der Bezirksapostel einen Priester und einen Diakon.
„Suchet das Beste“
Der Bezirksapostel gab den drei Seelsorgern das Wort aus Jeremia 29,7 für ihre künftige Amtstätigkeit mit auf den Weg und interpretierte die Aussage so: „Suchet das Beste für die Gemeinde und für den Bezirk, dann wird es der Gemeinde und dem Bezirk wohlergehen und euch selbst auch.“
Beispielhaft nannte er zwei Punkte: den Frieden und die Suche nach Mitstreitern. „Der Frieden geht schnell verloren“, stellte er fest. Deshalb sehnten sich die Menschen gerade heute nach Frieden. „Es mag eure vorrangige Aufgabe sein, in den Gemeinden als Friedensstifter tätig zu werden“, wünschte sich Bezirksapostel Storck.
Zudem empfahl er den drei Seelsorgern, für die nötigen Mitarbeiter in den Gemeinden zu beten, um die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Heute falle es schwerer, ja zu einer neuen Aufgabe zu sagen. „Eure Aufgabe ist: Betet dafür, dass die gefunden werden, die den Dienst zum Segen der Gemeinden ausführen.“
Dann nahm er die Ordinationen und die Ernennung vor.
Verstärkung der Bezirksleitung
Priester Daniel Kopp (36) wird an der Seite der Bezirksevangelisten Jörg Hoffmann und Thomas Hugo den Leiter des Kirchenbezirks Hersfeld-Lauterbach, Bezirksältester Reiner Imhof, unterstützen. Der Bezirk zählt derzeit 15 Gemeinden im Norden von Hessen.
Daniel Kopp wurde 2007 zum Diakon ordiniert. 2011 empfing er das Priesteramt für die Gemeinde Ravensburg. Nach seinem Umzug aus Süddeutschland wurde er 2023 für die Gemeinde Lauterbach im Priesteramt bestätigt. Er ist verheiratet und hat drei Kindern. Beruflich leitet er das Ressort Marketing bei einer Nichtregierungsorganisation in Frankfurt am Main.
Die Gnade Gottes
Der Predigt im Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 145,8 zugrunde: „Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte“.
Bezirksapostel Storck erläuterte, wie Gott sich in seiner Gnade und Barmherzigkeit immer wieder dem Volk Israel zuwandte, auch wenn dieses die Wege Gottes nicht verstand. Bis heute schenke er den Menschen Gnade – durch die Gemeinschaft mit ihm, das Evangelium Jesu Christi und in den Sakramenten der Kirche.
Glaubensziel im Mittelpunkt der Wünsche und Gebete
Zu Beginn des Gottesdienstes war der Bezirksapostel noch auf einen Willkommensbrief der Gemeinde eingegangen, den er – verbunden mit Wünschen und Erwartungen – erhalten hatte. „Ich und meine ordinierten Schwestern und Brüder können diese Erwartungen an die Predigt und einen Gottesdienst nicht erfüllen, das kann nur der Heilige Geist“, stellte er klar. Sein Ratschlag: Ein jeder möge reflektieren, worum er Gott bittet. „Lasst uns auch immer auch das Heil der Seele in den Mittelpunkt stellen, nicht nur weltliche Dinge.“
Am Beispiel der Heilung des Gichtbrüchigen durch Jesus in der Synagoge in Kapernaum zeigte der Bezirksapostel auf, dass dort die Erwartung der Menschen zunächst enttäuscht wurden. Doch am Ende zeigte Jesus Christus seine Macht, indem er den Kranken dann auch heilte. „Heute ist es die originäre Aufgabe des Apostolats, gesandt von Jesus Christus, die Gläubigen auf seine Wiederkunft vorzubereiten und für das Seelenheil zu sorgen“, so der Bezirksapostel.
Aufgabe der Gläubigen sei es, sich bewusst zu machen, dass es um die ewige Gemeinschaft mit Jesus Christus geht. Man dürfe also auch um Heilung bitten, so wie es die Menschen damals von Christus erwarteten. „Aber es macht Sinn, immer mal wieder unsere Erwartungen an einen Gottesdienst und an Gott selbst in Relation zu stellen mit unserem Glaubensziel.“
Ansprache zur Ernennung und Ordination
25. März 2024
Text:
Frank Schuldt,
Michael Schütrumpf
Fotos:
Privat
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