Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Luzern/Zürich. Mit dem Gottesdienst in Luzern (Schweiz) ist das diesjährige Pfingsttreffen der Neuapostolischen Kirche zu Ende gegangen. Im Zentrum stand dabei der Appell an die Gläubigen, sich auf den Kern des Glaubens zu konzentrieren. Zuvor hatten die Bezirksapostel zwei Tage in Zürich getagt.
Alle Bezirksapostel der Welt sowie deren Helfer nahmen teil an dem Gottesdienst am Pfingstsonntag, 19. Mai 2024, den Stammapostel Jean-Luc Schneider unter das Bibelwort aus Judas 20 stellte: „Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist.“
Glaube werde heute öfter theoretisch betrachtet, aber weniger praktisch gelebt. Damit reagierten Gläubige auf enttäuschte Erwartungen sowie Verunsicherung aufgrund von Veränderungen in der Kirche. „Das ist gefährlich für unser Heil“, mahnte der Stammapostel.
Gefahr durch Enttäuschung und Verunsicherung
Warum wird man schwach im Glauben? Zwei Gründe sieht der Kirchenleiter: zum einen die Enttäuschung, dass sich nicht erfüllt, was man geglaubt hat, und zum anderen die Verunsicherung, wenn Lehre und Predigt sich verändern.
„Unser persönlicher Glaube ist vielschichtig“, erläuterte er. Dieser beruhe auf der Bibel, auf der eigenen Erziehung, auf den gemachten Erfahrungen, auf der Predigt mit ihren Auslegungen, Bildern und Geschichten sowie auf den gehörten Zusagen. „Eine schöne Mischung, ganz wertvoll.“ Aber: „All das ist nicht gleichzustellen mit dem allerheiligsten Glauben“, von dem das Bibelwort spricht. Es gelte, sich auf diesen zu besinnen und ins eigene Leben einzubauen.
„Stärke meinen Glauben, stärke mein Liebe“
Als Grundelement des Glaubens skizzierte der internationale Kirchenleiter den Glauben an den allmächtigen Gott, an das Evangelium Jesu Christi, an die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, an das ewige Leben in Gemeinschaft mit Gott sowie an die Kirche Christi, die Sakramente und die von Jesus gesandten Apostel.
Und schließlich fordere das Bibelwort dazu auf, im Heiligen Geist zu beten. „Stärke meinen Glauben, stärke mein Liebe“, fasste Stammapostel Schneider diesen Gedanken zusammen.
Geistliches und Organisatorisches
Die Pfingstversammlung der Neuapostolischen Kirche hatte am Mittwoch, dem 15. Mai 2024 begonnen. Am Abend hatten die Bezirksapostel und ihre Helfer rund zwei Dutzend Gemeinden in der Schweiz und in Süddeutschland besucht, um jeweils den Wochengottesdienst durchzuführen. Bezirksapostel Rainer Storck hielt einen Gottesdienst in Horgen (am Südufer des Zürichsees), Apostel Stefan Pöschel (Bezirksapostelhelfer für Westdeutschland) in der Gemeinde Stäfa (am Nordufer des Zürichsees), Apostel João Uanuque Misselo (Bezirksapostelhelfer für Angola) in Liestal (bei Basel).
Donnerstag und Freitag standen im Zeichen der Bezirksapostelversammlung. Das oberste Beschlussgremium der Neuapostolischen Kirche tagt zweimal im Jahr, um über geistliche und organisatorische Themen von internationaler Relevanz zu beraten und beschließen.
Bezirksapostel Storck verabschiedet
Für Bezirksapostel Rainer Storck war es die letzte Bezirksapostelversammlung im aktiven Amtsauftrag, fünf Wochen vor seiner Ruhesetzung. Mit ihm wurden zudem die Bezirksapostel Jürg Zbinden (Schweiz) und Arnold Ndakondwa Mhango (Malawi und Simbabwe) aus dem Kreis verabschiedet.
Gottesdienst in Luzern (Schweiz)
21. Mai 2024
Text:
Andreas Rother,
Frank Schuldt
Fotos:
Bernhard Holdener,
Oliver Rütten,
Heidi Schwarz
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