Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Darmstadt/Langen. Bei seinem Besuch in der Gemeinde Langen ernannte Bezirksapostel Pöschel mit Hirte Jörg Lonthoff einen weiteren stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Bezirk Darmstadt. Im Gottesdienst ging es um Wettkämpfe und göttliche Regeln.
150 Gottesdienstbesucher feierten am Mittwoch, dem 22. Januar 2025 in der Gemeinde Langen einen Gottesdienst mit Bezirksapostel Stefan Pöschel. Für den Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland war es der erste Besuch in diesem Amt im Kirchenbezirk Darmstadt.
Verstärkung der Bezirksleitung
Der Bezirksapostel hatte im Vorfeld die Ernennung eines weiteren stellvertretenden Bezirksvorstehers angekündigt. Diese nahm er am Ende des Gottesdienstes vor.
An Hirte Jörg Lonthoff gewandt, ermunterte der Bezirksapostel in der Ansprache vor der Handlung, bezugnehmend auf das Gesangbuchlied 298, Gott aus Liebe und mit seligem innerem Drang zu dienen. „Der Drang äußert sich darin, dass man aktiv und vorn mit dabei ist“, erläuterte er.
Für die seelsorgerische Arbeit der Bezirksleitung bedeute das ein abgestimmtes Vorgehen in einem schönen Miteinander. Gleichzeitig sei es aber auch Aufgabe der Vertreter des Bezirksvorstehers, sich zu Wort zu melden, auch ohne gefragt worden zu sein.
Des Weiteren ermunterte er den Hirten, mit wachen Augen auf die Gaben zu schauen, die es in den Gemeinden gebe. Es gelte, die verborgenen Schätze im Gemeinde- und Bezirksacker zu Tage zu fördern. „Erkenne Gaben und Kräfte, nicht nur im ordinierten Amt, sondern auch in Bereichen wie Musik oder Unterrichten, dass alles zu Wohlfahrt des Bezirks und der Gemeinden dienen kann.“ Gleichzeitig möge er ein guter Seelsorger und Mitbeter für die Gemeindevorsteher sein.
Erfahrener Gemeindevorsteher
Dr. Jörg Lonthoff (51) war bislang als stellvertretender Gemeindevorsteher in der Gemeinde Darmstadt-Mitte tätig. Seinen ersten Amtsauftrag als Unterdiakon für die Gemeinde Langen empfing er 1992. Neun Jahre später empfing er das Priesteramt.
Viele Jahre lang wirkte er als Gemeindevorsteher, unter anderem in Darmstadt, Langen und Egelsbach. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.
Ernennung mit Gebet
Im Gebet zur Ernennung bat Bezirksapostel Pöschel um den Segen Gottes für die zusätzlichen Aufgaben von Hirte Lonthoff sowie um offene Herzen bei den Seelsorgern und Gläubigen. Dann ernannte er den Hirten per Handschlag zum stellvertretenden Bezirksvorsteher in Darmstadt.
Als weiterer stellvertretender Bezirksvorsteher unterstützt er an der Seite von Bezirksevangelist Gerhard Steinke (63) den Leiter des Kirchenbezirks Darmstadt, Bezirksältester Tobias Rother (56).
„Göttliche Regeln“
Grundlage für die Predigt von Bezirksapostel Stefan Pöschel im Gottesdienst in Langen war das Bibelwort aus 2. Timotheus 2,5: „Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.“
Am Beispiel des Wettkampfes als Bild des Glaubenslebens ermutigte er, im Glauben und in der Nachfolge Jesu Christi standhaft und diszipliniert zu bleiben. So wie ein Athlet, der um den Sieg kämpft, nicht ohne Vorbereitung und Disziplin erfolgreich sein könne, so müssten auch die Christen in ihrem Glauben und in der Nachfolge Jesu Christi eine solche Disziplin und Ausdauer aufweisen.
Der wahre Sieg im christlichen Leben werde jedoch nicht durch eigene Anstrengung oder menschliche Verdienste erreicht, sondern durch die Gnade Gottes. „Am Ende ist jeder auf die Erlösung durch Jesus Christus angewiesen“, so der Bezirksapostel. Diejenigen, die auf Jesus Christus vertrauten und ihn als ihren Erlöser anerkennen, seien auf dem richtigen Weg, selbst wenn sie Schwierigkeiten und Zweifel erleben.
In der weiteren Predigt ging der Bezirksapostel noch darauf ein, dass es notwendig sei, im Glauben nach den Regeln Gottes zu leben. Dazu gehörten der Glaube an Jesus Christus, Demut sowie die Liebe zu Gott und zum Nächsten.
Ein weiterer Predigtbeitrag kam von Bezirksevangelist Gerhard Steinke.
Übertragung in sieben Gemeinden
Der Gottesdienst des Bezirksapostels wurde von Langen aus live in weitere sieben Gemeinden im Bezirk Darmstadt sowie für Kranke via Internet übertragen. Über 220 Gläubige erlebten auf diesem Weg den Gottesdienst mit.
Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von einem kleinen Orchester und einem gemischten Chor aus dem Kirchenbezirk.
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