Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Osnabrück. Bezirksapostel Pöschel verabschiedete im Gottesdienst am Mittwoch, dem 12. Februar 2025 in der Gemeinde Osnabrück-Mitte Bezirksevangelist Reinhold Zielasko in den Ruhestand. Mit Priester Nils Rosentreter ernannte er einen Nachfolger als stellvertretenden Bezirksvorsteher. In der Predigt ging es um den Umgang mit Sorgen und Nöten.
39 Jahre wirkte Reinhold Zielasko ehrenamtlich als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche. Der 66-Jährige stammt gebürtig aus Bochum und empfing 1985 seinen ersten Amtsauftrag als Unterdiakon für die Gemeinde Witten.
Mit der Hochzeit zog er 1991 aus dem Ruhrgebiet nach Ostwestfalen und wirkte bis 2008 als Diakon, Priester und Evangelist in Lübbecke. In den Folgejahren leitete er die Gemeinden Rahden und Rahden-Espelkamp als Vorsteher. 2014 wechselte er als Bezirksevangelist in die Leitung des Kirchenbezirks Osnabrück und unterstützte über zehn Jahre lang den Bezirksvorsteher als Stellvertreter. Zusätzlich leitete er seit 2017 die Gemeinde Osnabrück-Mitte als Vorsteher.
Nach vorn geschaut
Bezirksapostel Pöschel würdigte den Bezirksevangelisten als engagierten Seelsorger: „Für dich war es das Schönste, dem Herrn mit deinen Gaben dienen zu dürfen.“ Dabei hätte es viele Momente im Leben gegeben, wo man hätte stehenbleiben können. „Doch du bist weitergegangen in der Gewissheit, dass du so viel mit deinem Gott erlebt hast und er immer wieder neue Kraft schenkt.“ So habe Reinhold Zielasko mit seiner Frau immer nach vorn geschaut und sei in seinem Auftreten authentisch gewesen.
Schon jetzt dankte der Bezirksapostel dem Ruheständler für seine Gebete. Nach einem kurzen Gebet versetzte er den Bezirksevangelisten in den Ruhestand und entlastete ihn von der Leitung der Gemeinde Osnabrück. „Ich wünsche dir und deiner Frau, dass ihr einen schönen Ruhestand erlebt.“
Nachfolger aus Melle
Als neuen stellvertretenden Bezirksvorsteher für Osnabrück ernannte Bezirksapostel Pöschel im Anschluss Priester Nils Rosentreter (48), seit 2013 Vorsteher der Gemeinde Melle. Als neue Gemeindevorsteher beauftragte er für Melle Priester Tobias Telkemeier (39) und für Osnabrück-Mitte Priester David Müller (38).
Er gab den drei Geistlichen mit auf den Weg, einen Schwerpunkt in der Seelsorge zu setzen. „Seid ein besonderer Ansprechpartner für die euch Anvertrauten und tut dies mit Freude und Leichtigkeit“, so sein Wunsch. Es gelte, die Sorgen der Gläubigen mitzunehmen und gemeinsam vor Gott zu bringen. Dabei sei es wichtig, nicht nur „Seelsorger on demand“ zu sein, sondern selbst aktiv zu werden. Zudem müsse die Seelsorge immer Priorität vor administrativen Tätigkeiten haben.
Demütig sein und auf Gott vertrauen
Grundlage für die Predigt von Bezirksapostel Pöschel im Gottesdienst war das Bibelwort aus 1. Petrus 5,7: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
Bedrängnis, Sorgen und Nöte seien Teil des menschlichen Lebens, konstatierte der Bezirksapostel zu Beginn. Diese Aneinanderreihung von Sorgen und Problemen könne Angst auslösen und lähmen. Man komme dann nicht mehr zur Freude.
Grundlage: Gottvertrauen
Es gelte jedoch für die Christen, trotz der Schwierigkeiten nicht zu verzweifeln, sondern alles in die Hand Gottes zu legen. Grundlage dafür sei Gottvertrauen: „Unser Gott ist allmächtig, allgegenwärtig und allwissend und er liebt jeden einzelnen Menschen.“ Dies schaffe Sicherheit, dass es sich lohne, Gott zu vertrauen und sich ihm anzuvertrauen.
Ein Weg dahin sei das persönliche, demütige Gebet: „Wir wollen Gott nicht vorschreiben, wie er zu helfen habe, sondern ihm vertrauen, dass er sich kümmert.“
Der Gottesdienst in Osnabrück wurde auf alle Gemeinden im gleichnamigen Kirchenbezirk übertragen. In die Kirche nach Osnabrück eingeladen waren die Gläubigen aus den Gemeinden Melle, Dissen-Bad Rothenfelde und Bramsche. Ein gemeinsamer Chor gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.
13. Februar 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Holger Kästner,
Frank Schuldt
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