Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Herne/Castrop-Rauxel. Bezirksapostel Pöschel besuchte am Mittwochabend, 27. August 2025, die Jugendlichen im Kirchenbezirk Herne. In der Gemeinde Castrop-Rauxel-Nord hielt er einen Gottesdienst, an dem rund 40 Jugendliche sowie Mitglieder der örtlichen Gemeinde teilnahmen.
Der Gottesdienst kam auf Einladung des Jugendaktivkreises Herne zustande, der Bezirksapostel Stefan Pöschel angefragt hatte. Da in seinem Kalender kein Sonntagstermin mehr frei war, fand der Gottesdienst für Jugendliche zu ungewohnter Zeit an einem Mittwochabend statt.
Die Jugendlichen saßen im vorderen Bereich der Kirche, während sich die übrigen Gemeindemitglieder im hinteren Kirchenschiff versammelten. Auch die Vorsteher der Gemeinden im Bezirk Herne waren anwesend. Der Jugendchor gestaltete den Gottesdienst mit modernen Stücken musikalisch mit.
Vertrauen als Thema des Abends
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Jesaja 40,31: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Vertrauen zu Gott – nicht als abstrakter Gedanke, sondern als Haltung, die in wechselnden Lebenslagen trägt. Der Bezirksapostel betonte, neue Kraft sei eine Zusage für den Weg durch Schwierigkeiten, nicht unbedingt die Garantie für sofort veränderte Umstände. „Gott hilft nicht immer, indem er die Verhältnisse verändert“, so Stefan Pöschel. „Er hilft, indem er unsere Einstellung verändert.“
Auch wenn Gebete nicht sofort erhört würden, bleibe das Gebet ein „probates Mittel“, um neue Kraft zu gewinnen. Der Bezirksapostel rief dazu auf, nicht sprachlos zu werden, sondern auch in Zeiten des Zweifels mit Gott im Gespräch zu bleiben.
"Sei kein Huhn"
Ein prägnantes Bild entfaltete er am „Adler“-Motiv des Bibelworts: Der Glaube gleiche der warmen Thermik, die einen Adler ohne großen Kraftaufwand trägt. Wer Gott vertraue, erfahre, „dass der Glaube beflügelt“. Deshalb auch der Aufruf von Jesaja damals: „Du nix Huhn, das nicht vom Boden wegkommt, du Adler“, schmunzelte der Bezirksapostel.
Gemeint war: nicht am Boden kleben bleiben, sondern den Blick heben, sich tragen lassen und Perspektive gewinnen – gerade dann, wenn schulische, berufliche oder persönliche Pläne anders verlaufen als erhofft.
Haus auf festem Grund
In einem Bild aus dem Neuen Testament illustrierte der Bezirksapostel, dass Menschen, die ihr Glaubensleben auf Vertrauen zu Gott gründeten, wie Häuser auf festem Fundament gebaut seien. „Wenn der Sturm kommt, bleiben sie stehen.“ Diese Verankerung im Glauben ermögliche es, durch schwierige Phasen hindurchzugehen – auch wenn sich nicht jede Lebenslage zum Positiven wende.
Der Gottesdienst wurde durch einen Predigtbeitrag von Bischof Manfred Bruns ergänzt. Er bestärkte die jungen Gläubigen darin, Gottes Zusagen ernst zu nehmen: „Der Herr steht zu dir. Er setzt auf jeden Einzelnen – und diese Zusage darf Vertrauen wecken.“
Gemeinschaft auch nach dem Gottesdienst
Im Anschluss an den Gottesdienst blieben viele Teilnehmer in der Kirche und kamen bei Getränken und Snacks ins Gespräch. Bezirksapostel Pöschel nahm sich Zeit für persönliche Begegnungen mit den Jugendlichen – oder, wie er sie nennt: mit seiner „jungen Mannschaft“.
1. September 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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