Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Essen. Im Gottesdienst am Jugendtag 2024 rief Bezirksapostel Storck seine jungen Glaubensgeschwister auf, ihr Leben zu genießen, gleichzeitig ihr Licht leuchten zu lassen und ein Vorbild zu sein – in Gemeinde und Gesellschaft. Grundlage dafür sei ein starker Glaube an Jesus Christus.
3.000 junge neuapostolische Christen und ihre Betreuer versammelten sich am 16. Juni 2024 zum Jugendtag in der Grugahalle Essen. Bezirksapostel Rainer Storck wandte sich im Gottesdienst ein letztes Mal vor seiner Ruhesetzung an die Jugendlichen.
Dazu hatte er das Bibelwort aus Markus 9,23.24: „Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Glauben
In der Predigt nahm der Bezirksapostel die Jugendlichen mit auf eine geistliche Reise zum Motto des Jugendtags „glauben, leben, leuchten“. Passend zur Motto-Visualisierung hatte er zu Beginn des Gottesdienstes eine Grubenleuchte in die Halle getragen und sichtbar auf der Altarbühne positioniert.
Beispielhaft stellte er zwei junge Menschen vor, bei denen der Glaube an Jesus Christus eine wichtige Rolle spielte: Den reichen Jüngling (Markus 10,17-27), dem es gut ging, der aber am Ende nicht verzichten konnte und dessen Glaube begrenzt war, sowie den kranken Jungen, dessen Vater Jesus um Hilfe anflehte (Markus 9,14-29) und der, bewirkt durch den Glauben, in ein neues Leben aufbrechen konnte.
Christus als Licht
Zum „leben“ zitierte Bezirksapostel Storck den Prolog des Johannesevangeliums: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Johannes 1,4). Jesus sei in Person heute nicht mehr auf der Erde, aber: „Wir haben Jesus als Licht heute unter uns in der Wirksamkeit des Heiligen Geistes.“ Und der Bezirksapostel versprach den Jugendlichen: „Wenn ihr euch auf diese Wirksamkeit in den Gottesdiensten und Gebeten einlasst, dann werdet ihr erleben, dass Jesus euch begleitet und der Glaube wächst.“
Das sei unabhängig von der eigenen Situation im Leben: Ob Komfortzone (wie beim reichen Jüngling) oder in einer verzweifelten Lage, in der man fremdbestimmt ist und es nicht mehr in der Hand hat. „Jesus Christus kann dein Licht sein in der Wirksamkeit des Heiligen Geistes“, so der Bezirksapostel. „Wenn wir dieses Licht suchen und annehmen, dann bringt es uns Sicherheit, Orientierung und Lebensqualität – egal in welcher Lebensphase oder in welchen Verhältnissen wir uns befinden.
„Lebt und sucht euer Glück“
Dabei ermunterte der Bezirksapostel die Jugendlichen, das Leben zu genießen und zu entwickeln: „Lebt gern, macht was draus, sucht euer Glück, fördert eure Fähigkeiten, strebt nach dem Guten. Das ist das Leben, dafür hat Gott es uns geschenkt.“
Bei allem Glück und aller Lebensfreude komme jedoch in jedem Leben der Punkt, an dem man erkenne, dass das Leben endlich ist. Doch das Licht in Jesus Christus eröffne dem Leben eine zusätzliche Dimension. „Wir erkennen und glauben, dass es eine erste Auferstehung, ein Friedensreich und eine neue Schöpfung gibt, wir dazu bestimmt sind und uns in unserem Leben darauf vorbereiten“, lenkte Bezirksapostel Storck den Blick auf das christliche Glaubensziel. „Wir blicken mutiger nach vorn, denn wir haben eine Perspektive. Ich wünsche euch sehr, dass ihr das so erlebt, das Licht erkennt und aus dem Glauben und dem Licht diese Erfahrungen macht.“
„Leuchten“
„Es ist eure Aufgabe als junge Christen, zu leuchten und dieses Licht aus Christus, die Werte des Evangeliums, weiter zu transportieren“, kam der Bezirksapostel zum letzten Teil der Predigt. Die Botschaft möge sein, dass es sich lohnt, sich an Christus zu orientieren. „Und je mehr Lichter scheinen in dieser dunklen Zeit, desto mehr Orientierung haben die Menschen.“ Dabei komme es auf jeden Einzelnen an, auf jedes einzelne Licht – unabhängig von der Leuchtkraft. Auch ein schwaches Licht mache die Dunkelheit heller.
„Nimm dein Licht und leuchte – bring es in deine Familie, in den Kreis deiner Freunde, in die Gemeinde, in die Gesellschaft, dort wo du deine Aufgabe zu erfüllen hast“, so der abschließende Wunsch des Bezirksapostels. „So kannst du anderen Orientierung geben.“
Beim gemeinsam gesungen Lied „Shine your light“ gab es dann eine praktische Vorführung der Wirkung von Licht: Erst schalteten einzelne im Oberrang ihr Handylicht an, am Ende leuchtete die ganze Halle zu den Klängen des Liedes.
Glaube ist kein Zauberstab
Apostel Stefan Pöschel, Bezirksapostelhelfer für Westdeutschland, schilderte das Bild eines Freibads mit einem hohen Sprungturm. Hier brauche es Mut, nicht nur vom Beckenrand zu springen, sondern aus einem oder fünf Metern Höhe. „Manchmal nehmen wir uns viel vor, auch im Glauben. Hier kann Christus uns helfen, Kraft schenken und uns bei Niederlagen stärken.“
Dabei sei der Glaube kein Zauberstab, den man einfach irgendwo dranhalten könne und die Situation ändere sich. Am Ende zähle das, was Jesus in Gethsemane im Vertrauen zu Gott sagte: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“ Der Apostel rief die Jugendlichen abschließend auf: „Wir wollen aus dem Glauben heraus leben und ein Licht sein für andere – und gerade im Dunkeln kannst du mit deinem Licht so viel bewirken.“
Feier des Heiligen Abendmahls
Einleitend zur Feier des Heiligen Abendmahls erinnerte der Bezirksapostel an die Emmaus-Jünger und daran, dass Jesus Christus den Gläubigen auch heute anbiete, sie zu begleiten. „Der würdige Genuss des Sakraments führt zu einem großen Licht im Leben sowie im Glauben und lässt uns die richtigen Wege gehen.“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls mit der Gemeinde spendete der Bezirksapostel auch das Heilige Abendmahl für Entschlafene. Die Hostien legte er stellvertretend in die Hände von Bischof Pascal Strobel (Bereich Süd) und Ruben Bimberg, dem mit 24 Jahren jüngsten Priester in Westdeutschland (Bezirk Gießen).
Mittagspause mit Schnitzeljagd
Mit Segen und dem dreifachen Amen ging der Gottesdienst am dritten Jugendtag (nach 2018 und 2022) der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland zu Ende. In der Mittagspause waren die Teilnehmer eingeladen, den benachbarten Grugapark zu besuchen und dort an einer „Schnitzeljagd“ teilzunehmen. Die Sieger erhielten dann im Nachmittagsprogramm ihre von den Aposteln gestifteten Preise (Bericht folgt). Trotz der leichten Regenschauer beteiligten sich 825 Jugendliche in 137 Teams an dem Wettstreit.
Zusätzlich gab es im Foyer der Grugahalle zahlreiche Informationsstände, unter anderem von #jugendbewegt und NAK-karitativ.
19. Juni 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Jessica Krämer,
Marcus Matzner
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