Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Hanau. Im Rahmen eines Gottesdienstes in Hanau ernannte Bezirksapostel Pöschel am Mittwoch, 15. Oktober 2025 Priester Marco Estermann zum stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Bezirk Offenbach. Zudem gab es einen Vorsteherwechsel.
Am Mittwoch, dem 15. Oktober 2025 besuchte Bezirksapostel Stefan Pöschel den Kirchenbezirk Offenbach in der Zentralkirche in Hanau. In diesem Gottesdienst wurde Priester Marco Estermann, Vorsteher der Gemeinde Klingenberg, zum stellvertretenden Bezirksvorsteher ernannt.
Des Weiteren wurde der Vorsteher der Gemeinde Hanau, Hirte Dieter Emmerich, auf eigenen Wunsch mit Erreichen der Altersgrenze von seiner Aufgabe als Vorsteher entlastet. Er dient weiterhin in der Gemeinde Hanau im priesterlichen Dienst. Für ihn wurde Bezirksvorsteher Evangelist Steffen Möll (54) als neuer Vorsteher beauftragt. Seine Beauftragung als Bezirksvorsteher des Bezirks Offenbach nimmt er weiterhin wahr.
Geistlicher Dienst im Sinne Christi
Der Bezirksapostel griff in seiner Ansprache ein gesungenes Chorlied auf und bestärkte die beiden Geistlichen darin, selbst ein Segen zu sein – für sich und für die Anvertrauten. Dies sei kein Ausdruck von Egoismus, sondern gelebte Nächsten- wie Selbstliebe. "Wenn man für sich keine Liebe aufbringt, dann für die anderen auch nicht", so Pöschel. Die Gemeinde wie der Bezirk nähmen die beiden in dem Wissen an, dass sie sich bemühen würden, Vorbilder zu sein.
Er ermutigte sie, die empfangene Gnade groß zu machen und sich stets auf Gott zu verlassen. Dies führe zu einer Haltung, die vom Vertrauen in Gott geprägt sei, nicht von dauerhafter Selbstkritik. Die neuen Aufgaben verstehe man nicht als bloße Verwaltung, sondern als geistlichen Dienst im Sinne Jesu Christi.
Mit Gebet und Handschlag ernannte der Bezirksapostel Priester Estermann zum stellvertretenden Bezirksvorsteher im Bezirk Offenbach und ermutigte ihn, weiterhin alles im Gebet zu beginnen und in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksvorsteher und Bezirksevangelisten zu wirken. Er solle als Freund unter Freunden wirken, seelsorgerlich verfügbar sein und den Gemeinden zugewandt bleiben.
Neue Zuständigkeit für Hanau
Hirte Dieter Emmerich (65) verabschiedete der Bezirksapostel mit Anerkennung und Dank aus der Aufgabe des Gemeindevorstehers von Hanau. Er würdigte dessen langjährige seelsorgerische Arbeit in der rund 500 Mitglieder zählenden Gemeinde.
Seit Januar 2001 habe Emmerich viele Gemeindemitglieder durch alle Lebensphasen begleitet – von der Taufe bis zur Trauerfeier. Der Bezirksapostel erinnerte daran, dass eine Generation gemeinhin 20 bis 30 Jahre umfasst, womit Emmerichs Dienst diese Zeitspanne umfassend prägte. Künftig wird er weiterhin in priesterlicher Funktion in der Gemeinde tätig sein. „Aller Dank liegt in diesem Händedruck. Gott segne dich, Gott segne dein Haus“, so der Bezirksapostel.
Jona – ein Botschafter für Gott
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus dem Propheten Jona, Kapitel 4,1–3: „Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. So nimm nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.“
Der Auftrag von Gott an Jona sei vergleichbar mit der Aufgabe der Christen, die frohe Botschaft – das Evangelium Jesu – zu den Menschen zu tragen, führte Bezirksapostel Pöschel aus. Dabei könnten die Gläubigen ähnliche Vorbehalte treffen wie Jona und diese davon abhalten, Gottes Willen zu tun.
Doch Gott wählt Menschen trotz ihrer Fehler und Schwächen, um seine Botschaft weiterzutragen. „Gott hat auch dich lieb! Du musst nicht vollkommen sein, um seine Zuwendung zu erfahren“, so der Bezirksapostel.
Man muss auch gönnen können
Apostel Gerd Kisselbach betonte in seinem Predigtbeitrag, dass das Evangelium Jesu, seine Gnade und die Liebe Gottes keine exklusiven Geschenke nur für die Christen sind. „Die frohe Botschaft gilt allen Menschen!“ Das Weitertragen passiere durch gelebte Werte, die eigenen Worte und sichtbare Taten. „Gönnen wir dies doch auch unseren Mitmenschen."
29. Oktober 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Andreas Wagner
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