Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Seit der Einführung im Frühjahr 2024 hat sich die Webanwendung ELIAS in der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland als zentrale Plattform für Kommunikation und Information bewährt. Über 8.000 Amts- und Funktionsträger nutzen das System, rund 3.500 davon wöchentlich.
Die Anwendung ELIAS wurde zunächst mit dem Ziel eingeführt, die interne Kommunikation zu vereinheitlichen, Informationen gezielt bereitzustellen und den Verwaltungsaufwand zu verringern. Dabei wurde ein „Mobile-First“-Ansatz gewählt, der die Nutzung der Seite als WebApp in den Vordergrund stellt.
Täglich werden über die Plattform mehr als 6.000 Mails verschickt – darunter das Bibelwort des Tages, persönliche Termine sowie relevante Hinweise aus der Verwaltung. Trotz der zunehmenden Nutzung ist ELIAS bis jetzt nicht bei allen aktiven Amtsträgern im Einsatz.
Zugangsvoraussetzungen und Supportstruktur
Ein ELIAS-Zugang setzt eine im NAK-Portal (der Mitgliederdatenverwaltung der Kirche) hinterlegte sogenannte SSO-Mailadresse voraus. SSO steht für den plattformübergreifenden „Single-Sign-On“-Dienst der Neuapostolischen Kirche, um eine Anmeldung für verschiedene Webangebote der Kirche nutzen zu können.
Die E-Mail-Adresse (gern auch eine NAK-Mailadresse) wird durch die NAK-Portal-Benutzerverwalter der Bezirke oder den zentralen ELIAS-Support (elias@nak-west.de) im persönlichen Datensatz des Nutzers im NAK-Portal hinterlegt.
Zur Nutzung von ELIAS ist darüber hinaus ein geistliches Amt oder ein Dienst erforderlich – etwa eine Beauftragung in den Bereichen Musik, Unterricht, Seniorenarbeit oder Gebäudemanagement. Dieser muss in der Mitgliederdatenverwaltung eingetragen sein.
Zentrale Informationsquelle der Kirchenleitung
Die Weiterentwicklung der Anwendung hat dazu geführt, dass alle offiziellen Mitteilungen der Kirchenleitung und Verwaltung seit Frühjahr 2024 ausschließlich über ELIAS veröffentlicht werden. Hier finden sich auch sämtliche Informationen der internationalen Kirche, darunter die Leitgedanken für den Gottesdienst, der Katechismus, Richtlinien für Geistliche sowie Lehrwerke für den Unterricht – und dies alles mit einer unkomplizierten und schnellen Suchfunktion.
Weiterentwicklung
Seit September 2025 können auch Bezirke Informationen über ELIAS verbreiten. Die Kalenderfunktion ist bereits für die Planung von Veranstaltungen auf Gemeinde-, Bezirks- und Gebietskirchenebene im Einsatz.
Anfang 2026 wird ein Modul zur Planung der Dienstleiter und anderer Dienste (unter anderem Organisten und Ordnungsdienste) für die Gottesdienste veröffentlicht. Dieses wird zurzeit eng mit den Verantwortlichen mehrerer „Pilotbezirke“ entwickelt. Auch organisatorische Abläufe – wie Materialbestellungen für Unterrichte – laufen zunehmend über ELIAS.
Zukünftige Erweiterungen im Blick
Für das Jahr 2026 ist zudem die Öffnung von ELIAS für alle Gemeindemitglieder vorgesehen, um die Kommunikation weiter zu verbessern. Geplant sind Bildergalerien und interne Berichte, ein digitales „Schwarzes Brett“ sowie ein elektronischer Gemeindeflyer. Auch Rückmeldungen auf Abfragen und verteilte Informationen sollen möglich werden. Diese Funktionen sollen das Gemeindeleben unterstützen und die Kommunikation mit den Mitgliedern stärken.
Damit ist die Entwicklung jedoch noch nicht abgeschlossen: Es folgen unter anderem Module für die Statistik sowie zur Finanzerfassung und -auswertung.
Neben einem umfangreichen Hilfe-Bereich mit häufig gestellten Fragen steht den Nutzern in ELIAS ein technischer Support zur Verfügung, der zuverlässig und schnell reagiert.
Digitalisierung mit seelsorgerischem Fokus
Die Einführung von ELIAS ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland. Ziel ist es, durch vereinfachte Prozesse und zielgerichtete Kommunikation mehr Freiraum für seelsorgerische Aufgaben zu schaffen.
Dabei hat die Kirchenleitung nicht nur die Gemeinden in Westdeutschland im Blick: Das System wird Anfang 2026 in Frankreich eingeführt. Weitere Gebietskirchen und betreute Gebiete folgen – in diesem Jahr unter anderem noch Portugal und die Niederlande.
14. Januar 2026
Text:
Tim Schaefer-Rolffs,
Frank Schuldt
Medien:
Tim Schaefer-Rolffs
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