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Gottesdienst in Bafuloto

Gambia: Drei Gottesdienste
und Austausch mit Geistlichen

 

Westafrika/Gambia. Bezirksapostel Pöschel besuchte Mitte März mehrere Gemeinden in Gambia. In Bafuloto, Bundung und Pakalinding feierte er drei Gottesdienste mit insgesamt über 500 Teilnehmern, darunter viele Kinder und Jugendliche.

Die Reise begann am Mittwoch, 18. März 2026, mit zwei Gottesdiensten in den Gemeinden Bafuloto und Bundung. Am folgenden Tag diente Bezirksapostel Stefan Pöschel in Pakalinding und tauschte sich anschließend mit den Verantwortlichen der Gemeinden aus, bevor die Weiterreise in den Senegal erfolgte.

Auf der Reise begleiteten ihn Apostel Gert Opdenplatz, Apostel Tounkang Mané (der für die Region Westafrika zuständige Lead-Apostel) sowie Bischof Pascal Strobel. Die Gruppe wurde in den Gemeinden herzlich empfangen, insbesondere von vielen Kindern und Jugendlichen, die das Gemeindeleben vielerorts prägen und aktiv daran teilnehmen.

Dienen in Demut

Im ersten Gottesdienst in Bafuloto mit 272 Teilnehmern stellte Bezirksapostel Pöschel das Dienen in den Mittelpunkt. Bereits vor Beginn suchte er die Begegnung mit den Kindern der Gemeinde. In einer kleinen „Sonntagsschule“ stellte er ihnen Fragen und kam mit ihnen ins Gespräch. Dabei sorgte er für ein Schmunzeln, als die Kinder darüber rätselten, aus welchem Land ihr Besuch wohl stamme.

Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Johannes 13,5: „Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.“

Ausgehend von der Fußwaschung machte der Bezirksapostel deutlich, dass Jesus Christus selbst als Dienender auftrat. Dieses Handeln sei Vorbild für alle Christen. Entscheidend sei die Bereitschaft, dem Nächsten zu dienen und zu seinem Heil beizutragen. Dabei gehe es nicht nur um äußere Hilfe, sondern auch um Vergebung und innere Haltung.

Zugleich betonte er, dass Gottes Handeln nicht immer unmittelbar verstanden werde. Dennoch gelte es, auf seine Liebe, Gerechtigkeit und Kraft zu vertrauen. Wer sich an Christus orientiere, könne selbst zum Segen für andere werden.

Segnen statt vergelten

Am selben Tag feierte Bezirksapostel Stefan Pöschel einen weiteren Gottesdienst in Bundung mit 98 Teilnehmern. Vor Beginn des Gottesdienstes stellten Kinder der Gemeinde die Szene vom Jakobsbrunnen dar. Der Bezirksapostel griff diese Darstellung zu Beginn auf und knüpfte in seinen einleitenden Gedanken daran an.

Grundlage war das Bibelwort aus 1. Petrus 3,9: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.“

Im Mittelpunkt stand die Aufgabe der Christen, dem Nächsten zum Heil zu helfen. Der Bezirksapostel erläuterte, dass Segen als Fürsorge Gottes verstanden werden könne. Diese Fürsorge weiterzugeben bedeute, anderen den Weg zu Gott zu zeigen und sie im Glauben zu stärken.

Dabei gehe es auch darum, dem Bösen nicht mit gleicher Münze zu begegnen. Stattdessen seien Geduld, Vergebung und aktives Gutes gefragt. Auch wenn Ergebnisse nicht immer sichtbar seien, bleibe das Vertrauen bestehen, dass Gott das Gute wachsen lasse.

Nächstenliebe als Maßstab

Der Gottesdienst am Donnerstag, 19. März 2026, in Pakalinding wurde von 163 Gläubigen besucht. Grundlage war das Bibelwort aus Jakobus 2,8: „Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‹, so tut ihr recht.“

Der Bezirksapostel stellte die Nächstenliebe als zentralen Maßstab christlichen Handelns heraus. Sie gründe in der Liebe Gottes zu jedem Menschen und solle sich im Umgang miteinander widerspiegeln. Jeder Mensch sei von Gott gewollt und geliebt – unabhängig von äußeren Umständen.

Daraus ergebe sich der Auftrag, dem Nächsten mit Achtung zu begegnen, ihn nicht zu verurteilen und aktiv zu seinem Heil beizutragen. Nächstenliebe zeige sich im konkreten Handeln, im Gebet und im Einsatz für andere.

Austausch mit Verantwortungsträgern

Im Anschluss an den Gottesdienst in Pakalinding fand eine Ämterversammlung mit Bezirksvorstehern und Gemeindevorstehern statt. Dabei ging es um aktuelle Entwicklungen in den Gemeinden sowie um Fragen der Seelsorge und Gemeindearbeit.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Gemeinden in Gambia unter spürbaren äußeren Einflüssen stehen. Traditionelle Glaubensvorstellungen, gesellschaftliche Erwartungen und wirtschaftliche Herausforderungen prägen den Alltag vieler Mitglieder. Das kann dazu führen, dass der Glaube im Alltag unter Druck gerät oder mit anderen Vorstellungen konkurriert.

Zugleich stehen die Gemeinden vor der Aufgabe, insbesondere junge Menschen langfristig zu binden und ihnen Orientierung zu geben. Der Wunsch nach Stabilität, verlässlicher Gemeinschaft und klarer geistlicher Führung wurde in den Gesprächen deutlich hervorgehoben. Die Amtsträger sehen sich dabei in einer verantwortungsvollen Rolle, die sowohl seelsorgerisches Einfühlungsvermögen als auch klare geistliche Ausrichtung erfordert.

Bezirksapostel Stefan Pöschel brachte seine Wertschätzung für den Einsatz der Seelsorger vor Ort zum Ausdruck. Er sicherte ihnen seine Fürbitte zu und dankte für ihr Engagement unter oftmals herausfordernden Bedingungen. „Ich trage euch und eure Gemeinden in meinen Gebeten und bin dankbar für alles, was ihr hier leistet“, so der Bezirksapostel. Zugleich betonte er, dass die Gebietskirche die Gemeinden in Westafrika weiterhin begleiten und unterstützen werde.

Herausforderungen in der Region

Über Gambia hinaus zeigen sich in weiten Teilen Westafrikas konkrete Herausforderungen, die das kirchliche Leben spürbar beeinflussen. In mehreren Ländern der Region erschweren unsichere politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen den Alltag der Gemeinden. Wege zu den Gottesdiensten sind teils mit Risiken verbunden, und äußere Umstände können die regelmäßige seelsorgerische Betreuung einschränken.

Zudem stehen die Gemeinden unter einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen religiösen Gruppen. Diese werben teilweise gezielt mit materiellen Versprechen oder konkreten Unterstützungsangeboten um Mitglieder. Dadurch geraten insbesondere junge Menschen in ein Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen, was sich auch auf die Stabilität der Gemeinden auswirkt.

Hinzu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen für das kirchliche Engagement verändern. Die Anforderungen an die Amtsträger steigen, während gleichzeitig weniger junge Kräfte für Aufgaben gewonnen werden können. In manchen Bereichen führt dies zu einer höheren Belastung der vorhandenen Seelsorger und stellt die Gemeindearbeit vor zusätzliche Herausforderungen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Gemeinden ihren Glauben unter diesen Bedingungen bewusst leben und sich weiterhin engagieren. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und am kirchlichen Leben festzuhalten, bleibt trotz der äußeren Einflüsse erhalten.

Gottesdienst in Bafuloto

1. April 2026
Text: Frank Schuldt
Fotos: Pascal Strobel, Neuapostolische Kirche Westdeutschland

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Begrüßung vor dem Gottesdienst in Bafuloto
Gottesdienst in Bafuloto
Neuapostolische Kirche in Bundung
Neuapostolische Kirche in Bundung
Gottesdienst in Bundung
Verabschiedung nach dem Gottesdienst in Bundung
Gottesdienst in Pakalinding
Besprechung mit den leitenden Geistlichen in Pakalinding
 

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