Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Luanda. Zwei Gottesdienste standen auf dem Reiseprogramm von Stammapostel Schneider, bei seinem diesjährigen Besuch in Angola. Bezirksapostel Pöschel war schon zuvor angereist – für einen Gottesdienst in Luanda, Seelsorgebesuche bei Aposteln und administrative Besprechungen.
Das Dienen nach dem Willen Christi war Thema im Gottesdienst für die Amtsträger und ihre Frauen im Gottesdienst am Freitag, 2. Mai 2025. Diesen feierte Stammapostel Jean-Luc Schneider mit 1.400 Gläubigen in der Zentralkirche Palanca in der angolanischen Hauptstadt Angola.
„Den Willen Gottes tun“
Grundlage war das Bibelwort aus Matthäus 7,21: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“
Der Stammapostel betonte die Verantwortung geistlicher Amtsträger: „Um errettet zu werden, muss ein Geistlicher seinen Auftrag im Einklang mit dem Willen Christi erfüllen.“ Maßstab sei das Vorbild Jesu, der wie ein Sklave den Jüngern die Füße wusch und keine Gegenleistung erwartete.
Dienen aus Liebe und Dankbarkeit
„Jesus will, dass wir einander dienen“, betonte der Stammapostel und mahnte zur Selbstprüfung: „Wir dienen nicht, um Ansehen oder Vorteile zu erlangen, sondern aus Liebe und Dankbarkeit gegenüber Christus.“ Keinesfalls dürfe man die Amtsautorität missbrauchen oder Heuchelei und Habgier Raum geben. „Das Amt darf nicht als sozialer Status betrachtet werden.“
Der Stammapostel rief dazu auf, das Evangelium treu und verständnisvoll zu verkünden: „Predigt und Seelsorge gehören zusammen – lasst uns nahe bei den Menschen sein und uns vom Heiligen Geist leiten lassen.“
Weiterreise in die Provinz Lunda Sul
Am Samstag reiste der Stammapostel mit Bezirksapostel Stefan Pöschel und Bezirksapostelhelfer João Misselo nach Saurimo im Nordosten von Angola. Mit dabei waren an diesem Wochenende auf Einladung des Stammapostels auch zwei Gäste: Bezirksapostel John Schnabel (USA) und Bezirksapostel Kukuba Soko (Sambia).
Die neuapostolischen Christen aus der Region hatten für die Besucher nachmittags ein Konzert vorbereitet, das im Cin Chipaca Kino, stattfand, einem Gebäudekomplex, welcher in der Provinzhauptstadt für derartige Zusammenkünfte die besten Voraussetzungen bietet. Dabei traten ein Kinderchor, ein Männerchor und ein gemischter Chor auf.
Gottesdienst in Saurimo
Der Gottesdienst am Sonntagmorgen fand am gleichen Ort statt. Vor Ort hatten sich über 1.900 Gläubige eingefunden. Zudem konnte der Gottesdienst auf 120 (mit Internetzanschluss) der insgesamt rund 1.500 Gemeinden in ganz Angola übertragen werden, wo weitere 11.000 neuapostolische Christen die Predigt des Stammapostels miterlebten. Darin ging es um das ewige Leben und vor Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu.
Als Predigtgrundlage hatte Stammapostel Schneider Johannes 11,25.26 ausgewählt: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“
„Glaube, der über das Leben hinausreicht“
Im Mittelpunkt stand der Glaube an das ewige Leben. Der Stammapostel unterschied zwischen bloßem Nutzen-Glauben, Gesetzlichkeit und wahrem Vertrauen auf Christus: „Wir glauben nicht an Gott, um etwas zu bekommen, sondern weil wir ihn lieben und ihm gehören wollen.“
Er appellierte an die Zuhörer, sich selbst zu prüfen: „Was ist unser Glaube? Nur wer Jesus liebt, ihm ähnlicher werden will und in der Gnade lebt, ist auf das ewige Leben ausgerichtet.“ Ziel sei nicht irdischer Segen, sondern die Gemeinschaft mit Christus in seinem Reich.
Traditionelle Tänze und Geschenke
Zurück am Hotel führten Jugendliche den Aposteln abends auf der Straße traditionelle einheimische Tänze vor. Zudem gab es Gastgeschenke für die Besucher: Farbenfrohe Umhänge mit traditionellen afrikanischen Mustern.
Am Montagmorgen hatte Bezirksapostel Pöschel eine Audienz beim Gouverneur der örtlichen Provinz Lunda Sul. „Es war ein sehr freundliches Gespräch“, berichtet Apostel Dimitrios Diniz, der als Übersetzer dabei war. Inhaltlich ging es um die Aktivitäten der Neuapostolischen Kirche und die Bedeutung der Kirchen für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.
Montagvormittags traf sich Stammapostel Schneider in Saurimo noch mit den angolanischen Aposteln, bevor er mit den drei Bezirksaposteln über Luanda wieder zurück in die Heimat reiste.
Rückblick. Gottesdienst am Stadtrand von Luanda
Bezirksapostel Pöschel war schon vor dem Stammapostel angereist und am Mittwoch, dem 30. April 2025 in Luanda gelandet. Am Nachmittag hielt er einen Gottesdienst auf einem angemieteten Sport- und Freizeitgelände namens Golf 2 am Stadtrand von Luanda. Er diente mit dem Tageswort aus Psalm 92,2.3: Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn zu danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade zu verkünden und des Nachts deine Wahrheit.“
Auf dem Gelände hatten sich unter Zelten und auf einer Tribüne über 2.600 Gläubige versammelt. Ein großer Chor gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit. „Der Bezirksapostel wurde mit großer Begeisterung empfangen und verabschiedet“, berichtet Apostel Diniz.
Den 1. Mai als Feiertag nutzte Bezirksapostel Pöschel für Seelsorgebesuche bei zwei Aposteln und deren Familien in Luanda.
Besprechung mit der Verwaltungsleitung
Am Freitagmorgen gab es noch eine Besprechung mit dem Bezirksapostelhelfer Misselo, Verwaltungsleiter Apostel Mafo, dessen Assistent und Apostel Diniz. Themen waren unter anderem das Budget für 2025 und der Stand aktueller Baumaßnahmen sowie statistische Themen wie Gottesdienstteilnehmer, Ämterstrukturen und Kirchengebäuden. Ein wichtiges Thema zudem: Wege zur Umsetzung des Schulprojekts in Quipungo.
Ankunft in Saurimo am Flughafen
3. Mai 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Sonstige (siehe Foto),
Dimitrios Diniz
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