Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Angola. Ein Konzert und zwei Gottesdienste standen auf dem Programm von Stammapostel Schneider bei seinem diesjährigen Besuch in Angola Anfang Mai 2024. Erstmals besuchte er die Provinz Cuando Cubango im Südosten des Landes.
Der Besuch von Stammapostel Jean-Luc Schneider in Angola begann am Freitag, dem 3. Mai 2024 mit einem Konzert in der Zentralkirche Palanca in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Dieses wurde von einem Chor mit 160 Sängern (aus dem Zentralchor von Luanda) sowie einem Kinderchor mit 140 Sängern gestaltet.
Flug in den Südosten Angolas
Per Charterflug ging es dann für den Stammapostel, Bezirksapostel Rainer Storck und die Apostel Stefan Pöschel (Bezirksapostelhelfer für Westdeutschland), João Uanuque Misselo (Bezirksapostelhelfer für Angola) und Apostel Dimitrios Diniz (Portugal) sowie weitere angolanische Apostel nach Menongue in der südöstlichen Provinz Cuando Cubango. Mit dabei waren auch zwei Gastapostel: die Bezirksapostel Tshitshi Tshisekedi (Kongo-Südost) und Joseph Opemba Ekhuya (Kenia, Tansania, Uganda).
Der Name der Provinz ist von den Flüssen Cuando und Cubango abgeleitet, welche durch die östlichen und westlichen Ränder der Provinz fließen.
Gottesdienst in Menongue
Vom Flughafen aus ging es direkt zur örtlichen neuapostolischen Kirchengemeinde, wo sich 1.600 Gläubige zum Gottesdienst versammelt hatten.
Stammapostel Schneider legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Matthäus 6,10b zugrunde: „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“ Er erläuterte in der Predigt die Bedeutung des Auszugs aus dem „Unser Vater“. Wer das Gebet als Gläubiger spreche, der erkläre sich mit dem Willen Gottes einverstanden. „Wir sind bereit, Gott zu glauben und zu vertrauen, wenn nötig, ohne zu sehen oder zu verstehen“, so der Stammapostel.
Gebet muss Auswirkungen zeigen
In der Folge sei es notwendig, etwas zu tun, sonst bewirke das Gebet nichts und es seien nur leere Worte. Als Beispiel für die Umsetzung nannte er die Liebe zum Nächsten. „Lass uns dazu beitragen, dass unser Nächster Jesus Christus finden und ihm nachfolgen kann. Egal, was er macht, er soll durch mich die Liebe Jesu erfahren.“
Damit dies gelingen könne, sei es wichtig, Gott um Hilfe und Kraft zu bitten. Dies geschehe auch durch das gemeinsame Beten des „Unser Vater“, die gemeinsame Willensbekundung der Gemeinde. „Wir als Christen halten uns an Gottes Willen und tun ihn“, fasste der Stammapostel zusammen.
Gottesdienst im Stadion am Sonntag
Noch am selben Nachmittag ging es per Flugzeug zurück nach Luanda. Dort stand am Sonntagvormittag ein großer Gottesdienst im Stadion „22. Juni“ an, wo der Stammapostel schon bei seinem Besuch 2023 gedient hatte. Hier hatten sich über 16.000 Gläubige versammelt. Weitere über 9.000 waren per Videoübertragung angeschlossen.
Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus Galater 5,24: „Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“
In der Predigt sprach der Stammapostel sehr offen über Probleme, die den Menschen in Afrika verstärkt begegnen. Dazu erläuterte er den Hintergrund des Bibelworts: Zur Zeit der Römer war die Kreuzigung die Strafe für Übeltäter, die als unwürdig galten, Teil der Gesellschaft zu sein. „Das Fleisch zu kreuzigen, bedeutet von daher, alles zu verwerfen, was dem göttlichen Willen widerspricht, und es aus unserem Leben zu verbannen.“
Nächstenliebe als oberstes Gesetz
Es sei in Ordnung, das Verlangen nach mehr Geld zu haben oder Anerkennung zu erhalten. „Um diese Wünsche zu erfüllen, sollen wir aber die Gesetze Gottes beachten“, so der Stammapostel. So sei es beispielsweise Diebstahl, eine Machtposition auszunutzen, um etwas zu nehmen, was einem nicht zusteht. Als weiteres Negativbeispiel nannte der Stammapostel die Lüge.
Das erste Gesetz für Christen sei die Nächstenliebe. Darüber hinaus gelte es, das Evangelium nicht zu den eigenen Gunsten zu verfälschen und seine Versprechen zu halten. „Ein Wunsch, der nicht vom Gewissen kontrolliert wird, führt zur Sünde“, fasste der Stammapostel zusammen.“ Es gelte, allem zu entsagen, was dem göttlichen Willen widerspreche. „Lasst uns unser Gelübde, dem Bösen zu entsagen, halten und ein Vorbild für andere sein.“
Künftiger Bezirksapostel vorgestellt
Weitere Predigtbeiträge im Gottesdienst kamen von den Bezirksaposteln Ekhuya, Tshisekedi und Storck. Im Anschluss an den Gottesdienst stellte der Stammapostel den Gläubigen mit Apostel Stefan Pöschel ihren künftigen Bezirksapostel vor. Der Bezirksapostelhelfer wandte sich mit einigen wenigen Worten in Portugiesisch an die versammelte Gemeinde.
Neben der Altarbühne wartete ein Kamerateam des angolanischen Fernsehens, das über den Gottesdienst landesweit berichtete und dazu auch den Stammapostel interviewte. Parallel ließen die Gläubigen den Gottesdienst mit traditioneller Musik ausklingen.
Rückreise nach Apostelversammlung
Am Montag stand noch eine Apostelversammlung in der Kirchenverwaltung auf dem Programm, bevor der Stammapostel die Heimreise antrat. Auch Bezirksapostel Storck und Apostel Pöschel reisten abends zurück nach Deutschland – nach elf Tagen in Angola.
Höhepunkt des Stammapostelbesuchs: Gottesdienst im Stadion
31. Mai 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz,
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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