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Frankfurt: Hendrik Mittelmann zum
stellvertretenden Bezirksvorsteher ernannt

 

Frankfurt am Main. Bezirksapostel Pöschel ernannte Priester Hendrik Mittelmann am 12. August 2026 zum weiteren stellvertretenden Bezirksvorsteher. Im Gottesdienst in Frankfurt-Nord ging es zudem um Dankbarkeit als tragende Haltung auch in schwierigen Lebenssituationen.

Mit der Ernennung von Hendrik Mittelmann erhält die Bezirksleitung in Frankfurt am Main einen dritten Stellvertreter. In seiner Ansprache griff Bezirksapostel Stefan Pöschel die neuen Aufgaben auf und verband sie mit dem Bild von Ton, der immer wieder neu aufbereitet und geformt werden kann.

Dritter Stellvertreter für den Bezirksvorsteher

Mit Gebet und per Handschlag ernannte der Bezirksapostel Priester Mittelmann zum weiteren stellvertretenden Bezirksvorsteher. Er unterstützt künftig gemeinsam mit Bezirksevangelist Peter Blum und Priester Nicola Krieg den Bezirksvorsteher, Hirte Christopher Groß. Seine Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde Kelkheim nimmt Priester Mittelmann zunächst weiterhin wahr.

Hendrik Mittelmann stammt aus Jena und lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Sulzbach. Sein erstes geistliches Amt empfing er 2006 als Diakon. 2011 wurde er zum Priester ordiniert. Nach seiner Tätigkeit in Bad Soden wirkt er seit 2019 in der Gemeinde Kelkheim und ist dort seit 2022 als Gemeindevorsteher tätig.

Neue Aufgaben, neue Blickwinkel

In der Ansprache berichtete Bezirksapostel Pöschel von einem Besuch in einem Ziegeleimuseum. Dort hatte er einen sogenannten Kollergang kennengelernt, in dem Ton für die weitere Verarbeitung aufbereitet wird. Dabei werden auch alte Tonscherben zerkleinert und wieder in den Ton eingearbeitet. Aus scheinbar nicht mehr Verwendbarem entstehe so etwas Neues.

Ähnlich könnten Erfahrungen und Erlebnisse aus der eigenen Vergangenheit in einer neuen Aufgabe einen anderen Wert erhalten. Ein persönliches Gebet könne lauten: „Vielleicht ist da noch eine Seite in mir, die du gebrauchen kannst.“ Entscheidend sei die Bereitschaft, sich von Gott weiter formen zu lassen.

Der neue Auftrag bedeute keine grundsätzliche Veränderung des bisherigen priesterlichen Dienstes, führte der Bezirksapostel weiter aus. Er bringe jedoch weitere Aufgaben und einen neuen Blickwinkel mit sich. Die unterschiedlichen Erfahrungen in der Bezirksleitung könnten sich ergänzen und einen umfassenderen Blick auf den Kirchenbezirk ermöglichen. Dabei gehe es darum, miteinander zu dienen, einander zu unterstützen und die jeweiligen Fähigkeiten einzubringen.

Dazu gab Bezirksapostel Pöschel Priester Mittelmann das Bibelwort aus 1. Petrus 4,10 mit: „Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“ Gott könne durch neue Aufgaben auch Fähigkeiten sichtbar machen, die bisher noch nicht entdeckt oder benötigt worden seien.

Dankbarkeit als Grundhaltung

Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Epheser 5,20: „Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“ Bezirksapostel Pöschel stellte heraus, dass Dankbarkeit nicht nur eine Reaktion auf erfreuliche Ereignisse sei. Sie könne vielmehr zu einer bewussten Haltung werden, die den Blick auf das eigene Leben und auf Gottes Wirken präge.

Dabei richtete er den Blick auch auf Dinge, die im Alltag leicht selbstverständlich erscheinen: den Atemzug, Nahrung und Wasser, Familie und Freundschaften. Für Christen kämen der Glaube, die Gemeinde, die Sakramente und die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu Christi als weitere Gründe hinzu. Mit der Aussage des früheren Stammapostels Richard Fehr „Wer denken kann, muss danken“ machte der Bezirksapostel deutlich, dass bewusstes Nachdenken Gründe zur Dankbarkeit sichtbar machen könne.

Dankbar auch in schwierigen Zeiten

Die Aufforderung, Gott „allezeit für alles“ zu danken, bedeute nicht, Leid gutzuheißen oder schwierige Situationen zu verharmlosen. Bezirksapostel Pöschel verwies auf Jesus Christus als Grund für Vertrauen und Dankbarkeit: „Der ist notwendig, denn Jesus wendet alle Not.“ In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl sagte er: „Jesus hat aus seiner Liebe heraus die Not des Menschen selbst auf sich genommen und ist bis zum Kreuz gegangen.“

Apostel Gert Opdenplatz ergänzte diesen Gedanken mit einer persönlichen Erfahrung. Erst nachdem er selbst auf einer Intensivstation um Luft gerungen habe, sei ihm der Wert eines scheinbar selbstverständlichen Atemzugs neu bewusst geworden. Mit Blick auf die biblische Begebenheit von Lazarus fasste er seine Zuversicht in die Worte: „Gott hört immer.“

Übertragung in den Bezirk

Zum Gottesdienst in Frankfurt-Nord waren die Gemeinden Bad Homburg, Bad Vilbel, Kelkheim und Frankfurt-Nord eingeladen. Ein großer gemischter Chor gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit. Für weitere Gemeinden des Kirchenbezirks sowie erkrankte Gemeindemitglieder wurde der Gottesdienst per IPTV übertragen.

20. August 2026
Text: Frank Schuldt
Fotos: Werner Ruppe

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