Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Osttimor/Dili. Vier Wochen vor seiner Ruhesetzung besuchte Bezirksapostel Storck auf seiner letzten Auslandsreise im aktiven Amtsauftrag Ende Mai die neuapostolischen Christen in Osttimor. Anlass für die Reise war der erste Besuch eines Stammapostels in dem südostasiatischen Land.
Osttimor oder Timor-Leste ist ein Staat in Südostasien, der die Hälfte der Insel Timor für sich beansprucht. Das Land errang zweimal seine Unabhängigkeit – zunächst von Portugal im Jahr 1975 und dann von Indonesien 2002.
Dili, die Hauptstadt von Osttimor, war Ziel der Reise von Bezirksapostel Rainer Storck, der von Apostel Stefan Pöschel begleitet wurde. Anderthalb Tage dauerte die Anreise: Von Amsterdam ging es am Montagabend, 27. Mai 2024, über Singapur nach Denpasar (Bali) und von dort weiter nach Osttimor, wo die beiden Mittwochmittag eintrafen. Vor Ort erwartete sie Apostel Dimitrios Diniz (Portugal), der für das Land verantwortlich ist.
Ämterstunde in Dili
Noch am Abend des 30. Mai traf sich Bezirksapostel Storck mit den rund 20 Amtsträgern aus der Hauptstadt zum Gedankenaustausch. Dem geistlichen Teil der Ämterstunde legte er das Bibelwort aus Galater 5,24 zugrunde, das Stammapostel Schneider im Gottesdienst in Luanda verwendet hatte. Dabei erinnerte der Bezirksapostel an die Aussage Jesu „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten“. Hier seien die Amtsträger ein besonderes Vorbild für die Gemeindemitglieder.
Im weiteren Verlauf des Abends lernten die Seelsorger Osttimors mit Apostel Pöschel ihren künftigen Bezirksapostel kennen. Zudem dankte der Bezirksapostel anlässlich seines letzten Besuchs im Land seinen Brüdern für ihren Einsatz und alle Unterstützung.
Gottesdienst in Behau
Am Donnerstagmittag machten sich die drei Apostel auf den Weg zur Gemeinde Behau, die östlich von Dili im Landesinneren liegt. Die Gemeinde besteht zu einem Drittel aus Kindern und Jugendlichen, die die Gruppe vor der Kirche erwarteten und freudig begrüßten.
Dem Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort aus Richter 6,23.24a zugrunde, das auch Grundlage für die Wochentagsgottesdienste in Deutschland war: „Aber der Herr sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben. Da baute Gideon dem Herrn dort einen Altar und nannte ihn »Der Herr ist Friede«.“
Friedensstifter sein
In der Predigt rief der Bezirksapostel dazu auf, Friedensstifter zu sein und den Menschen den Weg hin zum vollkommenen Frieden durch Christus aufzuzeigen.
Im Gottesdienst spendete der Bezirksapostel drei Gläubigen das Sakrament der Heiligen Versiegelung, ordinierte einen Diakon für die Gemeinde Rebutikeon und bestätigte einen Diakon für die Gemeinde Behau. Den beiden Seelsorgern gab der Bezirksapostel mit auf den Weg, dem Bösen mit guten Taten zu begegnen. „Friedensstifter reagieren mit Freundlichkeit auf Unfreundlichkeit.“ Zudem gelte es, kleine Dinge nicht groß werden zu lassen.
Abends reiste die Gruppe zurück in die Hauptstadt Dili, wo am Freitag Stammapostel Jean-Luc Schneider zu seinem ersten Besuch in Osttimor eintraf (Bericht folgt).
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