Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Frankfurt. Nach mehr als sieben Jahren in der Bauabteilung verabschiedet sich Roland Fuhrmann aus der Kirchenverwaltung. Zeitgleich wechselt auch Stephan Wolf, Leiter Vermögenssteuerung, in den Ruhestand – nach 45 Jahren. Beide wurden in Frankfurt verabschiedet.
Roland Fuhrmann (66) war seit August 2016 für Bauprojekte in der Kirchenverwaltung tätig – zunächst in der damaligen Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, ab 2018 dann in der fusionierten Kirche Westdeutschland.
Sein beruflicher Werdegang führte ihn in zahlreiche Bauprojekte, darunter auch in Kirchen, die sein Vater, der Architekt Horst Fuhrmann, einst entworfen hatte. „Roland kennt einige unserer Kirchen schon seit seiner Kindheit – noch als Baustelle“, erinnert sich Daria Kliem, Leiterin der Bauabteilung, bei der Feierstunde zum Abschied in der Kirchenverwaltung Frankfurt. Mit Fachwissen, Engagement und einem stets positiven Auftreten habe er die Abteilung maßgeblich geprägt.
Offen für „Spezialaufträge“
Neben seiner umfangreichen Erfahrung brachte Roland Fuhrmann auch eine große Bereitschaft mit, sein Wissen an jüngere Kollegen weiterzugeben. Besonders geschätzt wurde seine pragmatische Herangehensweise und sein Humor. „Sein offenes Lachen hat schon so manche Situation entschärft“, so Kliem weiter.
Zudem sei er auch immer bereit gewesen, „Spezialaufträge“ anzunehmen, beispielsweise die Begleitung der statischen Ertüchtigung an der Neuapostolischen Kirche in Tiflis (Georgien) inklusive eines spontanen Einsatzes im Gottesdienst dort. Kirchlich ist Roland Fuhrmann als Priester im Einsatz und leitet seit 2022 die Gemeinde Oestrich-Winkel (Bezirk Wiesbaden) als Vorsteher.
Mit besten Wünschen für die Zukunft verabschiede sich das Team der Bauabteilung von Roland Fuhrmann. Seinen Arbeitsbereich Süd übernimmt der neue Bauleiter Martin Hendrych.
Abschied aus der Verwaltungsleitung
45 Jahre lang war Stephan Wolf (64) für die Kirchenverwaltung tätig. 1980 begann seine berufliche Laufbahn in der damaligen Gebietskirche Hessen. „So hast du die Einberufung zur Bundeswehr vermieden“, schmunzelte Bezirksapostel i.R. Bernd Koberstein bei der Laudatio.
1987 absolvierte er die Prüfung zum Bilanzbuchhalter. Seine Expertise erstreckte sich über den Finanzbereich, IT und Verwaltungsaufgaben. „In westafrikanischen Ländern, in der Türkei und in Griechenland hast du administrative Aufbauarbeit geleistet“, erinnerte Koberstein an Wolfs internationale Einsätze. Seit 1994 betreue er zudem den Spezialfonds der europäischen Gebietskirchen, der die finanziellen Rücklagen verwaltet.
Auch privat war Wolf stark kirchlich engagiert. So leitete er über zehn Jahre als Hirte und Vorsteher die Gemeinden Aschaffenburg und Wertheim, zwei weit auseinanderliegende Gemeinden in Bayern (Bezirk Offenbach).
Sorgsamer Umgang mit finanziellen Mitteln
Bezirksapostel Koberstein lobte Wolfs Loyalität und Integrität: „Du warst kein Kopfnicker und kein Ja-Sager, sondern hast deine Meinung kundgetan.“ Er betonte die Bedeutung von Wolfs Arbeit für die Finanzen der Kirche: „Umgang mit Finanzen bedeutete für dich auch einen sorgsamen Umgang mit den Opfergeldern deiner Glaubensgeschwister.“
Nach der Fusion zur Gebietskirche Westdeutschland 2018 leitete Stephan Wolf die Abteilung Vermögenssteuerung, die die Rücklagen der Kirche betreut und auch nicht mehr benötigte Gebäude und Grundstücke veräußert. Zudem war er Leiter des Verwaltungsstandorts Frankfurt und zudem stellvertretender Leiter der Kirchenverwaltung.
Nebenbei engagierte sich Stephan Wolf auch bei NAK-karitativ, dem Hilfswerk der Kirche, bei der NAK Nachhaltigkeits- und Immobilien GmbH, der NAK Service AG sowie der Stiftung der NAK Westdeutschland. Teils war er an der Gründung beteiligt, teils war er einer der Geschäftsführer oder im Vorstand tätig.
Zum Abschluss wünschte der Bezirksapostel im Ruhestand seinem ehemaligen Mitarbeiter Stephan Wolf und seiner Frau Annette einen langen sowie erfüllten Ruhestand und dankte für die lange vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Kirchenverwaltung in Frankfurt.
Verabschiedung von Roland Fuhrmann aus der Bauabteilung
4. April 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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