Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Ein Wechsel im Leitungsteam des Kirchenbezirks Bonn: Im Gottesdienst am 27. Juli 2025 setzte Apostel Otten den stellvertretenden Bezirksvorsteher Hirte Günter Felsner nach 44 Jahren als Amtsträger in den Ruhestand.
Im Zentrum des Gottesdienstes am Sonntag, dem 27. Juli 2025 in der Gemeinde Brühl stand die Ruhesetzung von Hirte Günter Felsner. Zuvor diente er ein letztes Mal am Altar mit.
Als Predigtgrundlage hatte Apostel Franz-Wilhelm Otten das Bibelwort aus Matthäus 10,7 ausgewählt: „Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“. In der Auslegung erinnerte er daran, dass Jesus seine Jünger zu einer geistlichen, nicht weltlichen Botschaft ausgesandt habe. Diese Botschaft sei auch heute noch aktuell, betonte der Apostel, und stellte dem verbreiteten Materialismus die christlichen Werte wie Gottes- und Nächstenliebe gegenüber.
Das Himmelreich sei nicht nur ein zukünftiges Versprechen, sondern bereits jetzt erfahrbar – etwa durch Umkehr, Taufe, Abendmahl und gelebten Glauben. Auch die Bereitschaft, vom eigenen Glauben zu sprechen und anderen zu vergeben, sei Ausdruck der Nachfolge Jesu. Mit einem prägnanten Fazit rief der Apostel dazu auf, „zu respektieren, statt zu kommentieren, und zu verstehen, statt zu verbessern“.
„Wo Himmel und Erde sich berühren“
Hirte Günter Felsner nutzte seine letzte Predigt im aktiven Amtsauftrag für eine persönliche Reflexion. Die Botschaft vom nahen herbeigekommenen Himmelreich sei ihm ein Trost, sagte er.
Er erinnerte an die Inschrift am Eingang der Brühler Kirche: „Wo Himmel und Erde sich berühren“. Diese Nähe Gottes werde in der Sündenvergebung und im Sakrament des Heiligen Abendmahls für jeden erfahrbar, so der Hirte.
Würdigung zum Abschied
Nach der Feier des Abendmahls verabschiedete der Apostel den 63-jährigen, langjährigen Seelsorger in den Ruhestand und würdigte das jahrzehntelange Wirken des Amtsträgers: Günter Felsner hatte 1981 seinen ersten Amtsauftrag erhalten und war von 1997 bis 2021 Vorsteher der Gemeinde Brühl. Zuvor diente er unter anderem als Gemeindeleiter in Wesseling.
Seit 2021 wirkte er als stellvertretender Bezirksvorsteher in Bonn. „Bereitschaft und Kraft zum Dienen“, so der Apostel, „entstanden aus Glauben, Vertrauen, Zuversicht und Sendungsbewusstsein.“
Bezirksvorsteher Günter Grams schloss sich den Dankesworten an und überreichte im Namen der Gemeindemitglieder aus Brühl eine Bilderbroschüre zur Erinnerung. Die Ehefrau des Hirten, die ihn über viele Jahre unterstützte, erhielt einen Blumenstrauß. Mit langem Applaus wurde das Ehepaar Felsner verabschiedet.
19. August 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Pascal Reiser
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