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Bezirksapostel Stefan Pöschel

Rückblick auf 2025:
„Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat“

 

Westdeutschland/Hersfeld-Lauterbach. Bezirksapostel Pöschel feierte am 28. Dezember 2025 im Wartenberg-Oval in Angersbach den Gottesdienst zum Jahresabschluss im Bezirk Hersfeld-Lauterbach. In diesem Rahmen wurde Priester Thomas Kimmel zum stellvertretenden Bezirksvorsteher ernannt.

Rund um das Bibelwort aus Psalm 103,2 – „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ – rückte Bezirksapostel Stefan  Pöschel den persönlichen Rückblick in den Mittelpunkt. Dabei sprach er offen über die Spannbreite des Jahres 2025: „Der eine kann die Freude nicht aushalten, die sein Leben im Moment flutet. Der nächste ist vielleicht gesund, wie es immer war. Andere wiederum haben von einem Pech nach dem anderen zu berichten.“

Die Bandbreite menschlicher Lebenslagen sei groß – umso mehr komme es auf Gemeinschaft an, die „mehr ist als eine Stunde beieinander sein“. Sie bedeute, so der Bezirksapostel, eine Empathie füreinander zu entwickeln: „Er muss es mir nicht sagen. Aber er darf sich auf meine Gebete verlassen.“

Rückblick auf das Jahresmotto

Mit einem Rückblick auf das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche in 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ verband Bezirksapostel Pöschel eine persönliche wie kollektive Bilanz. In Erinnerung an den Jahresauftakt sagte er: „Tu dir selber was Gutes und besuch Gottesdienste, halte Kontakt zum dreieinigen Gott, sprich mit ihm.“ Das sei eine Erfahrung, die er allen wünsche – „dass du den Vater siehst als Gegenüber, der sich dir zuwendet und dir aufmerksam zuhört“.

Er rief dazu auf, das Tun des Guten nicht nur als Vorsatz, sondern als Daueraufgabe zu verstehen – „mir, der Gemeinde, meinem Nächsten“. Dazu gehöre auch, sich selbstkritisch zu hinterfragen: „Wo war ich vielleicht gedankenlos mit meinem Nächsten? Wo habe ich ihn gar nicht beachtet?“ Die Bereitschaft, auf den anderen zuzugehen und Versöhnung zu suchen, sei Teil dessen, wozu Christen geschaffen seien: Gutes zu tun – heute, nicht erst morgen.

„Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat“

Bischof Sascha Tümmler (Bereich Ost) erinnerte daran, dass die Psalmen oft aus Situationen der Not heraus geschrieben wurden – der Lobruf „Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ sei keine weltfremde Floskel, sondern eine bewusste Haltung.

Auch Bezirksältester Thorsten Junk (Leiter Bezirk Marburg) sprach von einem Jahr, das ihn persönlich herausgefordert habe, und berichtete, wie sich rückblickend vieles relativiere. Sein Fazit: „Mir ist ein Licht aufgegangen – der liebe Gott hat geholfen.“

Zum Abschluss erinnerte Bezirksapostel Pöschel an einen Leitsatz von Stammapostel Richard Fehr: „Wer denken kann, muss danken.“ Und so sei der Gottesdienst auch eine Einladung, in der Stille persönliche Dankgebete zu sprechen – als Ausdruck dessen, was das ganze Jahr über geschehen sei: „Gott, du hast so viel Gutes an mir getan.“

Ernennung von Thomas Kimmel

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und der Feier des Heiligen Abendmahls für Entschlafene ernannte der Bezirksapostel mit Gebet und Handschlag Priester Thomas Kimmel (41), Vorsteher der Gemeinde Friedewald, zum stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Bezirk Hersfeld-Lauterbach.

Mit Blick auf die Erwartungen an die neue Aufgabe ermunterte er: „Du sollst an der Seite des Bezirksvorstehers im Team dafür sorgen, dass das Wohl des Bezirks gewahrt und gemehrt wird.“ Dieses Wohl lasse sich nicht an Zahlen oder Strukturen messen, sondern an der inneren Festigung im Glauben und der Bereitschaft zur Verkündigung. Dabei komme es auf Teamarbeit und persönliche Vielfalt an: „Wir brauchen nicht den uniformen Typ, sondern solche, die Dinge auch einmal von einem anderen Standpunkt aus beleuchten.“

Ein Schwerpunkt des neuen Amts sei die Nähe zu den Gemeinden. Der Bezirksapostel rief Kimmel dazu auf, ein „Freund der Vorsteher“ zu sein und als vertrauensvolle Ansprechperson zu wirken: „Sie sollen mit dir eine Vertrauensperson haben, bei der sie ihr Herz aufmachen können – mit Sorgen wie mit Freuden.“ Zuhören, Begleiten und Fördern gehörten zu den wesentlichen Aufgaben im geistlichen Dienst.

Bezirksapostel Stefan Pöschel

5. Januar 2026
Text: Frank Schuldt
Fotos: Stephan Talkenberger

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Bezirksapostel Stefan Pöschel
Bischof Sascha Tümmler
Bezirksältester Thorsten Junk
Ernennung von Priester Thomas Kimmel zum stellvertretenden Bezirksvorsteher
 

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