Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Vor 30 Jahren erklang in Bochum erstmals das Oratorium „Der Tempel Gottes“ von Friedhelm Deis. Anlässlich dieses Jubiläums widmet die Neuapostolische Kirche Westdeutschland dem Komponisten ein besonderes musikalisches Projekt.
Am 13. September 2026 um 18 Uhr präsentieren Chor und Orchester in der Neuapostolischen Kirche in Herne-Wanne-Eickel Auszüge aus dem Oratorium sowie weitere Werke von Friedhelm Deis. So sollen das Werk und der Komponist gewürdigt werden.
Das Oratorium entstand 1996 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der neuapostolischen Gemeinde in Bochum, der Heimatstadt des Komponisten. Die musikalische Gestaltung übernahm Friedhelm Deis, die Textauswahl nach Worten der Heiligen Schrift stammt von Marianne Alteheld-Naß. Drei Jahrzehnte nach der Uraufführung kehrt das Werk nun in einem Jubiläumsprojekt auf die Konzertbühne zurück.
Komponist und Musikpädagoge
Friedhelm Deis (1930–2015) gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten der neuapostolischen Kirchenmusik. Als Komponist, Chorleiter und Dirigent hat er über Jahrzehnte das musikalische Leben der Neuapostolischen Kirche mitgestaltet und Generationen von Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten inspiriert.
Als ambitionierter Musikpädagoge und begeisterter Orgelliebhaber schuf er bereits im Jahr 1970 eine dreibändige Orgelschule, die sich sowohl an Anfänger ohne Vorkenntnisse als auch an Fortgeschrittene richtete und sich für den Unterricht und das Selbststudium eignete.
Dankbarer Blick zurück – mit Blick nach vorn
Das Jubiläumsprojekt möchte die Musik von Friedhelm Deis nicht allein als Erinnerung an vergangene Zeiten verstehen. Es gehe vielmehr darum, die Bedeutung von Deis für die Entwicklung der neuapostolischen Kirchenmusik zu würdigen.
"Wir wollen dankbar zurückblicken auf das, was Friedhelm Deis für die neuapostolische Kirchenmusik geleistet, geprägt und auch erkämpft hat und zeigen, was von seinen musikalischen Impulsen bis heute lebendig geblieben ist", sagt Fabian Reichart, in der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland für das Referat Kirchenmusik verantwortlich und Initiator dieses Projekts. Vieles von dem, was er vor Jahrzehnten angestoßen hat, wirke bis heute nach: „Davon profitieren wir noch immer und darauf können wir aufbauen.“
Ein Abend im Zeichen seines musikalischen Erbes
Das Konzert wird auch am Beispiel des Oratoriums und seiner Uraufführung vor 30 Jahren die Vielfalt des kompositorischen Schaffens von Friedhelm Deis erlebbar machen. Neben Auszügen aus „Der Tempel Gottes“ erklingen bekannte und weniger bekannte Werke des Komponisten.
Beim Konzertprojekt wirken neuapostolische Sängerinnen und Sänger sowie ein sinfonisches Orchester mit, die die Musik von Friedhelm Deis besonders schätzen. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus den Bezirken Herne, Dortmund, Ruhr-Süd, Ruhr-Mitte und Ruhr-West. In diesen Regionen lag über viele Jahre hinweg der Schwerpunkt seines musikalischen Wirkens.
Alle sind herzlich zu diesem besonderen Konzertabend eingeladen, die Musik von Friedhelm Deis gemeinsam neu zu entdecken und sein musikalisches Erbe dankbar zu würdigen. Der Eintritt ist frei. Ein Kartenverkauf oder eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sonntag, 13. September 2026, 18 Uhr
Neuapostolische Kirche Herne-Wanne-Eickel
24. August 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Bildarchiv
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