Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Die Wochentagsgottesdienste sind in allen neuapostolischen Gemeinden ausgesetzt. Deshalb sendet die Neuapostolische Kirche Westdeutschland bis Ende Januar mittwochs öffentlich einen zentralen Videogottesdienst. Am 13. Januar 2021 hält diesen Bezirksapostel Rainer Storck. Gesendet wird aus der Gemeinde Wesel (Bezirk Dinslaken).
In den meisten neuapostolischen Gemeinden in Deutschland finden auch im Shutdown Präsenzgottesdienste statt, allerdings derzeit nur am Sonntag. Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland hat entschieden, die Wochentagsgottesdienste im Januar 2021 als Präsenzveranstaltungen in den Gemeinden durch einen zentralen Videogottesdienst zu ersetzen. Dieser wird von der Gebietskirche organisiert und aus verschiedenen Gemeinden gesendet.
Gottesdienst aus Wesel
Am Mittwoch, dem 13. Januar 2021 kommt der zentrale Videogottesdienst aus der Gemeinde Wesel (Bezirk Dinslaken). Dienstleiter ist Bezirksapostel Rainer Storck, Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland.
Die Übertragung startet gegen 19.15 Uhr, der Gottesdienst um 19.30 Uhr. Er entspricht dem gewohnten liturgischen Ablauf. Allerdings wird kein Heiliges Abendmahl gefeiert. Die Gemeindelieder können zu Hause mitgesungen werden, vor Ort werden sie still mitgelesen. Liedtexte werden nicht eingeblendet.
Wesel an der Mündung der Lippe
Die Hansestadt Wesel liegt am unteren Niederrhein und an den Flüssen Rhein und Lippe. Hier mündet die Lippe in den Rhein. Aus der Hansezeit stammt das historische Rathaus, dessen im Zweiten Weltkrieg zerstörte Fassade bis 2011 rekonstruiert wurde.
Unter preußischer Herrschaft begann 1681 der Ausbau der Stadt zur Festung Wesel. Die Stadt blieb bis ins 20. Jahrhundert militärisch geprägt und war aufgrund ihrer strategischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg von starken Zerstörungen betroffen. Von der Festung sind mehrere Gebäude erhalten geblieben, prägend für das Stadtbild sind darunter die Zitadelle Wesel und das Berliner Tor. Die Stadt gilt als eine der fahrradfreundlichsten Deutschlands.
Empfangbar via Internet und Telefon
Ausgestrahlt wird der Gottesdienst über das kircheninterne IPTV-Portal (für registrierte Nutzer) sowie öffentlich über den YouTube-Kanal der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland. Dieser ist erreichbar unter nak.tv.
Eine Übertragung des Gottesdienstes per Telefon wird für alle angeboten, die nicht die technischen Möglichkeiten haben, den Videogottesdienst über das Internet zu empfangen. Dazu stehen im Januar sonntags und mittwochs drei Telefonnummern zur Verfügung:
+49 69 5060 9806
+49 69 5060 9807
+49 69 5060 9808
Bezirksapostel Rainer Storck
Am 23. Februar 2014 ordinierte Stammapostel Jean-Luc Schneider den bisherigen Apostel Rainer Storck zum neuen Bezirksapostel für die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen. Rainer Storck trat damit die Nachfolge von Armin Brinkmann an, der die Gebietskirche mehr als acht Jahre lang leitete. Mit der Zusammenlegung der beiden Gebietskirchen Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zur Neuapostolischen Kirche Westdeutschland am Jahreswechsel 2017/2018 wurde Bezirksapostel Storck zum Kirchenpräsident ernannt. Am 25. Februar 2018 übernahm er dann mit der Ruhesetzung von Bezirksapostel Koberstein auch die seelsorgerische Verantwortung für die Bereiche der ehemaligen Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.
Als Kirchenpräsident betreut Rainer Storck die neuapostolischen Christen in Westdeutschland. Darüber hinaus obliegt ihm die seelsorgerische und administrative Verantwortung für die Mitglieder in den von Westdeutschland aus betreuten Gebietskirchen im Ausland, insgesamt mehr als 40 Länder und Regionen.
Rainer Storck wurde am 24. Januar 1958 geboren. Er stammt aus Kamp-Lintfort und wohnt heute mit seiner Familie in Rheinberg. Seit 1981 ist er mit seiner Gattin Heike verheiratet und hat vier Kinder. Mit 26 Jahren übernahm Rainer Storck seinen ersten seelsorgerischen Auftrag als Unterdiakon in der Neuapostolischen Kirche. 2009 empfing er Amt und Auftrag, als Apostel den Gläubigen zu dienen.
Kurzfristige Umplanung erforderlich
Für die Verantwortlichen im Bezirk Dinslaken ist die Organisation des Gottesdienstes eine Herausforderung: Am Montag wurde entschieden, aus der Gemeinde Dorsten zu senden. Die Gemeinde zählt zum Bezirk Dinslaken, liegt aber im Kreis Recklinghausen. Und für diesen gab die Landesregierung Nordrhein-Westfalen am späten Montagabend eine neue Verordnung bekannt, die den Bewegungsradius auf 15 Kilometer einschränkt und auch für Einreisende gilt. Dies warf alle Planungen der Gemeindemitglieder über den Haufen. Daher wurde heute entschieden, den Gottesdienst in die weiter nördlich gelegene Gemeinde Wesel zu verlegen.
Bezirksapostel Rainer Storck am Altar im Feierraum der Kirchenverwaltung Dortmund
12. Januar 2021
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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