Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Saarbrücken. Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland sendet bis auf Weiteres sonntags und mittwochs Gottesdienste aus wechselnden Gemeinden. Die Predigt im regionalen Videogottesdienst an diesem Sonntag hält Priester Gerhard Grapp in der Gemeinde Saarbrücken.
Der zentral gesendete Videogottesdienst in der Gebietskirche Westdeutschland richtet sich an alle Gemeindemitglieder, die keine Möglichkeit haben, einen Präsenzgottesdienst zu besuchen und für die im eigenen Bereich kein örtlicher Videogottesdienst ausgestrahlt wird.
Videogottesdienst aus Saarbrücken
Am 12. Februar 2023 kommt der Videogottesdienst aus der Gemeinde Saabrücken (Bezirk Saar-Pfalz). Den Gottesdienst durchführen wird Priester Gerhard Grapp.
Gerhard Grapp (64) ist in Saarbrücken geboren. 1980 empfing er seinen ersten Amtsauftrag für die damalige Gemeinde Spiesen-Elversberg. Dort diente er auch als Priester, später auch in der Gemeinde Neunkirchen. Seit 2013 dient er in der Gemeinde Saarbrücken, in der er sich auch um technische Dinge wie die Videoübertragungen kümmert. Zudem ist er im Kirchenbezirk als Öffentlichkeitsbeauftragter tätig.
Hauptstadt des Saarlands
Saarbrücken ist die Landeshauptstadt des Saarlandes. Die heutige Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt liegt an der Saar im Südwesten Deutschlands, direkt an der Grenze zu Frankreich. Die Stadt hat durch ihre strategische Lage an der Landesgrenze eine abwechslungsreiche Geschichte. Insgesamt viermal zählte die Region zu Frankreich, so jeweils für einige Jahre nach den Weltkriegen als französische Besatzungszone.
Im Ersten Weltkrieg hatte Saarbrücken eine wichtige strategische Funktion bei der Versorgung der Frontarmeen. 1918 wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt. Gemäß der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles fielen das Saargebiet und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes. Saarbrücken wurde Hauptstadt des Saargebietes und entwickelt sich zum wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrum der Region. In der durch den Versailler Vertrag festgelegten Volksabstimmung 1935 entschied sich die Mehrheit der Bevölkerung des Saargebiets (über 90 Prozent) für eine Wiederangliederung an das Deutsche Reich.
Im Zweiten Weltkrieg erlebte die „Festung Saarbrücken“ einige schwere Bomberangriffe. Alt-Saarbrücken war danach nahezu vollständig zerstört. Im März 1945 eroberten US-Truppen die fast menschenleere Stadt. 1947 wurde das Saarland ein autonomer Staat mit Saarbrücken als Hauptstadt. In diese Zeit fiel mit französischer Unterstützung auch die Gründung der Universität des Saarlands.
1959 wurde das Saarland wirtschaftlich wieder der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. Saarbrücken wurde damit Hauptstadt des zehnten Bundeslands der Bundesrepublik Deutschland.
Die Gemeinde Saarbrücken
Die Gemeinde Saarbrücken gehört zum Kirchenbezirk Saar-Pfalz, zu dem insgesamt 16 Gemeinden gehören, verteilt im Saarland und der angrenzenden Pfalz. Sie wurde 1903 als erste Neuapostolische Gemeinde im Saarland gegründet. Aus spärlichen Anfängen entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein lebendiges und bewegtes Gemeindeleben. In diesen Jahren entstanden um die saarländische Landeshauptstadt viele weitere neuapostolische Gemeinden.
Zur Gemeinde Saarbrücken zählen rund 450 Kirchenmitglieder. Das Kirchengebäude in der Scheidter Straße 22 wurde 1954 eingeweiht, um die Jahrtausendwende umfangreich renoviert und 2002 wieder seiner Bestimmung übergeben. Eine Pfeifenorgel prägt seither das Kirchenschiff des Gotteshauses.
Öffentliche Ausstrahlung
Die Übertragung startet gegen 9.45 Uhr, der Gottesdienst um 10 Uhr. Gesendet wird über das kircheninterne IPTV-Portal (für registrierte Nutzer) sowie öffentlich über den YouTube-Kanal der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland. Dieser ist erreichbar unter nak.tv.
Zusätzlich wird eine Übertragung des Gottesdienstes per Telefon für alle angeboten, die nicht die technischen Möglichkeiten haben, den Videogottesdienst via Internet zu empfangen. Dazu steht eine Telefonnummer zur Verfügung: +49 69 5060 9806.
Wem der Besuch der Gottesdienste nicht möglich ist, der kann auch einen Gottesdienst aus seiner zuständigen Ortsgemeinde oder der Region mitverfolgen. Die meisten Gemeinden bieten eine Übertragung per Telefon an. Andere streamen die Gottesdienste live im IPTV-Portal. Telefonnummer und den nötigen PIN-Code oder Zugangsdaten zu den Videogottesdiensten erhalten Interessierte über ihre Gemeinde.
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