Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Guinea-Bissau. Elf Tage reiste Bezirksapostel Pöschel im August 2024 nach Guinea-Bissau und auf die Kapverdischen Inseln. Dort hielt er sieben Gottesdienste, zwei Jugendstunden und drei Besprechungen mit den örtlichen Seelsorgern. An allen Orten wurde der „neue“ Bezirksapostel freudig und erwartungsvoll empfangen.
43.000 neuapostolische Christen leben in Guinea-Bissau. Einige von ihnen hatten im August die Möglichkeit, ihren neuen Bezirksapostel kennenzulernen.
Die Reise begann für Bezirksapostel Stefan Pöschel am Donnerstag, dem 15. August 2024. Von Hannover aus flog er um 6 Uhr los über Amsterdam und Lissabon nach Bissau, die Hauptstadt von Guinea-Bissau. Dort traf er am späten Nachmittag gemeinsam mit dem zuständigen Apostel Dimitrios Diniz (Portugal) ein.
Gottesdienst in Gã Palmeira
Freitagmorgen ging es zum ersten Gottesdienst. Um 7.20 Uhr war Abfahrt in den Süden des Landes. Die Fahrt zur Gemeinde Gã Palmeira dauerte rund fünf Stunden. Ihn begleiteten die örtlichen Seelsorger Apostel Amilo N‘Dam, Apostel Sanha N‘Dami sowie die Bischöfe Reunião Nabongue und N‘Dami Braima.
Vor der Kirche wurde der Bezirksapostel von einem kleinen Chor begrüßt. Dem Gottesdienst mit 228 Teilnehmern am Freitagmittag legte er das Bibelwort aus Offenbarung 22,20: „Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, komm, Herr Jesus!“ Die Predigt wurde am Altar von Deutsch Satz für Satz in Portugiesisch und in die Stammessprache Kreol übersetzt.
Nach dem Gottesdienst trat die Reisegruppe die Rückreise nach Bissau an, wo sie gegen 19 Uhr eintrafen.
Gottesdienst in São Domingos
Am Samstag standen die Jugendlichen im Mittelpunkt. Um 8 Uhr ging es Richtung Norden nach São Domingos, kurz vor der Grenze zum Senegal. An der örtlichen Gemeinde wurde der Bezirksapostel nach drei Stunden Fahrt von einer Jugendgruppe empfangen, die ihm die zehn Glaubensartikel der Kirche auswendig vortrug.
Der Predigt im Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort aus Jakobus 4,10 zugrunde: „Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“
Der Demütige wird erhöht
Der Bezirksapostel ermunterte die Gläubigen, sich wie Jesus vor Gott zu demütigen. Dies drücke sich unter anderem darin aus, dass man sich seiner eigenen Unvollkommenheit bewusst sei, Gott vertraut und sich bewusst ist, dass man auf Hilfe und Gnade angewiesen ist, um errettet zu werden. Zudem wisse der Demütige, dass er erwählt wurde, um errettet zu werden, aber auch zum anderen zu dienen. Daher gelte es auch, sich gegenüber anderen Menschen demütig zu verhalten.
„Der Demütige wird bei der Wiederkunft Christi erhöht und von ihm in sein Reich geführt“, machte der Bezirksapostel Hoffnung. „Gott schenkt denen, die demütig sind, Gnade und Erlösung.“
316 Gläubige erlebten den Gottesdienst in der Gemeinde mit. „Es herrschte eine sehr schöne Stimmung und Aufmerksamkeit in der Kirche“, schreibt Apostel Diniz in seinem Reisebericht.
Besuch im künftigen Jugendzentrum
Nach dem Gottesdienst besuchte der Bezirksapostel das künftige Jugendzentrum der Kirche, das sich derzeit im Bau befindet und im Februar nächsten Jahres fertiggestellt werden soll. Neben einem Fußballplatz wird ein Seminargebäude für 80 Personen errichtet.
Hier sollen künftig Fortbildungen für Jugendliche und Geistliche stattfinden, zum einen im kirchlichen Bereich, zum anderen sollen die Besucher auch mit IT-Möglichkeiten vertraut gemacht werden. So sollen auch berufliche Perspektiven eröffnet werden. Finanziert wird das Projekt durch Mittel von „Jugend bewegt“ und dem Budget für humanitäre Hilfe der NAK Westdeutschland.
Nach einem kurzen Imbiss hatte der Bezirksapostel die Jugendlichen aus dem Bereich Nord zum Gedankenaustausch eingeladen. 125 junge Gläubige nutzten die Möglichkeit, dem Bezirksapostel, Fragen zu verschiedensten Themen zu stellen. Dabei ging es um kirchliche Positionen zu Verhütungsmitteln, zur Familienplanung, das soziale Engagement der Kirche sowie auch, warum die Ordination von Frauen erst vor kurzem möglich wurde.
Gegen 19.30 Uhr erreichte die Reisegruppe nach der Rückfahrt wieder die Unterkunft in Bissau.
Gottesdienst in Bissau
Am Sonntagvormittag hielt Bezirksapostel Pöschel einen Gottesdienst in der Zentralkirche Bissau. Alle Apostel, Bischöfe und Bezirksämter des Landes waren in die Hauptstadt eingeladen. Insgesamt waren 500 Gläubige vor Ort. Apostelgeschichte 2,42 war Grundlage für den Gottesdienst: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“
In der Predigt ging der Bezirksapostel auf die Bedeutung der Gemeinschaft ein – mit Christus und untereinander in der Gemeinde. Dies sei möglich im Gottesdienst. „Hier sind wir Jesus ganz nah und hierhin können wir immer wieder kommen, trotz unserer Sünden“, stellte er klar. Wichtig seien zudem das persönliche und gemeinsame Gebet. „Wer betet, weiß, dass Beten wirkt!“
Ämter- und Jugendstunde
Im Anschluss an den Gottesdienst blieb der Bezirksapostel noch mit den Amtsträgern zusammen. Im Gespräch mit den 59 Teilnehmern vertiefte er Impulse des Stammapostels auf Grundlage des Bibelworts aus Galater 6,2: „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
Am Montag, 19. August 2024, stand in Bissau eine Versammlung der Apostel und Bischöfe auf dem Programm. Im geistlichen Teil ging es um die Zusammenhänge von Heil und Buße. Zudem standen organisatorische Themen wie der aktuelle Stand des Investitionsbudgets 2024 sowie die nächsten Schritte für die Bauarbeiten am Jugendzentrum auf der Tagesordnung.
Nachmittags hatte der Bezirksapostel die Jugendlichen aus der Hauptstadt in die Kirche nach Bissau eingeladen. Er ermunterte seine jungen Glaubensgeschwister, auf Grundlage des Bibelworts aus Römer 8,29 („Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“) ein Vorbild für andere Menschen zu sein und so zu glauben, lieben sowie zu dienen wie Christus.
Während sich viele Menschen heute über ihre Andersartigkeit definierten und sich so von ihren Mitmenschen isolierten, gelte es für Christen, sich auf das Gemeinsame zu fokussieren: Jesus Christus als Ebenbild Gottes. „Die Nachfolge Christi ermöglicht es uns, Unterschiede zu überwinden und zum Heil anderer beizutragen“, so die Botschaft. Im Anschluss stellten die 50 jungen Gläubigen dem Bezirksapostel noch Fragen zu verschiedenen Themen aus ihrem Lebens- und Glaubensalltag.
Am Dienstag ging die Reise weiter auf die Kapverdischen Inseln (Bericht folgt).
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.