Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Senegal. Bezirksapostel Pöschel weihte in Linkéto und Coubanao Mitte März 2026 zwei neue Kirchen. In beiden Gottesdiensten setzte er Seelsorger in den Ruhestand, darunter mit Francisco Gomis den ersten einheimischen Apostel im Senegal. An den beiden Gottesdiensten nahmen mehr als 900 Gläubige teil.
Im Anschluss an seinen Aufenthalt in Gambia reiste Bezirksapostel Stefan Pöschel in den Senegal weiter. Am 20. März 2026 feierte er in Linkéto, am 21. März in Coubanao zwei Gottesdienste zur Einweihung neuer Kirchengebäude. Begleitet wurde er unter anderem von den Aposteln Tounkang Mané, René Lompo, Fimba Lompo, Alphonse Traoré, M’Bana Nyassi und Gert Opdenplatz.
Beide Gottesdienste standen zugleich im Zeichen des Abschieds. In Linkéto setzte der Bezirksapostel Bischof Alphousseyni Mané, in Coubanao Apostel Francisco Gomis in den Ruhestand. In Linkéto nahmen rund 500 Gläubige am Gottesdienst teil, darunter auch der Bürgermeister der Gemeinde Djirédji. In Coubanao versammelten sich mehr als 400 Teilnehmer.
Ruhesetzung in Linkéto
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus 1. Könige 19,7: „Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Bezirksapostel Stefan Pöschel stellte die Stärkung durch Gott in den Mittelpunkt. Am Beispiel des Propheten Elia zeigte er, dass Gott den Menschen auch in Zeiten der Erschöpfung nicht verlässt, sondern neue Kraft schenkt und Perspektiven eröffnet.
Zu Beginn des Gottesdienstes weihte der Bezirksapostel das neue Kirchengebäude. Als Bibelwort zur Widmung diente 1. Mose 28,17: „Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.“ Dabei erläuterte er insbesondere den Kindern das Bild der Himmelsleiter als Verbindung zwischen Gott und den Menschen.
Im Anschluss setzte der Bezirksapostel Bischof Alphousseyni Mané aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Alphousseyni Mané wurde 1970 geboren und empfing 1989 das Diakonenamt. Später diente er als Priester, Evangelist, Bezirksevangelist und Bezirksältester, bevor ihn Stammapostel Wilhelm Leber 2011 in Bamako zum Bischof ordinierte. In seiner Ansprache würdigte Bezirksapostel Stefan Pöschel den langjährigen Einsatz des Bischofs für die Gemeinden im Senegal.
Schon vor dem Gottesdienst hatten Kinder und Jugendliche die Besucher musikalisch empfangen.
Austausch mit den Aposteln aus Westafrika
Nach dem Gottesdienst fand eine Versammlung mit den leitenden Seelsorgern des Bezirks statt. Dabei berichteten die Apostel aus Westafrika von der angespannten Lage in ihren Ländern. Vor allem aus Mali, Niger und Burkina Faso schilderten sie erhebliche Sicherheitsprobleme. Terrorismus, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und staatliche Auflagen erschweren dort den Alltag der Gemeinden. Dennoch bleiben die Mitglieder mit ihrer Kirche verbunden und engagieren sich weiter in den Gemeinden.
Auch über Möglichkeiten humanitärer Hilfe wurde gesprochen. Dabei zeigte sich Bereitschaft zur Unterstützung, zugleich aber auch Zurückhaltung. Frühere Überlegungen, Hilfsgüter bereitzustellen, wurden verworfen, weil nicht sicher ist, ob diese die Bedürftigen erreichen. Zudem unterliegen finanzielle Transfers strenger staatlicher Kontrolle. Deshalb wird nach Wegen gesucht, Hilfe gezielt und verantwortungsvoll zu leisten, ohne die Gemeinden zusätzlich zu gefährden.
Bezirksapostel Pöschel zeigte sich betroffen von den Berichten. Zugleich sprach er den Aposteln und Amtsträgern Mut zu, trotz aller Schwierigkeiten standhaft zu bleiben, und sagte ihnen seine Gebete und seine Unterstützung zu.
Gottesdienst in Coubanao
Am folgenden Tag feierte Bezirksapostel Stefan Pöschel in Coubanao einen weiteren Weihegottesdienst. Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Matthäus 26,29: „Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“
Der Bezirksapostel stellte das Heilige Abendmahl als Verbindung zwischen Gegenwart und Zukunft heraus. Es erinnere an das Opfer Jesu Christi und verweise zugleich auf die künftige Gemeinschaft mit ihm im Reich Gottes.
Auch in Coubanao wurde die neue Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Als Bibelwort zur Widmung diente Offenbarung 21,3, das die Gemeinschaft Gottes mit den Menschen hervorhebt.
Apostel Gomis verabschiedet
Im Anschluss setzte er Apostel Francisco Gomis im Auftrag von Stammapostel Jean-Luc Schneider in den Ruhestand. Zuvor hatte sich der Apostel noch einmal selbst an die Gemeinde gewandt und erklärt, dass er künftig als Zuhörer am Gottesdienst teilnehmen und die Amtsträger weiter im Gebet begleiten wolle.
Francisco Gomis wurde im Dezember 2007 in Ziguinchor durch Stammapostel Wilhelm Leber zum Apostel ordiniert. Er war der erste Apostel der Neuapostolischen Kirche im Senegal. Sein Weg in die Kirche begann in den 1980er-Jahren, als er als Taxifahrer erste Seelsorger aus Europa begleitete. Später empfing er die Heilige Versiegelung und diente in verschiedenen Ämtern bis zum Apostelamt. „Sein Wirken prägte die Entwicklung der Kirche im Senegal“, berichtete Apostel Gert Opdenplatz.
Der Bezirksapostel dankte Apostel Francisco Gomis auch im Namen des Stammapostels für seinen langjährigen Dienst. In den Dank bezog er auch die Familie des Apostels ein. Vertreter der Gemeinden und der Jugendlichen verabschiedeten ihn anschließend mit persönlichen Worten und einem Geschenk.
Am Samstagabend reisten Bezirksapostel Pöschel, Apostel Opdenplatz und Bischof Strobel zurück nach Deutschland, wo sie am frühen Sonntagmorgen eintrafen.
Gruppenfot mit Kindern in der Gemeide Linkéto
8. April 2026
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Pascal Strobel,
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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