Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Angola. Im Anschluss an den Besuch auf São Tomé und Príncipe reiste Bezirksapostel Pöschel im Dezember 2024 weiter nach Angola. Dort weihte er ein neues Kirchengebäude und feierte mehrere Gottesdienste. Die Gläubigen empfingen ihn mit großer Erwartung.
Den ersten Gottesdienst als Bezirksapostel in Angola feierte Bezirksapostel Stefan Pöschel am Mittwoch, 11. Dezember 2024 in der Stadt Benguela. Die Küstenstadt mit einer halben Million Einwohnern liegt über 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Luanda im Westen. Dort weihte der Bezirksapostel ein neues Kirchengebäude für die Gemeinde Dedicação de Goa.
Band durchschnitten und Schlüssel übergeben
Vor der Kirche empfingen die „Mamas“ die Gäste musikalisch. Neben dem Bezirksapostel und Bezirksapostelhelfer João Uanuque Misselo (Angola) war auch Apostel Dimitrios Diniz (Portugal) mit dabei. Gemeinsam mit seinem Helfer zerschnitt der Bezirksapostel das symbolische Band an der Kirchentüre. Anschließend überreichte er dem Gemeindevorsteher den Schlüssel zum Gebäude.
In der Kirche erwarteten 176 Gläubige den Bezirksapostel zum Weihegottesdienst. Der Gemeinde gab dieser Offenbarung 21,3 mit auf den Weg: „Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“
Treffen mit den örtlichen Geistlichen
Nachmittags kamen die Seelsorger der Region mit dem Bezirksapostel zusammen. Dem geistlichen Teil legte er das Bibelwort aus 1. Johannes 1,3 zugrunde: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch.“ Er ermutigte seine Brüder, über den Glauben und ihre Erfahrungen mit Gott zu sprechen und jede Möglichkeit zur Mission zu nutzen. Dabei gelte es, an der Lehre Jesu Christi und der Apostel festzuhalten. 37 Amtsträger nahmen daran teil.
Noch am Abend ging es zurück in die Hauptstadt Luanda, wo der Bezirksapostel am nächsten Vormittag einige Gemeindestandorte besichtigte. Nachmittags standen Besprechungen in der Kirchenverwaltung an. Themen waren unter anderem Investitionen der Jahre 2024 und 2025.
Generalversammlung INA
Auch am nächsten Tag ging es um administrative Themen: In der Kirchenverwaltung fand die Generalversammlung der Neuapostolischen Kirche in Angola (INA) statt. Nachmittags waren die 17 Apostel mit dem Bezirksapostel zusammen. Dieser vertiefte im geistlichen Teil Gedanken des Stammapostels aus der vorangegangenen Bezirksapostelversammlung in Accra (Ghana).
Weitere Themen im administrativen Teil waren die Entwicklungen bei Mitgliederzahlen und dem Opfer, die Meldewege für Statistiken sowie der Ablauf bei Wartungen von Kirchenfahrzeugen.
Die Bedeutung von Vergebung
Am Samstag hatten sich 1.400 Amtsträger mit ihren Partnerinnen in der Zentralkirche Palanca zu einem Gottesdienst für Geistliche versammelt. Der Bezirksapostel predigte mit dem Bibelwort aus Matthäus 6,12: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“
Inhaltlich ging es um die Bedeutung der Vergebung – und den Unterschied zum Vergessen. Gott erwarte gar nicht, dass schlechte Erfahrungen aus dem Gedächtnis gelöscht werden, erläuterte der Bezirksapostel. Vergebung erfolge dann, wenn man im Gedanken an die Tat keine Wut, keinen Hass und auch kein Streben nach Rache mehr verspüre. Um eigene Vergebung von Gott zu erlangen, erwarte dieser Anstrengung von den Gläubigen, dem Nächsten wirklich vergeben zu wollen.
Vergebung habe auch eine befreiende Wirkung: „Wer dem Nächsten vergibt, der nimmt ihm die Macht, die er zuvor über die Seele und euer Leben hatte.“
Open-Air-Gottesdienst in Zango 3
Höhepunkt des Besuchs in Angola war ein Festgottesdienst auf dem Gelände der Kirche Zango 3 in Luanda. Dort hatten sich 3.300 Gläubige versammelt. Weitere über 7.000 neuapostolische Christen in 64 Gemeinden erlebten den Gottesdienst live per YouTube-Übertragung mit.
Grundlage der Predigt war in diesem Gottesdienst Philipper 3, 20.21: „Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.“
Der Bezirksapostel betonte, dass Gott für seine Kinder sorgt und dass das Ziel der Gläubigen die ewige Gemeinschaft mit Gott sei. Das Leben der Gläubigen solle darauf ausgerichtet sein, sich auf diese Gemeinschaft vorzubereiten und Jesus Christus als Vorbild zu nehmen. Er rief die Zuhörer auf, ein unerschütterliches Vertrauen zu Gott zu haben und sich durch die Gnade und Erlösung Jesu Christi zu bemühen, vollkommen in der Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu werden.
Rückreise über Portugal
Am Montag reiste Bezirksapostel Pöschel über Lissabon zurück nach Deutschland. Es war seine neunte Auslandsreise seit der Beauftragung als Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland im Juni 2024 und die dritte Pastoralreise in von ihm betreute außereuropäische Länder.
7. Februar 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz
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