Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Luanda. Vom 1. bis 4. Juli 2025 war Bezirksapostel Stefan Pöschel auf Pastoralreise in Angola. Im Zentrum standen Besprechungen, ein Gottesdienst in Bengo Ambriz sowie ein Austausch mit Musikverantwortlichen aus den Provinzen des Landes.
Am ersten Tag seiner Reise traf der Bezirksapostel am Dienstagmorgen in Luanda ein. Bereits am Mittag fand eine Besprechung mit kirchlichen Verantwortlichen und einem Architekten statt. Themen waren unter anderem der Stand der Bauprojekte mit kirchlichen Grundstücken, die geplante Anschaffung von und Umgang mit kirchlichen Fahrzeugen sowie der Fortgang des Schulprojekts in Quipungo.
Gottesdienst im Zeichen der geistlichen Begleitung
Am Mittwoch reiste der Bezirksapostel rund drei Stunden in die nordwestlich gelegene Gemeinde Agua da Vida in Bengo Ambriz. Dort feierte er einen Gottesdienst mit 156 Gläubigen.
Grundlage war das Bibelwort aus 2. Mose 13,21: „Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.“
Die beiden Säulen stehen als Symbol für göttliche Führung und Begleitung – auch heute gebe der Heilige Geist Orientierung, wie der Bezirksapostel in seiner Predigt ausführte. Der Gottesdienst wurde von einem Chor musikalisch begleitet.
Förderung musikalischer Bildung
Parallel zur Reise wurde erstmalig ein musikalisches Ausbildungsprogramm für Kinder vorgestellt. Fabian Reichart, Leiter des Referats Kirchenmusik in der Kirchenverwaltung Dortmund, stellte das Konzept am 2. Juli bei einem Treffen mit hauptverantwortlichen Musikerinnen und Musikern in der Zentralkirche Palanca vor.
Ziel ist es, geeignete Lehrkräfte auszubilden, die künftig eigenständig die musikalische Ausbildung in den Provinzen verantworten können. Das Programm trägt Züge eines „Teach-the-Teacher“-Konzepts und ist auf Nachhaltigkeit und Sicherung des musikalischen Nachwuchses ausgerichtet.
Im Fokus der Ausbildung stehen sowohl musiktheoretische als auch pädagogische Inhalte. So werden die Teilnehmenden mit einem eigens entwickelten Lehrwerk in den Fächern Gehörbildung, Harmonielehre, Musiktheorie sowie Grundlagen der Entwicklungspädagogik geschult. Ergänzt wird das Curriculum durch praktische Unterrichtseinheiten in den Bereichen Tasten- und Streichinstrumente.
„Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die langfristig tragfähig sind und eine qualitativ hochwertige musikalische Bildung vor Ort ermöglichen“, so Fabian Reichart.
Praktische Übungen erarbeitet
Am Donnerstagvormittag fand eine offene Austauschrunde statt, in der gemeinsam über die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten reflektiert wurde. Dabei wurden unter anderem dirigentische Grundlagen aufgefrischt und praktische Übungen erarbeitet.
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich dankbar für den intensiven Austausch und die klaren Perspektiven, die sich aus dem neuen Projekt ergeben“, berichtet Fabian Reichart. Die musikalische Arbeit in den Gemeinden solle dadurch nicht nur gestärkt, sondern vor allem zukunftssicher gemacht werden.
Verwaltung und Seelsorge im Fokus
Am Donnerstag besichtigte der Bezirksapostel ein Kirchengebäude. Nachmittags folgte eine Versammlung mit Bezirksvorstehern und Vorstehern in Palanca. Inhaltlich schloss das Treffen an die vorangegangene Bezirksapostelversammlung in Wiesbaden an und griff zentrale Gedanken zur Seelsorgearbeit auf.
Zum Abschluss der Reise fand am Freitag, 4. Juli 2025, ein gemeinsames Mittagessen mit den Mitarbeitern der Kirchenverwaltung statt. Am Abend trat der Bezirksapostel den Rückflug nach Europa an.
23. Juli 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz,
Fabian Reichart
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