Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Westdeutschland zählte am 31. Dezember 2023 genau 104.045 Mitglieder. Im Vergleich zu 2022 sind das 1.524 Mitglieder weniger. Weltweit betreute Bezirksapostel Rainer Storck 597.786 neuapostolische Christen in über 4.200 Gemeinden.
Im Jahr 2023 empfingen in der Gebietskirche 295 Menschen das Sakrament der Heiligen Wassertaufe. Die Heilige Versiegelung wurde an 284 Kindern und 76 Erwachsenen vollzogen. Sie zählen damit als neue Mitglieder.
1.429 neuapostolische Christen sind verstorben. Darüber hinaus verzeichnete die Gebietskirche mehr Wegzüge als Zuzüge: 7.940 zu 7.922, wobei in der Summe auch Gemeindewechsel innerhalb der Gebietskirche enthalten sind.
Unter dem Strich bleibt für Westdeutschland ein Minus bei den Mitgliederzahlen von 1,4 Prozent (nach 2,1 Prozent in 2022).
2023 wurden 281 junge neuapostolische Christen mit 14 Jahren konfirmiert. 106 Paare empfingen den Segen zur Trauung. Aus der Kirche ausgetreten sind 117 Mitglieder. Demgegenüber stehen sechs Wiedereintritte.
OWL ist größter Bezirk
Größter Kirchenbezirk in Westdeutschland ist Ostwestfalen-Lippe mit 6.398 Mitgliedern. Dahinter folgen Ruhr-Mitte (5.328 Mitglieder), Dortmund (5.041 Mitglieder), Ruhr-West (4.341 Mitglieder) und Bergisches Land (4.336 Mitglieder). Die kleinsten Bezirke waren am 31. Dezember 2023 Marburg (1.369 Mitglieder), Trier (1.752 Mitglieder), Hagen (1.774 Mitglieder), Dinslaken (1.789 Mitglieder) und Iserlohn (1.828 Mitglieder).
Die durchschnittliche Teilnehmerzahl in den Gottesdiensten am Sonntagmorgen lag 2023 landesweit bei 20.089 Teilnehmern, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit besuchten im Schnitt rund 51 Prozent der aktiven Mitglieder die Sonntagsgottesdienste beziehungsweise 19 Prozent der Gesamtmitglieder. Die Besucherzahlen haben sich nach der Corona-Pandemie deutlich erholt, liegen aber immer noch etwa ein Drittel niedriger als vor dem Jahr 2020.
597.000 Mitglieder im Bezirksapostelbereich
Bezirksapostel Rainer Storck betreute 2023, gemeinsam mit Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel und den jeweils zuständigen Aposteln, Gemeinden in insgesamt 44 Ländern und Gebieten.
Die Gesamtsumme der Mitglieder in den von ihm betreuten Gebietskirchen (ohne Westdeutschland) stieg von 485.211 am Jahresanfang 2023 um 8.530 auf 493.741 Mitglieder am Jahresende. Nimmt man Westdeutschland hinzu, stieg die Zahl der Mitglieder im gesamten Bezirksapostelbereich um 7.006 auf 597.786 Mitglieder (plus 1,2 Prozent).
Im Bezirksapostelbereich empfingen 12.583 Gläubige das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Die durchschnittliche Besucherzahl in den Sonntagsgottesdiensten liegt bei 116.891 Gläubigen.
In sieben Ländern, die zum Zuständigkeitsbereich von Westdeutschland zählen, gibt es keine Gemeinden. Das sind Afghanistan, Guadeloupe, Irak, Iran, Jordanien, Monaco und Syrien. 2022 konnten Gemeinden in Marokko und Tunesien nach Besuchen des zuständigen Apostels reaktiviert werden.
Sieben Apostel und acht Bischöfe
In Westdeutschland wirkten Ende 2023 neben dem Bezirksapostel sieben Apostel (darunter ein Bezirksapostelhelfer), acht Bischöfe, 23 Bezirksältesten, 46 Bezirksevangelisten, 63 Hirten, 155 Gemeindeevangelisten, 1.594 Priester und 1.662 Diakone. In der Summe werden die neuapostolischen Christen im Inland von 3.559 Seelsorgern betreut. Damit betreut ein Seelsorger durchschnittlich 29 Gläubige.
Für die Mitglieder in den weiteren Gebietskirchen (also ohne Westdeutschland) sind 29 Apostel (darunter ein Bezirksapostelhelfer in Angola) und 43 Bischöfe sowie 6.976 weitere priesterliche Amtsträger und 5.073 Diakone zuständig.
Mehr als 4.200 Gemeinden und Stationen
Die neuapostolischen Christen aus den Gebietskirchen des Bezirksapostelbereichs versammeln sich in 4.221 Gemeinden. Insgesamt verfügten Ende des letzten Jahres 1.077 Gemeinden im Bezirksapostelbereich über eigene Kirchengebäude.
Die Mitglieder aus den weiteren Gemeinden versammeln sich in anderen Versammlungsstätten (vor allem in Angola, Guinea-Bissau und São Tomé e Príncipe).
Auszug aus dem Jahresbericht
Die statistischen Informationen stammen aus dem Jahresbericht 2023 der Gebietskirche Westdeutschland. Er enthält einen Überblick über die Aktivitäten der Gebietskirche und zeigt die Verwendung der kirchlichen Mittel auf.
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