Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland. Am Erntedanksonntag danken die Christen für Gottes Treue seiner Schöpfung gegenüber. In Deutschland wird der Erntedanktag am Sonntag, dem 5. Oktober 2025 gefeiert. Zu den Gottesdiensten in den neuapostolischen Kirchen um 10 Uhr ist jeder herzlich willkommen.
Zum Erntedanktag geben viele Gläubige ein besonderes finanzielles Opfer, um Gott für seine Fürsorge, seine Gnade und seinen Segen zu danken. Bezirksapostel Stefan Pöschel hat dazu einen Rundbrief veröffentlicht, der in den westdeutschen Gemeinden ausliegt. In den betreuten Gebieten im Ausland wird der Brief vorgelesen.
Rundbrief zu Erntedank
Darin schreibt der Bezirksapostel zum Bibelwort aus Psalm 116,17 "Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.":
"Am 5. Oktober feiern wir in Deutschland das Erntedankfest. Traditionell werden insbesondere in ländlichen Regionen Erntefeste mit Umzügen, geschmückten Wagen, Musik und Tanz gefeiert. Es gibt an vielen Orten Dorf- und Stadtfeste mit saisonalen Gerichten wie beispielsweise Kürbissuppe, jungen Wein und Zwiebelkuchen. In den Kirchen wird in Gottesdiensten für die Ernte und Gaben der Natur gedankt, die Altäre sind meist mit Erntegaben wie Obst, Getreide, Brot und Blumen festlich geschmückt.
Wir Christen danken Gott für die Treue seiner Schöpfung gegenüber und seine Zusage: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22)
Zur neuapostolischen Tradition zählt auch, dass wir als Gläubige anlässlich des Erntedankfestes zu einem besonderen Dankopfer aufgerufen sind. Wir praktizieren unsere Dankbarkeit Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist gegenüber in Wort und Tat. Hierbei schauen wir nicht nur auf die Ernte im Natürlichen, sondern bewegen auch den Dank für Gottes geistlichen Segen im Herzen: für den Frieden aus dem Opfer Christi, die Wegweisung durch den Heiligen Geist, die Zuversicht aus der Hoffnung auf das baldige Wiederkommen des Friedefürsten Jesus Christus sowie die Aufrichtung des Friedensreiches auf Erden.
Das Dankopfer ist aber kein Spendenaufruf und sollte damit nicht verwechselt werden. Im Laufe des Jahres erreichen uns sicher mehrere Bitten von Hilfsorganisationen, für Menschen in Not nach Naturkatastrophen oder von gemeinnützigen Organisationen, für wohltätige Zwecke zu spenden. Spendenkonten werden dann in den Medien oder durch Postsendungen mitgeteilt. Auch dieser kirchliche Flyer enthält eine Bankverbindung mit der Bitte, das Opfer möglichst zu überweisen, alternativ kann dieses aber auch in die Opferkästen eingelegt werden.
Der Psalmist bringt es auf den Punkt: „Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.“ Die beiden ersten Worte sind entscheidend: Ein Opfer wird aus einer festen Glaubensbeziehung zu Gott freiwillig gegeben! Dem Volk Israel gab Gott detaillierte Hinweise, wie sie Brandopfer (Tiere), Speisopfer (Erntegut) und auch Dankopfer Gott in der Stiftshütte und später im Tempel darbringen sollten (vgl. 3. Mose 1-3).
Gott schaut beim Opfer aber nicht nur auf die Einhaltung der äußeren Form, sondern er sieht auf den Glauben und die Herzenseinstellung: „Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain …“ (Hebräer 11,4). Der Herr Jesus setzte sich im Tempel dem Gotteskasten gegenüber und sah, wie das Volk Geld einlegte. Gegenüber seinen Jüngern hat er die Hingabe der armen Witwe und deren Glauben herausgehoben (vgl. Markus 12,41-44).
Unser Dankopfer weihen wir allein Gott. Im Gottesdienst am Erntedanktag können wir Gottes Namen anrufen und ihn um den Segen für unser Opfer im persönlichen Gebet bitten, unabhängig davon, ob wir unser Opfer überwiesen oder in den Opferkasten eingelegt haben.
Mögen wir alle erleben: „Des Gerechten Opfer lässt den Altar glänzen, und der liebliche Geruch kommt vor den Höchsten.“ (Sirach 35,8)
Gern bete ich mit euch um Gottes reichen geistlichen Segen für eure Opfertreue."
Dankopfer 2025
Die Kirche bittet darum, das Opfer möglichst zu überweisen, um den administrativen Aufwand für die Beauftragten in den Gemeinden zu reduzieren. Das Dankopfer kann jedoch auch am Sonntag, dem 5. Oktober 2025 wie gewohnt in die dafür aufgestellten Opferkästen in den Gemeinden eingelegt werden.
Empfänger: Neuapostolische Kirche Westdeutschland
Verwendungszweck: Dankopfer 2025
IBAN: DE80 3702 0500 0008 6670 00
BIC: BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
1. Oktober 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Bildarchiv
Medien:
Jennifer Lennermann
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