Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Toulouse. Beim Gottesdienst in der südfranzösischen Stadt Toulouse stand am Sonntag, dem 18. Januar 2026 das Vertrauen auf Gottes Nähe und Gnade im Mittelpunkt. Stammapostel Schneider wurde begleitet von Bezirksapostel Pöschel und dem für Frankreich zuständigen Apostel Leibfried.
Mehrere Hundert Gläubige aus dem Bezirk Südfrankreich erlebten am Sonntag, 18. Januar 2026, einen Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider in Toulouse. Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Psalm 57,2–3: „Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.“
In der Predigt betonte der Stammapostel die völlige Abhängigkeit des Menschen von Gottes Gnade: „Alles, was wir haben, verdanken wir nicht unseren eigenen Verdiensten, sondern der Gnade Gottes.“ Wer bete „Ich brauche dich, Gott“, erkenne an, dass Glück und innerer Friede ohne Gottes Nähe nicht möglich seien.
Vertrauen als Kern christlichen Glaubens
In der Predigt erklärte der Stammapostel die Zeilen des Psalms als Ausdruck tiefen Vertrauens in Gottes Beistand – gerade in Zeiten von Bedrängnis. Wer sich an Gott wende, tue dies in dem Bewusstsein, dass Hilfe, Trost und Heil nicht aus eigener Kraft, sondern aus göttlicher Gnade kommen. „Alles, was wir haben, verdanken wir nicht unseren eigenen Verdiensten, sondern der Gnade Gottes“, sagte Jean-Luc Schneider. Es gehe nicht nur darum, dass Gott Probleme löse, sondern um die tiefe Sehnsucht nach seiner Gegenwart.
Im weiteren Verlauf sprach er von einer doppelten Motivation des Glaubens: der Erkenntnis menschlicher Begrenztheit und der Liebe zu Gott. „Ohne ihn kann mein Glück nicht vollkommen sein“, betonte er. Der Wunsch nach Gottes Nähe sei nicht nur in Krisen präsent, sondern Ausdruck einer grundsätzlichen geistlichen Haltung. Dabei machte er deutlich: „Der Glaube besteht nicht darin, dass Gott uns von Sorgen und Nöten befreit, sondern dass er uns in allem begleitet.“
Der Mensch könne niemals aus sich selbst gerecht werden. Es bedürfe der Gnade zur Reinigung und Heiligung, um mit dem vollkommenen Gott in Verbindung zu treten.
„Es ist Gott, der handelt“
Bezirksapostel Stefan Pöschel betonte die aktive Rolle Gottes im Leben der Gläubigen: „Gott ist kein ferner Beobachter. Er handelt – aus Liebe, aus Treue, aus Fürsorge.“ Der Ruf zu Gott, wie ihn der Psalm beschreibt, sei kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck lebendigen Glaubens. Wer sich an Gott wende, bezeuge damit das Vertrauen darauf, dass Gott eingreift, tröstet und verändert. „Wir rufen nicht ins Leere, sondern zu einem Gott, der hört und hilft“, so der Bezirksapostel.
Übertragung in Teile Frankreichs
Der Gottesdienst wurde in den Bezirk Südfrankreich übertragen. Musikalisch wurde er durch Beiträge des Chors und eines kleinen Orchesters mitgestaltet.
9. Februar 2026
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
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