Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Kapverden/Sal. Bezirksapostel Stefan Pöschel besuchte am 10. Februar 2026 die neuapostolischen Christen auf der kapverdischen Insel Sal. Am Abend hielt er in der Gemeinde Santa Maria einen Gottesdienst mit 56 Teilnehmern. Es war sein zweiter Besuch in dem westafrikanischen Inselstaat.
Der Besuch auf den Kapverdischen Inseln dauerte nur kurz: Bezirksapostel Stefan Pöschel traf von Lissabon aus am 9. Februar per Flugzeug kurz vor Mitternacht auf der Insel Sal ein und reiste bereits am späten Abend des 11. Februar wieder ab. In den Tagen zuvor hatte er die neuapostolischen Christen in Angola besucht.
Am 10. Februar nutzte der Bezirksapostel gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kirche die Zeit für Gespräche und organisatorische Fragen. Besichtigt wurde unter anderem das Wohngebäude der Kirche auf Sal mit seinen elf Appartements. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie diese künftig effizienter genutzt werden können. Auch verschiedene Verwaltungsangelegenheiten wurden besprochen. Außerdem besuchte der Bezirksapostel die Kirche in Espargos.
Gottesdienst in Santa Maria
Am Abend fand der Gottesdienst in der Gemeinde Santa Maria statt. Die Gläubigen versammelten sich in dem Versammlungsraum im Erdgeschoss des kirchlichen Wohngebäudes.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Psalm 57,2–3: „Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.“
In seiner Predigt ging Bezirksapostel Stefan Pöschel auf den Hintergrund dieses Psalms ein. König David habe die Worte in einer Zeit großer Bedrängnis gesprochen, als er vor Saul fliehen musste und Zuflucht in einer Höhle suchte. Trotz dieser schwierigen Situation vertraute David auf Gottes Hilfe und Schutz.
Schutz bei Gott suchen
Auch heute könnten Menschen in sehr unterschiedlichen Notsituationen stehen – etwa wenn Gesundheit, Familie oder Lebensplanung bedroht seien. In solchen Momenten dürfe der Mensch wie David Zuflucht bei Gott suchen und ihn um Hilfe bitten. Diese Hilfe sei kein Anspruch, sondern Gnade. Gott kenne die Situation jedes Einzelnen und wisse, was für den Menschen gut sei.
Der Bezirksapostel betonte außerdem, dass die Suche nach Zuflucht bei Gott mehr sei als ein Gebet in schwierigen Momenten. Entscheidend sei es, Gottes Wort im Glauben anzunehmen und danach zu handeln. Ebenso gehöre dazu, an der Gemeinschaft der Gläubigen festzuhalten und sie aktiv zu stärken. Die Gemeinde solle ein Ort sein, an dem Menschen Unterstützung, Vergebung und neue Hoffnung finden.
Predigtbeiträge aus den Gemeinden
Im Gottesdienst wirkten auch zwei Bezirksvorsteher mit: Priester Kleiton Mendes aus Praia sowie Priester Manuel Santos von der Insel Fogo. Insgesamt nahmen 56 Gläubige am Gottesdienst teil. Auf der Insel Sal gibt es zwei neuapostolische Gemeinden: Espargos und Santa Maria.
Noch am späten Abend trat Bezirksapostel Pöschel die Rückreise nach Lissabon an.
Die Insel Sal
Sal liegt im Nordosten des kapverdischen Archipels im Atlantischen Ozean. Mit einer Fläche von rund 216 Quadratkilometern zählt sie zu den kleineren bewohnten Inseln des Landes. Der Hauptort Espargos ist zugleich Standort des internationalen Flughafens Amílcar Cabral, der als wichtigstes Drehkreuz für den Flugverkehr der Kapverden gilt.
Die Insel ist flach und trocken und wird landschaftlich von weiten Ebenen, ehemaligen Salinen und langen Sandstränden geprägt. Ihren Namen verdankt sie dem Salzabbau, der früher eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielte. Heute ist Sal vorwiegend ein Zentrum des Tourismus auf den Kapverden. Besonders der Küstenort Santa Maria mit seinen Stränden zieht viele Besucher an.
Neuapostolische Kirche auf den Kapverden
Die Neuapostolische Kirche ist seit 1982 auf den Kapverdischen Inseln präsent. Damals besuchten Apostel Hermann Magney und Evangelist Auguste Lauchenauer erstmals den Inselstaat und hielten in Praia einen ersten Gottesdienst mit 18 Teilnehmern. Bereits wenige Monate später wurden die ersten Gläubigen versiegelt, und die junge Gemeinde wuchs schnell.
1986 erhielt die Neuapostolische Kirche die staatliche Anerkennung auf den Kapverden, zwei Jahre später wurde in Praia das erste Kirchengebäude eingeweiht. Heute gehören 4.437 Mitglieder zur Kirche. Sie versammeln sich in 65 Gemeinden und werden von 225 Geistlichen betreut.
Im August 2024 hatte Bezirksapostel Pöschel erstmals Gemeinden auf den Kapverdischen Inseln besucht. Damals führte ihn die Reise auf die Inseln Santiago und Fogo.
16. März 2026
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz,
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.