Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Gießen. 42 Jahre lang engagierte sich Bezirksevangelist Dirk Ehrenfried als ehrenamtlicher Seelsorger und übernahm dabei Leitungsaufgaben in Gemeinden und Kirchenbezirken. Am 27. September 2026 verabschiedete ihn Apostel Kisselbach im Gottesdienst in Gießen in den Ruhestand.
Im Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche Gießen-Süd würdigte Apostel Gerd Kisselbach das Engagement von Bezirksevangelist Dirk Ehrenfried. Der 66-Jährige habe Glauben vermittelt und sich für Kinder und Jugendliche eingesetzt. „Der Herr hat mit Wohlgefallen darauf geschaut und uns hat es wohlgetan“, sagte der Apostel.
Nach einem gemeinsamen Gebet folgte mit Handschlag die Ruhesetzung. Der Gießener Bezirksvorsteher Matthias Rauch schloss sich den Dankesworten des Apostels an.
Vom Diakon zum Bezirksevangelisten
Die ehrenamtliche Seelsorgetätigkeit von Bezirksevangelist Ehrenfried begann mit der Ordination zum Diakon am 11. März 1984. Nach weiteren Ordinationen wurde er im November 2009 Bezirksevangelist. Er war Gemeindevorsteher in Herborn und Haiger sowie stellvertretender Bezirksvorsteher in den Kirchenbezirken Siegen und später Gießen.
Weiterhin übernahm er Chorleitungsaufgaben und engagierte sich in der Kinder- und Jugendseelsorge. Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehörten außerdem Verwaltungsaufgaben im Bezirk und die Veranstaltungsorganisation, darunter die Vorbereitung von Festgottesdiensten, Bezirksfesten sowie Advents- und Weihnachtsfeiern.
Vertrauen auf Gottes Kraft
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Jesaja 40,31: „aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“
Apostel Kisselbach erläuterte den historischen Zusammenhang: Der Prophet habe dem Volk Israel in einer von Krieg und Gefangenschaft geprägten Zeit Trost zugesprochen. Auch heute seien Menschen mit schwierigen und belastenden Lebenssituationen konfrontiert. Göttlicher Trost könne ihnen darin eine Hilfe sein.
Das im Bibelwort angesprochene „Harren“ bedeute, sich beständig auf Gott zu verlassen. Der Apostel beschrieb drei Aspekte dieses Trostes: Gott stärke den Glauben, vertiefe durch seine Liebe die Beziehung zu ihm und halte die Hoffnung auf die Zukunft lebendig.
„Er macht alles gut“
Bezirksevangelist Ehrenfried betonte in seinem letzten Predigtbeitrag vor dem Ruhestand ebenfalls das Vertrauen auf Gott. Wer die Beziehung zu ihm pflege, könne erfahren, dass Gott in jeder Lebenssituation gegenwärtig sei. „Wir wollen daher auch in Zukunft auf Gott harren. Er macht alles gut“, sagte der Bezirksevangelist.
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