Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Dortmund. Sechs Monate lang hatten ab Oktober 2010 Einführungskurse zur Lautsprache begleitenden Gebärdensprache (LBG) stattgefunden. Insgesamt 68 Teilnehmer waren in drei parallel veranstalteten Kurseinheiten je viermal zusammengekommen, um erste Grundlagen dieser Kommunikationsform zu erlernen. Nun wurden ihnen im Rahmen eines Gottesdienstes für Hörgeschädigte die Abschlussurkunden für die Teilnahme überreicht.
Bischof Krebs führte diesen Gottesdienst am Sonntag, 10. April 2011, im Gemeinschaftszentrum Dortmund (GZD) durch. Dazu waren neben den Kursteilnehmern die hörgeschädigten Glaubensgeschwister und ihre Seelsorger und Betreuer aus allen nordrhein-westfälischen Bezirken eingeladen.
Kurse an Samstagen und Sonntagen
Die Kursteilnehmer waren einem Aufruf gefolgt, den Bezirksapostel Armin Brinkmann im September 2010 veranlasst hatte. Darin hatte er um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworben, die die Arbeit der Amtsträger, Betreuerinnen und Betreuer in diesem Kreis verstärken sollte.
In drei Gruppen von gut zwanzig Teilnehmern waren sie seit Oktober 2010 zu je vier Kursen an Samstagen und Sonntagen zusammengekommen. Priester Heinz-Jürgen Ott, einer der Organisatoren dieser Qualifizierungsmaßnahme, dankte ihnen nun für ihren Einsatz und überreichte zusammen mit Bischof Horst Krebs die Teilnahmebescheinigungen der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen.
Intensivere Seelsorge an Hörgeschädigten
Bischof Krebs, noch bis zu Beginn seines Ruhestands am 1. Mai 2011 für die Seelsorge an hörgeschädigten Glaubensgeschwistern in den nordrhein-westfälischen Bezirken zuständig, freute sich über die rege Beteiligung. "So kann die seelsorgerliche Betreuung intensiviert werden", blickte er zuversichtlich in die Zukunft.
Besonders freue ihn, so der Bischof, dass neue zusätzliche Betreuer aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens dabei seien und dass etwa ein Viertel der Teilnehmer im Diakonenamt oder im priesterlichen Dienst der Kirche stünden. Das gewährleiste eine Seelsorge, die über die bisherigen Beschränkungen auf Begleitung bei regionalen und überregionalen Gottesdiensten und Zusammenkünften hinausgehe.
Predigt zum Gottesdienst
Die Predigt des Bischofs im Gottesdienst behandelte das Bibelwort: "Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden." (Philipper 3,10)
Den Schwerpunkt legte der Bischof auf die Kraft Gottes in der Auferstehung Jesu Christi. Der Mensch komme selbst in die Auswirkung dieser Kraft durch die Annahme des Wortes Gottes und durch die Spendung der Sakramente der Kirche, so die Kernbotschaft der Predigt.
Zur Freude aller Anwesenden konnte der Bischof einen schon längere Zeit an den Gottesdiensten und den weiteren Veranstaltungen der Hörgeschädigten teilnehmenden Gast in die Gemeinde aufnehmen. Mit dieser Handlung wird in der Neuapostolischen Kirche die vollgültige Berechtigung der Teilhabe am Sakrament des Heiligen Abendmahles gewährt.
Apostel Rainer Storck übernimmt Verantwortung
Für Bischof Krebs war es der letzte Gottesdienst, den er als verantwortlicher Seelsorger mit der nordrhein-westfälischen Hörgeschädigten-Gemeinde feierte. Diese Aufgabe wird in Zukunft Apostel Rainer Storck übernehmen, der auch schon verantwortlich zeichnet für die Seelsorge an der Gruppe der "Handicapped-Kids" (Familien von Angehörigen mit Behinderungen).
Am Sonntag, den 15. Mai 2011, wird er im Dortmunder Gemeinschaftszentrum einen Gottesdienst für die Gruppe der Hörgeschädigten durchführen. In diesem Gottesdienst wollen sie Bischof Krebs aus ihrem Kreis verabschieden. Auch der für die Hörgeschädigten-Seelsorge seit mittlerweile fünf Jahren über die Altersgrenze von 65 Jahren hinaus tätige Priester Peter Manthey soll dann von dieser Arbeit entlastet werden.
Kurse für Gebärdensprache beendet
15. April 2011
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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