Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Dortmund. Von der Insolvenz des Strom- und Gasanbieters Teldafax ist die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen nur am Rande betroffen. Die Kirche hat bereits Anfang des Jahres einen Anbieterwechsel eingeleitet.
"Wir haben derzeit zwar ein wenig mehr an administrativem Aufwand, aber Geld haben wir nicht verloren", sagt Dieter Zawada, der in der Finanzabteilung der Kirchenverwaltung unter anderem für die Nebenkostenabrechnungen zuständig ist. Dies liegt auch daran, dass die Kirche nicht per Vorauskasse gezahlt hat.
70.000 Euro Ersparnis
Seit 2008 werden die Kirchen in Nordrhein-Westfalen von einem zentralen Stromanbieter versorgt (wir berichteten). Durch diesen Schritt sparte die Neuapostolische Kirche allein im ersten Jahr rund 70.000 Euro. 2008 waren das fast 25 Prozent der jährlichen Stromkosten. Durchschnittlich sanken die Ausgaben je Gemeinde damals um etwa 140 Euro im Jahr.
Als Stromanbieter hatte das Troisdorfer Unternehmen Teldafax damals das beste Angebot vorgelegt. Zudem übernahm die Firma auch einen Großteil der administrativen Aufgaben und die Abrechnung. Auch diese zentrale Abwicklung sparte Geld.
Wechsel des Anbieters
Alarmiert durch die verschiedenen Medienberichte bezüglich der Finanzprobleme von Teldafax leitete die Kirche bereits Anfang des Jahres den Wechsel zu einem anderen Anbieter ein. Dieser Vorgang ist in großen Teilen bereits abgeschlossen. Problematisch waren allerdings einige Fälle, in denen seitens Teldafax Daten der Verbrauchsstellen nicht vollständig an den neuen Versorger weitergeleitet wurden. Als Folge sind einige Kirchengebäude kurzfristig in die Grundversorgung der örtlichen Anbieter gefallen.
"Das hat uns in den letzten Wochen etwas Arbeit gekostet", so Dieter Zawada. "Aber der neue Anbieter hat sich sehr bemüht, so dass wir die Probleme in den meisten Fällen schnell lösen konnten."
Gasversorgung ebenfalls umgestellt
Nach dem Erfolg mit der zentralen Stromversorgung werden die Gebäude der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen inzwischen auch von einem ausgewählten Anbieter mit Gas beliefert. Auch dies trägt neben einer kontinuierlichen Modernisierung der Kirchengebäude dazu bei, die Nebenkosten für die Kirchengebäude möglichst niedrig zu halten und die Umwelt zu schonen.
29. Juli 2011
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
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