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Die Bezirksapostel Engelauf und Brinkmann verband eine tiefe Freundschaft

Lebenslauf von Bezirksapostel Engelauf

 

Bielefeld. Hermann Engelauf wurde am 19. Dezember 1924 in Bielefeld geboren. Seine Eltern, Ernst und Martha Engelauf, waren bereits neuapostolisch. Schon damals prägte sich das ein, was die Eltern ihren Kindern immer wieder sagten: „Wenn ihr an der Hand des Stammapostels bleibt, werdet ihr das Ziel des Glaubens nicht verfehlen.“ Dieser Grundsatz prägte das ganze Leben des späteren Bezirksapostels.

Sein Vater wirkte als Bezirksevangelist an der Seite des Bezirksältesten Hermann Niehaus Junior, dem Sohn des damaligen Stammapostels Hermann Niehaus. Hermann Engelauf und sein Bruder Friedel erlebten daher oft den Stammapostel aus nächster Nähe auf seinem Anwesen in Steinhagen-Quelle oder wenn er ihre Eltern besuchte.

Lehre als Augenoptiker

Aus beruflichen Gründen zog Ernst Engelauf mit seiner Familie 1934 nach Dortmund, wo sich ein enger Kontakt zu Bezirksapostel Hermann Magney entwickelte. 1939 ging es wieder zurück nach Bielefeld, wo Hermann Engelauf eine Lehre als Augenoptiker begann.

Drei Jahre später musste er vorzeitig die Prüfung ablegen, da er zeitgleich mit seinem Bruder Friedel zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach kurzer Ausbildung in Cottbus wurde Friedel Engelauf im Januar 1943 an die russische Front versetzt, wo er im Oktober des gleichen Jahres fiel.

Kriegsgefangenschaft in England und Amerika

Da Hermann Engelauf mit seinen 17 Jahren die Kondition fehlte, wurde er nicht direkt ins Feld geschickt, sondern zu einer neu aufgestellten Division und erst später nach Russland. Nach einer Verwundung kam er zurück in die Heimat und wurde in Aachen an der Westfront erneut verwundet. 1944 geriet er dort in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Über verschiedene Feldlazarette wurde er zunächst nach England und später, dank eines dort getroffenen neuapostolischen Mitgefangenen, nach Louisiana in die Vereinigten Staaten von Amerika transportiert.

1946 kam Hermann Engelauf zurück nach Deutschland. Dort trat er wieder in seine Lehrfirma ein und bereitete sich auf die Prüfung zum Augenoptikermeister vor. Drei Jahre später machte er sich als Augenoptiker selbstständig.

Hochzeit in Bielefeld 1947

Am 25. Mai 1947 heiratete er seine Frau Ruth, Tochter des späteren Bezirksältesten Theodor Wiedemann aus Hannover. Sie hatten sich bereits als Kinder kennengelernt und nach seiner Rückkehr aus den USA wiedergesehen.

Bezirksapostel Hermann Knigge gab dem Paar das Wort „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“ (Josua 24, aus Vers 15) mit auf den weiteren Lebensweg. Ein paar Jahre später kam ihre Tochter Heidi, zur Welt.

Erster Amtsauftrag 1947

Am 19. Januar hatte 1947 hatte Hermann Engelauf das Amt des Unterdiakonen empfangen. Zwei Jahre später ordinierte ihn Bezirksapostel Walter Schmidt zum Priester. Von ihm empfing Hermann Engelauf auch alle weiteren Ämter, bis ihm schließlich am 26. Oktober 1980 Stammapostel Hans Urwyler als Bezirksapostel die Verantwortung für den Bereich Nordrhein-Westfalen übertrug.

In seiner Zeit als Apostel hatte er auf einer Missionsreise nach Nigeria den späteren Bezirksapostel Erwin Wagner kennengelernt. Die beiden verband seitdem eine tiefe Freundschaft – Apostel Wagner wurde wie ein Bruder für ihn.

Inruhesetzung wegen eines Herzleidens

1981 begann für Nordrhein-Westfalen die weltweite Missionsarbeit – zunächst auf Bitten von Stammapostel Urwyler in Portugal. Eine erste Missionsreise von Bezirksapostel Engelauf nach Litauen und Lettland im Jahr 1991 war auch seine letzte. Er erlitt einen schweren Herzinfarkt und bat Stammapostel Richard Fehr um seine Inruhesetzung. Nachfolger als Bezirksapostel wurde der 2004 verstorbene Apostel Horst Ehlebracht.

In seiner Amtszeit als Bezirksapostel (1980-1991) stieg die Zahl der Apostel im Arbeitsbereich von 2 auf 13. Nach einer Reform der Bezirksstrukturen und der Teilung einiger Bezirke wuchs deren Anzahl von 22 auf 32 die Zahl der Bezirksältesten von 14 auf 30. Am Ende seiner Amtszeit betreute die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen 18 Missionsländer. Zehn davon hatte der Bezirksapostel in seiner Amtszeit besucht.

Ruhestand in Bielefeld

Seinen Ruhestand erlebte Bezirksapostel Engelauf mit seiner Frau Ruth in Bielefeld. Dort besuchten sie die Gemeinde Bielefeld-Süd (früher Bielefeld-Brackwede).

Hier verstarb Bezirksapostel i.R. Hermann Engelauf am 15. Oktober 2011 im Alter von 86 Jahren.

Die Bezirksapostel Engelauf und Brinkmann verband eine tiefe Freundschaft

15. Oktober 2011
Text: Frank Schuldt
Fotos: Archiv

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Bezirksapostel i.R. Engelauf nahm nach Möglichkeit an Stammapostel-Gottesdiensten in Nordrhein-Westfalen teil (Gottesdienst für Amtsträger 2008)
Bezirksapostel i.R. Hermann Engelauf
Jugendtag 1973 mit Stammapostel Schmidt
Bezirksapostel Engelauf Ddankt Stammapostel Hans Urwyler für dessen Besuch zum Jugendtag in Essen 1982
Bezirksapostel Engelauf erspielt Spenden für die Missionsgebiete (Jugendtag 1984)
Bezirksapostel Hermann Engelauf beim Jugendtag 1991 in der Westfalenhalle Dortmund
Bezirksapostel i.R. Hermann Engelauf beim Zentralgottesdienst in Bielefeld (2008)
Ruth und Hermann Engelauf im Jahr 2007
Festtage in Bielefeld und Quelle
Festtage in Bielefeld und Quelle
 

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