Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Dortmund. In der aktuellen Ausgabe der NAK NRW Informationen vom 4. Quartal 2011 hat die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss von 2010 veröffentlicht. 20,4 Millionen Euro stammen aus den Zuwendungen der Mitglieder. Ein Rückgang von 2,5 Prozent. Das sind 63 Prozent der Gesamteinnahmen.
Die Landesversammlung hat am 14. Juni 2011 den Jahresabschluss für 2010 genehmigt (wir berichteten). Die Landesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Landesvorstandes (Bezirksapostel als Vorsitzender sowie Apostel und Bischöfe des Kirchengebietes der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen) und den Bezirksvorstehern des Kirchengebietes der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen.
Übersicht der Einnahmen
Die Einnahmen im Einzelnen:
Opfer/Spenden 18.797.762 Euro
Dankopfer 1.179.563 Euro
Sonstige Einnahmen 415.988 Euro
Finanzanlagen/
Vermögensverwaltung 11.907.370 Euro
Gesamt 32.300.683 Euro
Ausgaben 31.327.679 Euro
In den Einnahmen enthalten sind 11,9 Millionen Euro aus der Vermögensverwaltung. Der hohe Ertrag resultiert aus einer Vermögensumschichtung, bei der stille Reserven in Höhe von 8,2 Millionen Euro realisiert wurden. An sonstigen Einnahmen verzeichnete die Kirche unter anderem aus Erbschaften 280.000 Euro. Aus den Verkäufen von nicht mehr genutzten Immobilien erhielt die Kirche rund 2,2 Millionen Euro.
Übersicht der Ausgaben
Die Ausgaben von 31,3 Millionen Euro verteilten sich auf folgende Bereiche:
Seelsorge NRW 7.930.285 Euro
Bautätigkeit NRW 6.292.281 Euro
Verwaltung NRW 2.983.458 Euro
Soziale Einrichtungen 5.799.211 Euro
Betreute Gebiete 3.828.847 Euro
Spenden an NAKI 2.748.645 Euro
Spende andere BAB 1.065.290 Euro
Hostienbäckerei 586.967 Euro
Projektgruppen 92.695 Euro
Größter Einzelposten bei den Ausgaben sind mit fast 8 Millionen Euro und einem Anteil von einem Viertel die Ausgaben für die Seelsorge in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen noch Ausgaben von 6,3 Millionen Euro und
die Ausgaben für die Bautätigkeit der Kirche. Damit kommen nahezu 45 Prozent der Gesamteinnahmen wieder den Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zugute.
Vor allem durch die Investition für den Bau der „Guten Hoffnung“ in Oberhausen-Sterkrade wendete die Kirche mit 5,8 Millionen Euro fast 19 Prozent der Ausgaben für soziale Projekte auf. Die Spenden für die internationale Neuapostolische Kirche liegen bei 4,5 Millionen Euro. 3,8 Millionen Euro gehen an die betreuten Gebietskirchen im Ausland. Die Ausgaben für die Kirchenverwaltung in Dortmund lagen bei 3 Millionen
Euro. Der Überschuss von 973.292 Euro wird den Rücklagen zugeführt.
Finanzen der Kirche
Die Neuapostolische Kirche finanziert sich durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder. Sie erhebt keine Kirchensteuern oder sonstigen Pflichtbeiträge. Ob oder wie viel jemand spendet, wird nicht kontrolliert. Die Mitglieder können sich entsprechend der biblischen Grundlage (Maleachi 3,10) am "Zehnten" orientieren.
Der weitaus größte Teil der Einnahmen fließt in den Bau und Unterhalt der Kirchengebäude, kommt also unmittelbar wieder den einzelnen Gemeinden zugute. Auch für die Missionstätigkeit wird ein beträchtlicher Teil des Kirchenbudgets aufgewandt. Die Kontrolle der kirchlichen Einnahmen und Ausgaben nehmen unabhängige Wirtschaftsprüfer vor. Spenden können in jeder Gemeinde in den Opferkasten eingelegt oder überwiesen werden.
Spendenkonto
Empfänger: Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen K.d.ö.R
Konto: 6950464
Bankleitzahl: BLZ 44010046
Postbank Dortmund
Die Finanzzahlen für die Neuapostolische Kirche International werden jährlich in der Zeitschrift "Unsere Familie" veröffentlicht. Weitere Informationen zu den Finanzen der Neuapostolischen Kirche sind im Bereich "Gebietskirche :: Finanzen" zu finden.
Hinweis: Die Zahlen sind teilweise gerundet, daher können sich geringe Abweichungen ergeben.
Veröffentlichung der Finanzen 2010 im NNI 4. Quartal 2011
18. Oktober 2011
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
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