Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Recklinghausen/Dortmund. Mit positiven Bilanzen wartete der Vorstand des Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerkes e.V. (SBW) bei seiner vierten Jahreshauptversammlung auf: Mitgliederwachstum, weitere Ausweitung des SBW, starker Ehrenamts-Einsatz. Zu dieser satzungsgemäß jährlich stattfindende Veranstaltung hatte der Verein seine Mitglieder für Samstag, 23. Juni 2012, ins SBW-Zentrum nach Recklinghausen-Suderwich eingeladen.
Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Vorstands über die Aktivitäten im vergangenen Jahr, über die Finanzen des Vereins und über Planungen für die weitere Zukunft. Die Entlastung des Vorstands nach dem Bericht des Kassenprüfers war der letzte Tagesordnungspunkt.
Stärkung der Infrastruktur
Mitterweile zählt der Verein 450 aktive Mitglieder. Allerdings habe sich der Zuwachs an Mitgliedern im Laufe des letzten Jahres ein wenig verlangsamt, so Manfred Dorowski in seinem Bericht. Mit gezielter Ansprache bei allen Kontakten zu Hilfesuchenden und Interessenten und bei allem Schriftverkehr soll in Zukunft eine aktivere Mitgliederwerbung erfolgen.
Wegen der wachsenden Ausweitung des Tätigkeitsbereiches des SBW in das Gebiet der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (HRS) und der immer größer werdenden Nachfrage nach den Angeboten des SBW ist der Verein verstärkt auf der Suche nach weiteren fachkompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland gelte es, die Infrastruktur des Vereins zu stärken, so dass immer mehr Angebote des SBW in den einzelnen Bezirken dezentral zur Verfügung stehen.
20.000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz
Ein Dank des Vorstands ging an alle Spender und ehrenamtlichen Mitarbeiter, ohne die das SBW seine Arbeit nicht tun könne, so Dorowski. Eine Zahl, die hier zur Sache spricht: Im Jahr 2011 hat der Verein fast 20.000 Stunden an ehrenamtlicher Mitarbeit aufgebracht, um all seine Angebote und die damit verbundenen Vorbereitungen zu stemmen.
"Das war eine Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010", so Vorstandsmitglied Helmut Kretschmann, der die Zahlen zusammengestellt hatte. Und bei der Betrachtung des bisherigen Einsatzes im Jahr 2012 setze sich dieser Trend fort, so Kretschmann.
Angebot für besondere Zielgruppen
Einige Mitglieder des Lenkungsausschusses des Vereins berichteten über besondere Aktivitäten des SBW. So war der Verein am Jugendtag 2012 mit einem Stand im Wandelgang der Arena Oberhausen und mit zwei Workshops zum Bewerbertraining vertreten.
"Beide Veranstaltungen waren voll ausgebucht", so Iris Kölln, die den Workshop leitete. Das hohe Interesse der jungen Menschen ermuntere das SBW, die Angebote für junge Menschen auszuweiten und zu forcieren. "Die Unterstützung Jugendlicher in der Phase der Berufsfindung liegt uns nach wie vor sehr am Herzen" fasste sie ihren Bericht zusammen.
Schuldnerberatung
Hohe Aufmerksamkeit erhielt der Bericht von Bezirksevangelist Wolfgang Wegener (Bezirk Krefeld) über seine Erfahrungen auf dem sehr sensiblen Gebiet der Schuldnerberatung. Anders als die üblichen Beratungsstellen, die ihre Klientel in doch recht pauschaler Art und Weise auf die gesetzlichen Möglichkeiten der Entschuldung hinwiesen und Weichen stellten, wolle das SBW eine wohl vertrauliche aber doch sehr individuelle und fallgenaue Begleitung anbieten.
"Das ist ein hoher Anspruch, der sehr viel Zeit und gute Fachkenntnisse benötigt", so warb Wolfgang Wegener, selbst ausgewiesener Bank-Spezialist auf diesem Gebiet, um kompetente Mitarbeit.
Spenden an INBEKI und Handicapped-Kids
Bereits vor der Mitgliederversammlung hatte der Lenkungsausschuss des SBW getagt. Im Rahmen dieser Veranstaltung waren Vertreter zweier Gruppen eingeladen, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderungen kümmern. So stellten Gundula Engels von der Elterninitiative INBEKI (Initiative Besondere Kinder) und Birgit Gottschling und Günter Lohsträter von den NAK-Handicapped-Kids NRW jeweils ihre Konzepte vor und stießen auf großes Verständnis und hohes Interesse der Anwesenden.
Mit jeweils einem Scheck in Höhe von 400 Euro bedachte das SBW diese beiden Initiativen. "Das Geld stammt aus unseren Aktionen 'Karussell - der Markt rund ums Kind'. Die dort erlösten Einnahmen sollen wieder Kindern zugutekommen", so Manfred Dorowski, Vorstandsvorsitzender des SBW. So wolle man genau das tun, was das Wesen des Vereins ausmache, nämlich dort helfen, wo die Hilfe ganz unmittelbar nötig sei.
Jahreshauptversammlung SBW
11. Juli 2012
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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