Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
NRW/Dortmund. Einige Monate nach den ersten Ankündigungen und Informationen fand am 19. Januar 2013 in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche Dortmund-Nord die erste Probe statt. Etwa 120 Jugendliche warteten mehr oder weniger wach darauf, dass ihnen das Mysterium „Pop-Oratorium“ erklärt würde.
Die im Voraus verschickten Noten hatten zum Teil bereits Erwartungen geweckt: „Ohne Wein keine Party“ lautet der Titel eines der Stücke. Was genau sich hinter „Jesus, tu uns das nicht an“ verbirgt, war den Spielern allerdings immer noch ein Rätsel.
JSO ist Teil des Pop-Oratoriums
Direkt am Anfang wurde klar, dass für die erste Probenarbeit Phantasie nötig ist. Denn nicht nur das Jugend-Sinfonieorchester (JSO) ist Teil des Pop-Oratoriums. Bei den Aufführungen am Kirchentag NRW 2013 in den Westfalenhallen Dortmund sowie am Jugendtag Norddeutschland 2013 in der O2 Arena in Hamburg werden mehr als 1.500 Sänger, eine Band, viele verschiedene Akteure und Schauspieler mit dabei sein.
Da die Sänger aber nicht regelmäßig zu den Proben nach Dortmund anreisen können und zunächst separate Proben sinnvoll sind, übernimmt JSO-Dirigent Stefan Vis die Choreinsätze, die den Spielern bei der Orientierung helfen sollen.
Lieblingsstücke sind schnell gefunden
Kurz nach Beginn der eigentlichen Probe wurde deutlich, dass der Schwierigkeitsgrad der Stücke zwischen den Instrumentengruppen und von Stück zu Stück variiert. Während die einen aus dem Spielen nicht mehr heraus kamen, zählten die anderen ihren 34. Pausentakt oder wechselten sich untereinander dabei ab, den immer gleichen Ton zu halten.
Dafür ging es dann im nächsten Stück richtig zur Sache oder in dem danach - oder dem danach. Die Jugendlichen stellten schnell fest: Das Pop-Oratorium macht Laune. Fix sind Lieblingsstücke gefunden, ignorierte Vorzeichen geklärt, die Streicher einigten sich darauf, wie der Bogen gehalten wird, die Bläser darauf, dass jetzt auch mal eine Pause nötig wäre. Eine, die man nicht durchzählen muss.
Ein erster Eindruck
Am Ende des Probentages für das Poporatorium scheinen die Spieler doch recht erledigt zu sein. Aber erst nach „Ausflügen“ über den 3. und 4. Satz der 9. Sinfonie von Antonin Dvořák und einer Variation zum Choral „Liebster Jesu, wir sind hier“ von Bodo Saborowski haben sie das Probenpensum für den Tag geschafft.
In den Streicher- und Bläserproben wird die Probenarbeit im nächsten Monat fortgesetzt, bis im März die nächste gemeinsame Probe stattfindet.
2004 gegründet
Das Jugend-Sinfonieorchester (JSO) der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen wurde 2004 gegründet und spielte im Anfang nur auf den Jugendtagen der Gebietskirche. Seit 2008 gibt das Orchester auch weitere Konzerte (u.a. in der Tonhalle Zürich). Der nächste Auftritt findet in der Keizer Karel Podia in Nijmegen (Niederlande) am kommenden Sonntag statt.
JSO probt für Pop-Oratorium
31. Januar 2013
Text:
Katrin Schüßler
Fotos:
JSO
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