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Eindrücke aus der Begegnungshalle II

Eindrücke aus der Begegnungshalle II

 

Dortmund. Wer am Kirchentag nicht die Großveranstaltungen in der großen Westfalenhalle oder einen der mehr als 100 Vorträge oder Workshops besuchte, der kam in Halle 3B. Hier stellten sich die Bezirke und Organisationen der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen vor und zeigten die Vielfalt ihrer Region, Gemeinden und Angebote. Einige Stände hatten das Thema „Brücken bauen“ aufgenommen, andere arbeiteten an Skulpturen oder präsentierten typisches aus ihrer Region.

Der Bezirk Iserlohn griff zwei typische Elemente des Sauerlands mit dem Motto des Jubiläumsjahrs “Ein Glaube – ein Ziel” visuell auf: „Brücke” und „Draht”. Mittelpunkt der Standgestaltung war hierbei die Skulptur “Begegnungen” des Künstlers Lutz Bernsau aus Altena. Diese Skulptur, bestehend aus einem Bogen, auf dem künstlerisch gestaltete Figuren aufeinander zugehen, war wohl eines der meist fotografierten Objekte in der Begegnungshalle 3B.

Gemeinsamer Stand der Kölner Bezirke

Die beiden Kölner Bezirke präsentierten sich gemeinsam mit dem Motto „Brücken verbinden Städte – Glaube verbindet Menschen“. Der Rhein ist die natürliche Grenze zwischen den beiden Bezirken. Die beiden Stadtbereiche sind durch sieben Brücken verbunden. Die Kölner hatten eine hölzerne Brücke gebaut, dahinter ein riesiger Farbdruck der Hohenzollernbrücke. Daneben ludt eine Leinwand Kinder dazu ein, die Silhouette einer Brücke mit Farbabdrücken ihrer Hände zu füllen.

Köln, bekannt als „Multi-Kulti-Stadt“, ist das Zuhause für Menschen aus mehr als 180 Nationen. Im Standbereich befand sich daher ein symbolisches „offenes Fenster“ mit einer Collage der in Art, Größe und Bauweise unterschiedlichsten Kirchen Kölns, die von verschiedensten Religionsgemeinschaften genutzt werden.

Ein weiteres Element des Stands zeigte die Freude der Kölner: Von der Blutwurst mit „Himmel un Äd“-Rezept, über Narrenkappe und Orden, einem Bierkranz bis hin zum Schal des örtlichen Fußballvereins. Bilder und andere Exponate schilderten zudem verschiedene Aktivitäten und Aktionen der Kölner Bezirke, beispielsweise die Mitwirkung mit verschiedenen Angeboten bei der „Interkulturellen Woche“.

Freundschaftsspiel am Riesenkicker

Fußball war am Stand der drei Dortmunder Bezirke überraschend nur ein Randthema. Allerdings hatten die Organisatoren eine übergroßen Kicker mitgebracht. Dennoch stand die begegnung im Mittelpunkt. Chroniken mit Erinnerungen an die großen Gottesdienste in der Westfalenhalle erfreuten insbesondere die älteren Besucher. Die Spiele "Dalli Klick" und "Der Große Preis" verbanden Alt und Jung. Insbesondere die jugendlichen Besucher hatten den besonderen Ehrgeiz, beim "Jenga" den Rekord zu brechen.

Zu einem besonderen Duell kam es am Samstag mit den Nachbarn aus Herne: Das Riesenkicker-Spiel endete jedoch mit einem Sieg (10 zu 8) der Mannschaft aus Herne. An deren Stand gab es Schokolade, spezielle Lesezeichen und Luftballons. Zudem stellten die Jugendlichen aus dem Bereich ihre Gemeinden in einem Filmbeitrag vor.

Printen, eine Skulptur und historische Exponate

Die Wuppertaler stellten die Schwebebahn in den Mittelpunkt des Standes und verteilten passende Süßigkeiten. Der Aachener Stand stellte die Gemeinden der Euregio vor und bot heimische Printen in Probiergröße an. Vor der Ausstellung der Herforder entstand bis zum Samstagabend mit Hilfe einer Bildhauerin eine Skulptur, an der viele Besucher mitwirkten, unter anderem auch Bezirksapostel Armin Brinkmann und zahlreiche Apostel. Das Ergebnis soll zum Zentralgottesdienst in Bad Oeynhausen am 14. Juli präsentiert werden.

Der Stand des Neuapostolischen Zentralarchivs Nordrhein-Westfalen erlebte einen unerwartet hohen Ansturm von Besuchern, berichtete die Standbesatzung. Insbesondere die Exponate lösten großes Interesse aus. So war es für viele Besucher ein besonderes Gefühl, einen fast 100-jährigen Kelch in Händen zu halten, aus dem noch Heiliges Abendmahl mit Brot und Wein gefeiert worden war.

Ein weiteres Exponat war eine Taufschale, die schon vom Stammapostel Hermann Niehaus genutzt worden war. Zudem waren gerade jüngere Besucher interessiert, einmal eine „Stimme aus der Vergangenheit“ zu hören. Per Kopfhörer konnten sich Besucher in verschiedene Gottesdienste aus der Geschichte hinein hören.

Zum Erlebniswochenende anmelden

Viele Besucher erkundigten sich am Münsteraner Stand über die Entstehung und Geschichte des Kirchenbezirkes sowie die gegenwärtigen Aktivitäten. Auf großes Interesse stieß die für den Kirchentag aufgelegte Broschüre "Münster verbindet".

Gut kamen auch die angebotenen Äpfel an, die sich viele Besucher schmecken ließen. Am Stand wurden zudem Erlebniswochenenden in Münster, dem Tecklenburger Land und in der Grafschaft Bentheim angeboten. Für diese Kurzreisen können sich Interessierte noch für Restplätze auf der Internetseite des Bezirks anmelden.

Mode aus 150 Jahren

Ein Hingucker war der Stand des Bezirks Düsseldorf. Zwar war der Stand für die längste Theke der Welt zu klein, doch dies machte die per Airbrush-Technik entstandene Skyline der Landeshauptstadt mit der Altstadt als vielleicht bekanntesten Aushängeschild wieder wett.

Begeistert waren viele Hundert Besucher auch von der „Modenschau“. „Models“ aus dem Bezirk zeigten Kleidung aus 150 Jahren – passend zum Jubiläum der Neuapostolischen Kirche in diesem Jahr.

Störche und Spielzeugautos

Der Stand des Bezirks Minden war leicht am Storchennest aus Petershagen-Lahde zu erkennen. An dem Stand wurde ein Film über die Gemeinden gezeigt, den die Jugendlichen vorbereitet hatten. Thematisch zeigte der Stand den Bezirk an zwei großen Bannern, vom "Tor zu Westfalen", über das Schaumburger Land und das Uchter Moor bis zum Steinhuder Meer und den Gemeinden des Bezirkes.

Hagen ging am Stand auf Landschaft, Bevölkerung, Ausflugsziele und Gemeinden ein. Exponate aus der Region wie Spielzeugautos aus Lüdenscheid, kaltgewalzter Bandstahl aus Hohenlimburg sowie Kalksandstein aus Hagen zeigten die Vielfalt der Region. Auf großes Interesse stießen auch Exponate eines Höhlenforschers mit Abdrücken von Urtieren.

Die Stammapostel als Lokführer

Die Gemeinden aus dem Bereich Ruhr-Emscher stellten sich mit einer Modelleisenbahn vor. Der Ruhr-Emscher-Zug umfuhr die Stadtgrenzen der drei Städte Bottrop, Oberhausen und Mülheim. Mittendrin waren die angrenzenden Städte mit den namengebenden Flüssen Ruhr und Emscher, den Wahrzeichen der Städte und den Fotos der elf Kirchengemeinden des Bezirks zu sehen.

Mit einem Augenzwinkern hatten die Macher ein Bild aus dem Pfingstgottesdienst umgesetzt: Als Lokführer grüßten Stammapostel i.R. Wilhelm Leber und Stammapostel Jean Luc Schneider aus den Fenstern der kleinen Dampflokomotive.

Gruppen mit Ansprechpartnern vertreten

In der Halle 3B stellten sich auch zahlreiche Gruppen vor, darunter die Sterbebegleiter, die Gefängnis-Seelsorger und das Team der Suchtkrankenhilfe. Zu den Themen Sucht und Abhängigkeit liefen begleitende Videofilme, „Rauschbrillen“, die den Zustand von 0,8 Promille Alkohol simulieren, forderten die Besucher heraus, die auf einem Laufweg Gegenstände einsammeln mussten. Die Steigerung war eine Brille, die auf 1,3 Promille „geeicht“ ist.

Regen Zuspruch fand die direkte persönliche Kontaktaufnahme mit den Suchtkrankenhelfern. Viele stellten Fragen zum Umgang mit Suchtkranken. Auch fragten einige Amtsträger nach Hinweisen im Umgang mit Süchtigen hinsichtlich ihres seelsorgerischen Auftrags.

Eindrücke aus der Begegnungshalle II

12. Juni 2013
Text: Frank Schuldt
Fotos: Oliver Rütten

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