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Handicapped-Kids werden erwachsen

Handicapped-Kids werden erwachsen

 

Bottrop. Zu ihrer abschließenden Jahrestagung waren die Bezirksbeauftragten der Handicapped aus Nordrhein-Westfalen am Sonntag, 26. Oktober 2014, in Bottrop zusammengekommen. Nach dem Gottesdienst mit Apostel Wolfgang Schug am Vormittag tagten sie am Nachmittag zu zentralen Themen der Handicapped.

Gut vierzig Teilnehmer beschäftigten sich mit dem Rückblick auf das erste Jahr unter der Leitung von Apostel Wolfgang Schug. Geprägt war das Jahr vor allem von der Gründung der integrativen Musikgruppe "Faktor G" und der Beteiligung von "Faktor G" auf dem Internationalen Kirchentag 2014 (IKT) in München.

Handicapped - Rückblick 2014 und Ausblick 2015

Im Vorfeld der Ordination von Rainer Storck zum Bezirksapostel für Nordrhein-Westfalen im Februar 2014 hatte Apostel Wolfgang Schug bereits im Oktober 2013 die verantwortliche Betreuung der Handacapped-Kids übernommen. In seinem ersten Jahr arbeitete er sich intensiv in diese neue Aufgabe ein und leitete die Sitzungen des Lenkungsgremiums der Handicapped-Kids und war ebenfalls bei den Tagungen der Bezirksbeauftragten präsent.

Bei der Sitzung in Bottrop ging es einerseits um einen Rückblick auf 2014 mit einer Bewertung der stattgefundenen Aktivitäten, andererseits wurden Weichen gestellt für die Arbeit in 2015 und darüber hinaus.

Aus "Handicapped-Kids" werden "Handicapped"

Udo Rühmkorff - Projektmanager der Handicapped-Kids - stellte bereits den Terminkalender für das Jahr 2015 vor. Neu an dem Kalender ist das Logo, mit dem die Handicapped in Zukunft auftreten werden.

Schon über längere Zeit wurde in den entsprechenden Arbeitkreisen darüber nachgedacht, dass die Zielgruppe nicht mehr nur Kinder sind, wie der Namensteil "Kids" vermuten ließ. In über zehnjähriger Präsenz dieses Seelsorgebereiches sind aus Kindern längst Jugendliche geworden. Hinzugekommen sind auch Menschen höheren Alters, die durch demente Erkrankungen eine gewisse Behinderung erfahren.

Ab sofort nennt sich nun diese Seelsorgegruppe "Die Handicapped", in ihrem vollen offiziellen Namenszug: "NAK-Handicapped-NRW". Ein neues Logo, das das Motto "Gemeinsam! Mit Handicap" im Schilde führt, wird in Zukunft auf den Druckstücken der Handicapped wie Flyer und Plakaten zu finden sein. Ebenso wird zurzeit ein neuer Webauftritt gestaltet, der mit dem neuen Baukasten-System der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen erstellt wird und unter dem Namen www.nak-handicapped.de online gehen wird.

Gottesdienst in leichter Sprache

Das im Jahr 2012 begonnene Projekt "Gottesdienst in leichter Sprache" - auch unter dem Begriff  "Gottesdienst für Menschen mit kognitiven Einschränkungen" bekannt geworden, wird weitergeführt. Das zuständige Arbeitsteam ist mit den Planungen für diese Gottesdienste im Jahr 2015 schon seit einigen Monaten beschäftigt.

Der erste Gottesdienst dieser Art, in dem die Ausführungen der Predigt durch großflächig projizierte Fotos begleitet wurden und somit auf eine zusätzliche Wahrnehmungsebene setzte, fand im November 2013 in Dortmund-Aplerbeck-Mitte statt (wir berichteten). Aus ganz Nordrhein-Westfalen waren seinerzeit mehr als 150 Teilnehmer, Betroffene wie Betreuer, nach Dortmund gekommen.

Das hohe Interesse an diesem Seelsorgeangebot hat das Lenkungsgremium zusammen mit Apostel Schug veranlasst, in Zukunft solche Gottesdienste einmal jährlich in jedem Apostelbereich anzubieten. So sollen die Anreisewege verkürzt werden und noch mehr interessierte Teilnehmer rerreicht werden. Sobald geeignete Kirchen für diese Gottesdienste gefunden sind, werden die Gottesdiensttermine und -orte im Terminkalender dieser Webseite eingestellt.

"Faktor G" geht in die zweite Runde

Das ambitionierte Projekt "Faktor G" - der erfolgreiche Versuch, Jugendliche mit und ohne Behinderungen zusammen musizieren zu lassen - hat sich als Angebot der Handicapped bereits nach gut einem Jahr etabliert.

Nach konzertanten Auftritten in Dortmund-Aplerbeck-Mitte beim Werkstattkonzert zum Probenwochenende im April 2014 (wir berichteten), dem Auftritt zum IKT 2014 in München und dem begeisternden Mitwirken zum Jugentagsnachmittag 2014 in der Arena in Oberhausen hat "Faktor G" im diesjährigen Gottesdienst für Menschen mit Behinderungen in Gelsenkirchen-Resse-West bewiesen, dass sie auch mit leisen Tönen zur Gestaltung eines Gottesdienstes beitragen können.

Öffentliche Auftritte geplant

Kathrin Schinski, Initiatorin und Leiterin von "Faktor G" , hat sich in einem Powerpoint-Vortrag mit einer Fülle von Fotos aus dem vergangenen Jahr bei allen Förderern und Unterstützern von "Faktor G" herzlich bedankt.

Ein neues, erweitertes Team von Helfern wird den Fortbestand dieser Initiative von Inklusion auch im musikalischen Bereich von Kirche und Gemeinde gewährleisten.

Mit wenigen, aber zielgerichteten Projekten je Jahr, die mit einem Probenwochenende initiiert werden, will "Faktor G" auch in die Öffentlickeit treten. Dabei ist vor allem auch an einen Auftritt zum jedes Jahr stattfindenden "Tag der Begegnung" gedacht, der vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) organisiert wird und immer mehr als 20.000 Besucher anzieht.

Fortsetzung weiterer bewährter Einrichtungen

Die in den letzten Jahren regelmäßig in Gelsenkirchen-Resse-West veranstalteten Zentralgottesdienste für die Handicapped und die Reihe der inklusiven Jugendfreizeiten in nordrhein-westfälischen Jugenherbergen werden ebenso wie die Scharnhorster Freizeittreffs auch in Zukunft stattfinden.

Handicapped-Kids werden erwachsen

20. November 2014
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Günter Lohsträter

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