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Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

 

NRW/Aachen. Politiker, Soldaten, Kirchenvertreter und Bürger haben am Samstag im Aachener Dom den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Bei der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Nordrhein-Westfalen mahnten die Redner zum Frieden – 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Unter den geladenen Gästen war auch Bezirksapostel Rainer Storck, Leiter der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, mit seiner Gattin.

Im Hohen Dom zu Aachen hatten sich am Samstag mehrere Hundert Gäste versammelt, um bei der Landesfeier zum Volkstrauertag an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen zu gedenken. „Der Volkstrauertag ist ein Stück unverzichtbarer Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen“, mahnte Carina Gödecke, Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, in ihren einleitenden Worten. Er sei kein Tag von Gestern oder ein Tag für Gestern.

„Der Volkstrauertag widmet sich allen Opfern von Krieg und Gewalt über Grenzen und Jahrzehnte hinweg“, sagte Gödecke. Dabei mahnte sie die große Verantwortung an, die Europa und ganz besonders Deutschland für den Erhalt des Friedens hätten. „Diese Verantwortung gilt auch für die vielen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, um Leib und Leben zu retten.“

„Friedensprojekt Europa“

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, erinnerte in seiner Gedenkrede an die Millionen Opfer der beiden Weltkriege. Aus der „Menschheitskatastrophe des Zweiten Weltkriegs“ sei das „Friedensprojekt Europa“ entstanden.

„Mit der europäischen Integration ist es uns gelungen, den Krieg von unserem Kontinent zu verbannen“, so Schulz.

Totengedenken und Gebet

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hielt das Totengedenken und erwähnte dabei ausdrücklich die in den Auslandseinsätzen getöteten deutschen Soldaten. Unter den Gästen waren zahlreiche Angehörige.

Schüler aus Aachen gestalteten die musikalischen Beiträge der Gedenkstunde. Der Aachener Dompropst Helmut Poqué sprach zum Abschluss ein Gebet. Nach der Gedenkstunde waren alle Besucher in den Krönungssaal des Aachener Rathauses zum Gedankenaustausch eingeladen.

Lange Tradition

Der Volkstrauertag wurde erstmals 1926 zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs begangen. Seit 1952 wird er zwei Sonntage vor dem ersten Advent abgehalten. In Nordrhein-Westfalen findet seit vielen Jahren am Samstag zuvor eine zentrale Gedenkstunde an wechselnden Orten statt.

Für 2015 ist diese in Gütersloh in der Kirche St. Pankratius geplant. Getragen wird die Gedenkstunde vom Landesparlament, der Landesregierung und dem Landesverband Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Fürbittgebet für die Verstorbenen

Bezirksapostel Rainer Storck ging am Volkstrauertag, Sonntag, den 16. November 2014 im Gottesdienst in Minden (wir berichteten) auf den Volkstrauertag ein. Bei der Feier des Heiligen Abendmahls für die Verstorbenen erinnerte er an die Millionen Toten der beiden Weltkriege und an die Opfer von Gewalt. Ihrer gedachte er besonders in einem Fürbittgebet.

Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

19. November 2014
Text: Frank Schuldt
Fotos: Frank Schuldt

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