Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
NRW/Dortmund. Mehr als 30 Mitarbeiter zählt das „ELA-Team“ der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen. Die engagierte Gruppe kümmert sich ehrenamtlich um die Bereiche Beschallung und Video. Zudem ermöglicht sie die IPTV-Übertragungen in der Gebietskirche. 2014 wurden so 30 Gottesdienste via Internet übertragen.
Heimat des „ELA-Teams“ ist die ehemalige neuapostolische Kirche in Kirchlinde. Hier lagert die Gruppe ihr Material. Zudem beheimatet das Gebäude seit einigen Monaten auch ein Studio mit professioneller Licht-, Ton- und Bildtechnik für Videoaufzeichnungen.
Bezirksapostel Rainer Storck besuchte am 6. November das ELA-Team, um sich über die Arbeit zu informieren. Dabei zeigte er sich beeindruckt von der hohen Professionalität der Mitglieder und der Ausrüstung. „Ohne euch wären Veranstaltungen wie der Jugendtag oder unsere Videoübertragungen der Gottesdienste via IPTV nicht möglich“, würdigte er die Leistung der ehrenamtlichen Helfer.
Seit fast 30 Jahren im Einsatz
Seit 1985 kümmert sich das ELA-Team um die Ton- und Videotechnik bei großen Veranstaltungen. Die Beschallung bei großen Gottesdiensten in der Arena Oberhausen oder Bild- und Ton-Übertragungen via Satellit oder Internet sind regelmäßige Aufgaben. Neu hinzugekommen sind Aufzeichnungen im Studio Kirchlinde für die Arbeitsgruppe „Unterweisung für Amtsträger“. Derzeit werden Video- und Audio-Podcasts produziert, die verschiedene Fortbildungsthemen behandeln.
Die Mitglieder des ELA-Teams kommen aus ganz NRW – von Bonn im Süden bis nach Minden im Nordosten der Gebietskirche. Sie sind zwischen 18 und 68 Jahren alt. Teamleiter ist Armin Schwarz (Dortmund). Gemeinsam mit Tim Schaefer-Rolffs aus der Kirchenverwaltung in Dortmund koordinieren und begleiten sie die Veranstaltungen. Zuvor koordinierte Hans-Jürgen Diebel über fast drei Jahrzehnte bis zu seinem Ruhestand Ende 2013 die Arbeit des ELA-Teams.
IPTV sehr beliebt
Für das ELA-Team beginnt eine Veranstaltung dabei mit dem Beladen des Anhängers oder Transporters im Vorfeld. Für den Jugendtag wird dabei auch mal ein großer 7,5 Tonner benötigt. Für Übertragungen im Bezirk reicht ein zum Ü-Wagen umgebauter Transporter aus. Meist rückt das Team mit zwei bis drei Kameras sowie einer Ton- und Bildregie an.
Immer beliebter werden dabei Übertragungen via Internet in einem Bezirk, beispielsweise bei zentralen Gottesdiensten des Bezirksapostels wie in Minden, wo ein neuer Bezirksältester ordiniert wurde. „Durch die Übertragung sparen wir uns die Anmietung einer Halle und die Kirchenmitglieder können den Gottesdienst in ihrer gewohnten Umgebung verfolgen“, sagt Tim Schaefer-Rolffs.
Anhänger wird zum kleinen Ü-Wagen umgebaut
Bezirksapostel Rainer Storck hat die Bezirksvorsteher jedoch gebeten, den Bedarf frühzeitig zu melden und die Notwendigkeit zu prüfen. Gerade der Besuch im Lager Kirchlinde habe ihm gezeigt, mit welchem Aufwand die IPTV-Übertragungen für die Mitglieder des ELA-Teams verbunden sind. „Dennoch machen wir das gern“, stellt Jörg Schwalbe klar, der das Projekt mitbetreut. „Aber wir brauchen für die Planung einen Vorlauf von etwa drei Monaten.“
Um den Aufwand zu reduzieren wird derzeit ein Anhänger so ausgerüstet, dass er als Ü-Wagen fungieren kann. Dadurch entfällt das aufwändige Be- und Entladen der Fahrzeuge.
Übertragung von Gottesdiensten hat lange Tradition
In den 50er Jahren begann die Neuapostolische Kirche mit der Tonübertragung von großen Festgottesdiensten via "Postkabel", die alte Bezeichnung für Telefonkabel, in zentrale Gemeinden der Kirchenbezirke. Den Auftrag für die technische Umsetzung erhielten zunächst Firmen. Dann fand sich ein ehrenamtliches Team zusammen, welches sich um die technische Beschallung bei Festgottesdiensten kümmerte.
Zu den Aufgaben zählte zunächst die Aufzeichnungen von Gottesdiensten des Stammapostels und des Bezirksapostels auf Tonbänder, später erweitert um die Tonübertragungen per Postkabel.
Bildübertragung seit den 80er Jahren
In den 80er-Jahren wurde mit der Bildübertragung in Nebenräume begonnen, in denen beispielsweise Eltern mit kleinen Kindern die Gottesdienste verfolgten. Von nun an wurden Festgottesdienste nicht nur akustisch, sondern in Bild und Ton aufgezeichnet. Die für die Techniker bis heute aufwendigste Bildübertragung gab es zu Pfingsten 1984 in Dortmund. Damals waren alle Nebenhallen und die Westfalenhalle per Bild und Ton an den Festgottesdienst in der Westfalenhalle 2 angeschlossen.
In den 90er-Jahren kamen schließlich Übertragungen von Gottesdiensten via Satellit hinzu. Für den Bereich ist der Bischoff-Verlag in Frankfurt verantwortlich, das ELA-Team NRW unterstützte zusätzlich. Aus Kostengründen setzen viele Gebietskirchen heute für kleinere Übertragungen auf das Internet.
Letzter Gottesdienst von Bezirksapostel Brinkmann
16. Dezember 2014
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
Interne Links
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.