Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Frankfurt/Düsseldorf/Dortmund. Unter dem Titel "Was lange währt …" berichtet "Unsere Familie", die Zeitschrift der Neuapostolischen Kirche, über die Versöhnung zwischen der Apostolischen Gemeinschaft und der Neuapostolischen Kirche. Ende November 2014 hatten Vertreter beider Kirchen eine "Erklärung zur Versöhnung" unterzeichnet. Damit endete eine Zeit der Gegnerschaft, die mit der Spaltung 1955 begonnen hatte.
Auf sechs Seiten berichtet "Unsere Familie" in der Ausgabe 3/2015 über die Feierstunde zur Versöhnung in Düsseldorf. Abgedruckt ist dabei auch die Erklärung, die Vertreter beider Kirchen als Höhepunkt der Veranstaltung unterschrieben haben.
"Erklärung zur Versöhnung"
Das Dokument wurde von Vertretern beider Kirchen über mehrere Monate erarbeitet und von deren Leitungsgremien verabschiedet. Darin erkennen sich die Apostolische Gemeinschaft und die Neuapostolische Kirche gegenseitig als selbstständige Kirchen mit eigenständigem Profil an.
Zudem entschuldigt sich die Kirchenleitung der Neuapostolischen Kirche ausdrücklich bei den Amtsträgern, die wegen der Vorgänge im Januar 1955 aus der Kirche ausgeschlossen wurden, sowie bei allen, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurden: „Beide Kirchen bedauern die Spannungen, die in der Zeit nach der Trennung zwischen den Gemeinden und ihren Mitgliedern entstanden sind“. Viele der Anwesenden hatten die Trennung und ihre Folgen im Familienkreis und in den Gemeinden selbst miterlebt.
"Wahrzunehmen waren Friede, Freude und Dankbarkeit"
In der Berichterstattung der Kirchenzeitschrift kommen auch Zeitzeugen zu Wort, darunter Bezirksapostel i.R. Armin Brinkmann. Der 66-Jährige hatte das Dokument mit erarbeitet. Für ihn war die Versöhnung ein wichtiges Projekt in seiner Amtszeit als Kirchenpräsident. Bereits in den Jahren als Apostel hatte er auf vielen Ebenen Kontakte zu Mitgliedern der Apostolischen Gemeinschaft aufgebaut und entsprechende Aktivitäten auf Gemeindeebene unterstützt.
In "Unsere Familie" schreibt er: "Zwischen dem spontanen und leisen Applaus beim Europa-Jugendtag 2009, als Stammapostel Wilhelm Leber der Vereinigung Apostolischer Gemeinden beide Hände zur Versöhnung entgegenstreckte, und dem lang anhaltenden Applaus nach der Unterzeichnung der Erklärung zur Versöhnung lagen einige Jahre. Eine Zeit der tiefen Besinnung, des gründlichen Gedankenaustausches, der erweiterten Erkenntnis, in der der Wunsch immer stärker wurde, sich miteinander zu versöhnen. Beim Blick in die große christliche Gemeinde in Düsseldorf war nicht festzustellen, wer zu welcher Kirche gehörte, wahrzunehmen war ein tiefer Friede, große Freude und Dankbarkeit im Diesseits und im Jenseits."
Die Ausgabe 3 von "Unsere Familie" erscheint am 5. Februar 2015 und ist beim Bischoff Verlag in Frankfurt erhältlich.
Bericht zur Feierstunde in "Unsere Familie" Ausgabe 3/2015
29. Januar 2015
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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