Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
NRW/Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen hatte am 31. Dezember 2015 genau 83.187 Mitglieder. Im Vergleich zu 2014 sind das 1.015 Mitglieder weniger. Weltweit betreut Bezirksapostel Rainer Storck 442.000 Mitglieder in 3.700 Gemeinden.
Im Jahr 2014 empfingen in Nordrhein-Westfalen 266 Kinder und 75 Erwachsene das Sakrament der Heiligen Versiegelung und zählen damit als neue Mitglieder. 285 Gläubige wurden getauft. 1.030 neuapostolische Christen sind verstorben. Darüber hinaus erlebte die Gebietskirche mehr Wegzüge als Zuzüge: 4.478 zu 4.249. Unter dem Strich bleibt ein Minus bei den Mitgliederzahlen von 1,2 Prozent (nach 0,6 Prozent plus in 2014).
In 2015 wurden 305 junge neuapostolische Christen mit 14 Jahren konfirmiert. 105 Paare empfingen den Segen zur Trauung. Aus der Kirche ausgetreten sind 102 Mitglieder.
Bielefeld ist der größte Bezirk
Größter Kirchenbezirk in Nordrhein-Westfalen ist Bielefeld mit 3.397 Mitgliedern, gefolgt von Essen (3.373 Mitglieder), Gelsenkirchen (3.336 Mitglieder) und Recklinghausen (3.151 Mitglieder). Die "kleinsten" Bezirke sind Hagen (1.986 Mitglieder), Aachen (1.974 Mitglieder), Dinslaken (1.945 Mitglieder) und Detmold (1.941 Mitglieder). Kirchenangehörige, die unbekannt verzogen sind, werden in einem gesonderten Bereich aufgeführt.
Die kleinste Gemeinde in Nordrhein-Westfalen ist Schmallenberg-Bad Fredeburg (Iserlohn) mit 37 Mitgliedern. Größte Gemeinde ist Lünen (Dortmund-Nord) mit 706 Mitgliedern.
Statistische Daten aus betreuten Gebietskirchen
Bezirksapostel Rainer Storck betreut, gemeinsam mit den zuständigen Aposteln, Gemeinden in insgesamt 20 Ländern und Gebieten: Albanien, Angola, Armenien, Aserbaidschan, Belgien (teilweise), Französisch-Guayana (mit Guadeloupe und Martinique), Georgien, Guinea-Bissau, Kap Verde, Kosovo, Lettland, Litauen, Malta, Niederländische Antillen, Niederlande, Nordrhein-Westfalen, Osttimor, Portugal, São Tomé e Príncipe und Suriname.
Während die Mitgliederzahlen in Europa leicht zurückgehen, verzeichnet die Kirche in anderen Gebieten weiter ein leichtes Wachstum. Das mitgliederstärkste Gebiet ist Angola mit mehr als 261.000 neuapostolischen Christen und einem Wachstum von rund fünf Prozent.
442.000 Mitglieder im Bezirksapostelbereich
In Osttimor, einem der Länder mit nur wenigen neuapostolischen Gemeinden, wuchs die Zahl der Mitglieder um rund zehn Prozent von 615 auf 671 – trotz eines schwierigen Umfelds. Bei seinem Besuch im August 2015 zeigte sich Bezirksapostel Rainer Storck beeindruckt von der tiefen Gläubigkeit seiner Glaubensgeschwister, die dort ihren Glauben leben (wir berichteten).
Die Gesamtsumme der Mitglieder in den von Bezirksapostel Rainer Storck betreuten Gebietskirchen (ohne NRW) stieg von 346.207 am Jahresanfang 2015 auf 358.866 am Jahresende, ein Plus von 3,6 Prozent. Im gesamten Bezirksapostelbereich stieg die Zahl der Mitglieder um 11.644 auf 442.053 (plus 2,7 Prozent).
Vier Apostel und acht Bischöfe in NRW
In Nordrhein-Westfalen arbeiteten Ende 2015 neben dem Bezirksapostel, vier Apostel und acht Bischöfe, insgesamt 32 Bezirksälteste, 43 Bezirksevangelisten, 78 Hirten, 140 Gemeinde-Evangelisten, 1.486 Priester und 1.764 Diakone. In der Summe werden die neuapostolischen Christen im Inland von 3.557 Seelsorgern betreut. Damit steht durchschnittlich 22 Gläubigen ein Seelsorger zur Verfügung.
Die durchschnittliche Teilnehmerzahl in den Gottesdiensten am Sonntagmorgen lag in 2015 landesweit bei 23.213. Das sind rund 28 Prozent der Mitglieder. Die Wochengottesdienste besuchten durchschnittlich 13.604 Gläubige. An den kirchlichen Angeboten nehmen regelmäßig 45 Prozent der Mitglieder teil.
Weitere 25 Apostel und 23 Bischöfe
Die Mitglieder in den weiteren Gebietskirchen werden von 25 Aposteln (darunter ein Bezirksapostelhelfer) und 23 Bischöfen sowie mehr als 6.210 priesterlichen Amtsträgern und weiteren 4.953 Diakonen betreut.
Mehr als 3.700 Gemeinden und Stationen
Die neuapostolischen Christen aus den Gebietskirchen des Bezirksapostelbereichs versammeln sich in 3.559 Gemeinden und 145 Stationen. Zehn Gotteshäuser wurden 2015 neu geweiht: Fünf in Angola, drei in Guinea-Bissau, eins in Nordrhein-Westfalen und eins in São Tomé e Príncipe.
Insgesamt verfügen 688 Gemeinden über eigene Kirchengebäude. 2.778 Gemeinden versammeln sich in anderen Versammlungsstätten (vor allem in Angola, Guinea-Bissau und São Tomé e Príncipe). Weitere 237 Räumlichkeiten sind angemietet.
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