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Blick in die imposante Klosterkirche

Benefizkonzert in der
Klosterkirche Frauenberg

 

Frankfurt/Fulda-Frauenberg. Musikalisch auf höchstem Niveau konzertierten der Mittelhessische Kammerchor und das Mittelhessische Kammerorchester der Neuapostolischen Kirche am Samstag, den 7. Oktober 2017 erstmals in der Klosterkirche Frauenberg. Thematisch stand der Abend unter dem Leitsatz „Lob der Dreifaltigkeit Gottes und Hommage an die Auferstehung Jesu Christi“. Die Aktiven in Chor und Orchester stellten sich in den Dienst der St. Antonius-Stiftung und baten um Spenden für das aktuelle Stiftungsprojekt „Zukunft Frauenberg“.

Im Namen der Neuapostolischen Kirche hieß Mario Becker die Anwesenden  herzlich willkommen und dankte für die Möglichkeit, in der Klosterkirche musizieren zu dürfen. Er griff einen der bekanntesten Sätze des Gründers des Franziskanerordens Franz von Assisi auf: „Brüder, solange wir Zeit haben, lasst uns Gutes tun!“ „Gutes tun, Sie mit ihren Vorträgen erfreuen. Das wollen die Mitwirkenden in Chor und Orchester“, beschrieb Mario Becker, die Intension der Aktiven und bat um großzügige Spenden für die Stiftung.

Dank für Unterstützung

„Ich freue mich sehr auf das Konzert, dass sicher großartig wird, wenn ich mir die Fülle an Musizierenden ansehen“. Mit diesen Worten begann Gertraud Sorg als Vertreterin der St. Antonius-Stiftung ihre Ansprache. Sie bedankte sich herzlich für die Unterstützung und stellte in kurzen Worten die Arbeit der Stiftung vor. Aktuell, und dafür sei auch der Benfizerlös gedacht, begleite die Stiftung das Projekt Zukunft Frauenberg, führte Gertraud Sorg aus und ergänzte: „Mit diesem Projekt wollen wir neue Impulse für das traditionsreiche Kloster hier auf dem Frauenberg setzen und uns für den Erhalt als Ort der Begegnung, der Besinnung und des Gebetes einsetzen und zwar für alle Menschen, egal woher sie kommen. Es soll auch ein Ort der Inklusion sein, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen kommen“.

Das Programm, unter Leitung von Dr. Arno Semrau, begann der Chor mit einem einem a capella Block, der durch eine Ausgewogenheit der Stimmen und eine höchst präzise Ton- und Sprachtechnik zu begeistern wusste. Mit schwungvollem Dirigat geführt, meisterten die Akteuere, die allesamt Laien sind, die Aufgabe, einen Spannungsbogen zwischen den einzelnen Stücken aufzubauen. Zu hören waren unter anderem Felicitas Kukucks „Ich singe dir mit Herz und Mund“, Johann Sebastian Bachs  „Lobe den Herren“ und Joseph Haydns „Gelobet sei der Nam' des Herrn“. Besondere Beachtung fand zum Abschluss des Chorblocks „Singt ein Lied von Gott“ im Satz von Gerhard Schnitter. Hervorragend untermalten Querflöten den Chor bei dem Stück, welches im Jahr 2014  Kirchentagssong beim ersten Internationalen Kirchentag der Neuapostolischen Kirche war und seither zu einem musikalischen Dauerbrenner avancierte.

Konzertreise nach Siegen, Treysa und Gießen

Joseph Haydns „Alleluja“Symphonie Nr. 30 in C-Dur  war die Herausforderung, die sich das Orchester für die diesjährige Konzertreise, die Chor und Orchester noch nach Siegen, Treysa und Gießen führte, als reines Instrumentalstück vorgenommen hatte. Das sehr anspruchsvolle Werk gilt als eines der bedeutendsten symphonischen Kompositionen Haydns. Mit Leichtigkeit, bei gleichzeitiger Präzession, gestalteten die Musiker die verschieden Passagen mit viel Spielfreude und harmonischer Abstimmung zwischen Streich- und Blasinstrumenten. Im zweiten Satz erklang erneut die Querflöte, gefühlvoll untermalt von den Streichern.

Im Zentrum des Programms stand Antonio Vivaldis Gloria in D-Dur. Es gehört zu den wichtigsten kirchenmusikalischen Werken des Komponisten und untergliedert sich in zwölf verschiedene Teile, die sich in Besetzung, Satz- und Tonart unterscheiden.  Mario Becker stellte die unterschiedlichen Teile und ihre Bedeutung kurz vor und betonte, wie gekonnt Vivaldi die einzelnen Personen der Dreifaltigkeit Gottes durch den Einsatz der verschiedenen Instrumente und der entsprechenden Tonsetzung darstellte.

Chor und Orchester ergänzten sich in den Tutti-Passagen, ohne zu dominieren. Sie füllten die Klosterkirche mit einer beeindruckenden Klangvielfalt aus, die das Publikum ein um das andere Mal in Staunen versetzte. Applaus ist das Brot des Künstlers sagt ein geflügeltes Wort und davon gab es reichlich zum Dank für einen wirklich außergewöhnlichen Konzertabend, der zugleich den Abschluss der diesjährigen Franziskuswoche bildete.

Blick in die imposante Klosterkirche

9. Oktober 2017
Text: Jürgen Röhr
Fotos: Jürgen Röhr

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Chor und Orchester
 

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