Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
NRW/Hagen. Der Landtag und die Landesregierung NRW erinnerten gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Hagen an die Menschen, die durch Kriege oder Gewalt verstorben sind. Die zentrale Gedenkstunde in der Johanniskirche wurde unter anderem von einem neuapostolischen Chor gestaltet.
Politiker, Soldaten, Kirchenvertreter und Bürger versammelten sich am Samstagnachmittag, dem 18. November 2023 in der Evangelischen Johanniskirche in Hagen anlässlich des Volkstrauertags. In Vertretung für Bezirksapostel Rainer Storck nahm Apostel René Follmann an der Gedenkstunde teil.
Erstmals gestaltete in diesem Jahr ein neuapostolischer Chor das musikalische Rahmenprogramm mit. „Wohin soll ich mich wenden“ trugen die Sängerinnen und Sänger aus Hagener und Iserlohner Gemeinden zu Beginn vor.
„Keine Versöhnung ohne Erinnerung“
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW begrüßte die Gäste. „Herzenskälte macht blind“, warnte sie angesichts aktueller Entwicklungen und fand mahnende Worte für den um sich greifenden Hass in den sozialen Medien.
Thomas Kutschaty, Mitglied des Landtags und Vorsitzender des Landesverbands NRW des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, hob den Wert des öffentlichen Gedenkens an die Toten von Kriegen und Gewalt hervor. Aufgabe des Volksbundes sei es vor allem, die Menschen an die Spuren zu erinnern, die die beiden Weltkriege hinterlassen hätten. „Versöhnung kann es ohne Erinnerung nicht geben.“
Schülerinnen und Schüler einer Hagener Schule sowie die Reservistenkameradschaft Hagen zeigten mit Filmbeiträgen, wie sie sich für Versöhnung und Völkerverständigung engagieren. Das Totengedenken sprach André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, bevor der neuapostolische Chor mit „Verleih uns Frieden“ das geistliche Abschlusswort von Dechant Dieter J. Aufenanger vorbereitete. Der Vertreter des Dekanats Hagen-Witten erinnerte an die Aufgabe der Christen und der Kirche, den Frieden sichtbar zu machen. „Anfangen müssen wir bei uns.“
Die Gedenkstunde endete mit dem Orgelstück „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und dem Auszug der Truppenfahnen.
Empfang mit Dank für Engagement
Im Anschluss hatte Erik O. Schulz, Oberbürgermeister von Hagen, alle Beteiligten zu Gespräch und Austausch in den nahen Rathaussaal eingeladen. Apostel Follmann und Hirte i.R. Siegfried Heinrich erhielten stellvertretend für die neuapostolische Kirchengemeinden in der Stadt Hagen eine Ehrenurkunde des Oberbürgermeisters als Dank für den Einsatz der Kirche im Rahmen der Gedenk- und Erinnerungskultur in den letzten Jahren.
Volkstrauertag: Zum Frieden mahnen
Der Volkstrauertag wurde erstmals 1926 zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs begangen. Seit 1952 findet er jeweils zwei Wochen vor dem 1. Adventsonntag statt.
Nordrhein-Westfalen lädt seit 1992 jeweils am Samstag vor dem Volkstrauertag zu einer zentralen Gedenkstunde ein. Diese wird jeweils von örtlichen Behörden, Kirchen, Vereinen, Schulen, Chören und Orchestern organisiert und gestaltet.
22. November 2023
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.