Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Gelnhausen. Das Kinzigtal erhält ein neues Kirchengebäude. Am 18. November feierten die neuapostolischen Christen aus den Gemeinden Bad Orb und Langenselbold Richtfest für ihr künftiges Zuhause. Es soll Ende 2024 fertiggestellt werden.
In Gelnhausen-Roth entsteht seit dem Frühjahr an der Leipziger Straße 34 ein neues Gebäude für die neue Kirchengemeinde „Kinzigtal“. Der barrierefreie, moderne und funktionale Kirchenbau dient künftig als Heimat für die neuapostolischen Christen aus den Gemeinden Bad Orb und Langenselbold.
Richtfest am Samstagmorgen
Zum Richtfest hatten sich am Samstagmorgen, 18. November 2023, über 100 Gläubige im Rohbau versammelt. Um 11 Uhr gab der Gemeindechor den Startschuss für den Festakt.
Der für den Bezirk Offenbach zuständige Apostel Gerd Kisselbach drückte seine Freude darüber aus, dass bald die Weihe eines neuen Gotteshauses gefeiert werden könne. Er lobte explizit die solide und hochwertige Bauweise und beglückwünschte seine Glaubensgeschwister zu ihrem schönen künftigen Gemeindezentrum. Der neuen Gemeinde Kinzigtal wünschte er alles Gute und viel Segen für die Zukunft.
Offenes und einladendes Gebäude
Architekt Eugen Jagen von der Bauabteilung der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland in Dortmund erläuterte den Zuhörern Grundriss des Gebäudes sowie die ausstehenden Arbeitsschritte beim weiteren Innenausbau der Kirche. „Hier entsteht ein modernes, zukunftsweisendes, offenes und einladendes Gebäude, welches den heutigen Anspruch an Raumangebot, Barrierefreiheit, Flexibilität, energetische und technische Standards gerecht wird“, brachte er es auf den Punkt.
Der Besucher betritt das neue Gebäude durch das helle großzügige Foyer, welches im Zentrum liegt. Gegenüber liegen die beiden Gemeinschaftsräume. Rechts vom Foyer befinden sich alle Räume die unmittelbar dem Gottesdienst gewidmet sind, also die Sakristei sowie der Kirchensaal. Links befinden sich alle der künftigen Gemeinde dienenden Räume, beginnend mit einer Teeküche, den barrierefreien Toiletten, einem Technik- und Abstellraum sowie genügend Stauraumflächen für zusätzliches Mobiliar.
Die beiden Nebenräume lassen sich optional dem Kirchensaal zuschalten, sodass die Sitzplatzkapazität von 95 Plätzen um nochmals 42 Sitzplätze erweitert werden kann. Zudem können die mobilen Trennwände zum Foyer geöffnet werden, sodass der Bereich mehr Handlungsspielraum und Fläche für außer-gottesdienstliche Gemeindeaktivitäten bietet.
Helle und wertige Materialien
Der klaren Formsprache folgend, ist auch die Wahl der Materialien: geklinkerter Sockel und Putzoberflächen an der äußeren Gebäudehülle, durchgängiger einheitlicher Steinboden im gesamten Gebäude. „Die weißen Putzinnenwände und das Mobiliar bilden die reduzierte, helle und wertige Materialwahl ab“, so Eugen Jagen.
Kreuz, Altar, Ambo und Bänke werden aus hellem Holz gefertigt. Dabei achtet die Kirche auf Nachhaltigkeit: „Wir verwenden das Holz alter Kirchenbänke im neuen Design für die neuen stoffgepolsterten Sitzplätze.“ Das Gebäude erhält zudem eine neue elektronische Orgel.
Das Außengelände bietet neben großzügigen Rasenflächen 19 Pkw und sieben Fahrrad-Stellplätze. Insgesamt ist das Grundstück 1.200 Quadratmeter groß. 322 Quadratmeter sind davon Nutzfläche. Insgesamt investiert die Kirche in den Neubau rund 2,35 Millionen Euro.
Dank für Einsatz in herausfordernden Zeiten
Angesichts der aktuellen Krisen seien Bauvorhaben in diesen Zeiten eine Herausforderung“, so Eugen Jagen abschließend. Es gebe Lieferschwierigkeiten, Personalmangel und Preissteigerungen. Daher dankte er den Gemeindemitgliedern und ihren Seelsorgern für die Geduld sowie den am Bau beteiligten für ihren Einsatz, insbesondere dem ausführenden Architekten Christian Gruber sowie den zuständigen Bauleiter der Bauabteilung Marco Andermann.
Die Fertigstellung der neuen Kirche sei für das vierte Quartal 2024 vorgesehen.
Gemeinsame Aktionen der Gemeinden
Abschließend wendete sich Priester Marcus Möll, Vorsteher der beiden Gemeinden, an die Anwesenden. Er ging nochmal auf die Historie der beiden Gemeinden Bad Orb und Langenselbold ein, die mit Bezug des neuen Gebäudes zur Gemeinde Kinzigtal fusionieren. Schon jetzt gäbe es viele gemeinsame Aktionen, berichtete er, beispielsweise den Sonntags-Gottesdienst zum 3. Advent mit anschließender Weihnachtsfeier.
Der Name „Kinzigtal“ bezieht sich auf die Kinzig, einen nach Südwesten fließenden Fluss in Hessen. Dieser entspringt in Sterbfritz, durchfließt den Main-Kinzig-Kreis und mündet in Hanau in den Main.
Zeitkapsel einbetoniert
Zum Abschluss des Richtfests füllten die Kinder der beiden Gemeinden die Zeitkapsel. Sie hatten mit ihren Lehrerinnen in den Unterrichten etwas gebastelt und auch ihre Wünsche für die Zukunft der Gemeinde formuliert. Hinzu kamen Kurzchroniken der beiden Gemeinden sowie eine aktuelle Kirchenzeitschrift. Danach wurde die Kupferhülse verlötet und im Altarraum der neuen Kirche einbetoniert.
Nach dem offiziellen Teil sorgte eine Kartoffelsuppe mit Würstchen für innere Wärme an diesem kühlen Herbsttag. Zudem hatten die Gemeindemitglieder zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
30. November 2023
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Andreas Wagner
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