Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Portugal. Zu einem Gottesdienst mit Stammapostel Schneider waren alle aktiven und im Ruhestand lebenden Amtsträger und Amtsträgerinnen aus ganz Portugal mit ihren Partnern eingeladen. Dank für bisherige und Mut für künftige Mitarbeit prägten die Predigt.
Am ersten Novemberwochenende 2023 hielt Stammapostel Jean-Luc Schneider zwei Gottesdienste in Portugal. Das Festwochenende für die neuapostolischen Christen in Portugal begann mit einem Ämtergottesdienst in Aldeia dos Palheiros am Samstag, 4. November. Am darauffolgenden Sonntag feierte der Stammapostel mit der Gemeinde in Portimão den letzten Gottesdienst für Entschlafene des Jahres 2023 (wir berichteten).
Dank für alle Dienste
„Ich habe das Bedürfnis, euch zu danken für die weiten Wege, die ihr auf euch genommen habt, um hierher zu kommen und für euren Dienst und eure Arbeit“ richtete Stammapostel Schneider erste Worte an seine Mitarbeiter und ihre Partnerinnen.
Er habe schon eine Idee von den Umständen und Bedingungen der Arbeit, die es hier in Portugal zu tun gelte. Die Anzahl der Mitarbeiter sei nicht sehr groß, dazu müssten teils weite Entfernungen zurückgelegt werden, das fordere großen Einsatz. „Ganz herzlichen Dank, liebe Schwester, lieber Bruder, wir schätzen euren Dienst und sind dafür sehr dankbar“, schloss er den ersten Teil der Predigt.
Herr, deine Gnade hält mich
Der Predigt lag ein Bibelwort aus Psalm 94 zugrunde: „Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, Herr, deine Gnade (Psalm 94,18).“
Noch einmal richtete der Stammapostel den Blick auf den aufopferungsvollen Einsatz der in Portugal tätigen Amtsträger. Dabei könne man manchmal auch müde und mutlos werden und durchaus den Gedanken hegen aufzugeben. Das habe der Psalmist auch erlebt und sich dabei durch die Gnade und Güte Gottes gestützt gefühlt.
Es gebe viele Möglichkeiten, ins Straucheln zu geraten. Einige zählte der Stammapostel auf: Trotz Mühens stelle sich kein Erfolg ein, der erhoffte Segen bliebe aus, persönliche Schicksalsschläge kämen dazu. Manchmal ersetze die Missbilligung von gemachten Fehlern den Dank für das, was gelungen sei, dabei stelle sich Enttäuschung ein. Auch die Verschiebung von eigenen Prioritäten veranlasse zum Straucheln.
Gottes Hilfe ist da
Genau dann sei es wichtig, auf Gottes Güte und Hilfe zu schauen und sich ihrer bewusst zu werden, so machte der Stammapostel Mut. Und er konkretisierte: „Gottes Hilfe ist für dich persönlich da. Jesus ist für dich persönlich gestorben.“ Und bei der Darreichung der Hostie zum Heiligen Abendmahl heiße es: „Der Leib und das Blut Jesu für dich gegeben.“ Die vergebende Gnade Gottes sei ebenfalls eine Zuwendung Gottes für jeden Einzelnen.
Schließlich nannte der Stammapostel noch die vielen Gaben, mit denen Gott segne, beispielsweise die Familie und das tägliche Brot. Auch das Vertrauen, in seiner Kirche Verantwortung zu übernehmen und ein Amt auszufüllen, sei eine Gabe Gottes und allein seiner Güte zuzuschreiben.
Es lohne sich auch, auf das zu schauen, was Gott noch in der Zukunft schenken wolle: „Du kleiner, unvollkommener Mensch kannst zum Ebenbild Jesu Christi werden und in sein Reich, seine Herrlichkeit eingehen!“
Gottes Güte soll allen zuteilwerden
„Wir wollen dem Herrn weiterhin aus Liebe zu den Mitmenschen dienen“ appellierte der Stammapostel an die versammelte Gemeinde. „Es soll doch in der Stadt, in der Gemeinde, wo du wohnst, weiterhin einen Ort geben, wohin ein jeder kommen und Liebe und Zuwendung erleben kann,“ so sein Wunsch. Die Welt brauche solche Orte.
„Deshalb lasst uns die Gnade und die Güte Gottes sehen und wirklich erkennen. Darin finden wir die Kraft und den Mut, dem Herrn weiterhin zu dienen.“
Predigtzugaben
Apostel Martin Rheinberger (Süddeutschland) und Bezirksapostel Rüdiger Krause (Nord- und Ostdeutschland) wendeten sich auf Bitten des Stammapostels ebenfalls an die Gemeinde. Sie ermunterten zu weiterer freudiger Mitarbeit in dem Bewusstsein, von Gott dazu berufen worden zu sein.
Stammapostel Jean-Luc Schneider und Bezirksältester João Monteiro als Dolmetscher am Altar in Aldeia dos Palheiros
21. Dezember 2023
Text:
Günter Lohsträter,
João Monteiro
Fotos:
Tim Schaefer-Rolffs
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