Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Portugal/Lissabon. Mehr als 300 neuapostolische Christen aus dem ganzen Land reisten Anfang April nach Lissabon. Sie wollten den letzten Gottesdienst von Bezirksapostel Storck in Portugal live miterleben und sich von ihm verabschieden.
Der letzte Gottesdienst von Bezirksapostel Rainer Storck für die neuapostolischen Christen in Portugal fand am Sonntag, dem 7. April 2024 in der Gemeinde Sassoeiros bei Lissabon statt. Eingeladen waren alle Gemeindemitglieder aus dem ganzen Land, jedoch war nicht allen die Anreise möglich.
Gebete an Christus ausrichten
Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Markus 14,35.36 zugrunde: „Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“
In der Predigt rief der Bezirksapostel die Gläubigen auf, ihre Gebete an den Gebeten Jesu Christi auszurichten. Er zeigte dazu einige Beispiele aus dem Leben des Gottessohns auf, der kein Übermensch war, sondern im Gebet die Nähe seines Vaters suchte, so wie vor der Kreuzigung in Gethsemane. „Er bat Gott um Kraft, stellte sich jedoch auch unter den Willen seines Vaters“, nannte der Bezirksapostel ein Beispiel.
Fürbitte gehört dazu
Er leitete aus den Ereignissen rund um den Karfreitag ab, dass es für die Gläubigen wichtig sei, die Verbindung zu Gott zu suchen, ihm zu vertrauen und gleichzeitig auch das Leid anderer zu teilen, indem man in Fürbitte für seine Mitmenschen eintritt. „Er liebt unseren Nächsten genauso wie uns, daher vertrauen wir ihm, dass er am besten weiß, wie geholfen werden kann“, so der Bezirksapostel.
Ein weiterer Predigtbeitrag kam von Bischof Friedbert Kreutz. Dieser trat im Zentralgottesdienst 2022 in den Ruhestand, ist jedoch noch beauftragt, in Portugal Gottesdienste durchzuführen.
Wir brauchen Aufbruchstimmung
Einleitend hatte der Bezirksapostel die Gläubigen ermuntert, mutig und freudig nach vorn zu schauen. Am Beispiel der Emmaus-Jünger zeigte er auf, wie sich Resignation und Traurigkeit durch Christus in „Aufbruchsstimmung“ verwandelte. Voller Freude kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündeten die frohe Botschaft vom Auferstandenen.
Dann ging er auf die Situation der Kirche in Portugal ein. Manch einer gehe traurig seinen Weg, weil er nicht genau wisse, wie es weitergehen soll. „Wir haben hier im Land wenig Chöre in den Gemeinden, es fehlt an Amtsträgern und wir sind eine kleine Schar.“ Es bringe jedoch nichts, in der Erinnerung an die vollen Kirchen in der Vergangenheit zu verharren.
Der Bezirksapostel empfahl, innezuhalten und für einen Moment stehenzubleiben: „Meine liebe Gemeinde hier in Portugal, meine liebe Schwester, mein lieber Bruder, lass dich auf Jesus ein. Er will dich stärken und begleiten. Lass ihn in dein Herz einkehren und sei gewiss: Es ist seine Kirche, es ist sein Werk, das er begonnen hat und vollenden wird.“ Dies schaffe die Aufbruchstimmung, die es brauche, um mutig und freudig nach vorn zu schauen.
Am Gottesdienst in Sassoeiros nahmen neben Apostel Dimitrios Diniz auch die in Portugal tätigen Bezirksleiter und ihre Stellvertreter teil, unter anderem Bezirksältester João Monteiro, Bezirksevangelist Marco Duarte, Bezirksevangelist Jorge Silva und Bezirksevangelist Ilídio Monte Verde.
Freude und Wehmut zum Abschied
„Es herrschte eine freudige Stimmung, aber am Ende war doch ein wenig Wehmut in den Reihen der Gläubigen spürbar, die zum letzten Mal den Bezirksapostel im aktiven Amtsauftrag in einem Gottesdienst in Portugal erleben konnten“, berichtet Apostel Diniz, ebenfalls ein langjähriger Weggefährte von Bezirksapostel Storck.
Nach dem Gottesdienst verabschiedete der Apostel den Bezirksapostel aus Portugal: „Wir haben uns immer von dir geliebt, verstanden und geleitet gefühlt“, sagte er. Und weiter: „Du hast unsere Herzen erreicht, wir lieben und schätzen dich sehr dafür“. Als Abschiedsgeschenk und Zeichen der Dankbarkeit erhielt der Bezirksapostel nach dem Gottesdienst im Namen der großen Gemeinde eine Flasche Portwein aus seinem Geburtsjahrgang.
Nach dem Gottesdienst sorgten noch einige neuapostolische Christen aus Afrika für rhythmische Musik. Die Jugendlichen stammen vor allem aus São Tomé und Angola. Sie studieren und arbeiten in Portugal und bereichern dort das Gemeindeleben.
Besuch in der Kirchenverwaltung
Am Montag, 8. April 2024, besuchte der Bezirksapostel die Kirchenverwaltung in Portugal, wo die Abteilung „International“ beheimatet ist, die die zum Bezirksapostelbereich zählenden Gebietskirchen im Ausland administrativ unterstützt. Dort verabschiedete er sich von den Mitarbeitern. Zudem gab es noch eine Videokonferenz mit den Verantwortlichen der Kirchenverwaltung aus Angola.
Am Dienstag endete der letzte Besuch von Bezirksapostel Storck in dem westeuropäischen Land im aktiven Amtsauftrag.
Gottesdienst in Sassoeiros
3. Mai 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Neuapostolische Kirche Westdeutschland
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.