Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Dortmund. Seinen vorletzten Sonntagsgottesdienst vor der Ruhesetzung feierte Bezirksapostel Storck mit den Mitarbeitern der Kirchenverwaltung. Im Feierraum, wo 40 Jahre zuvor Stammapostel Urwyler den Neubau der Verwaltung eröffnet hatte, rief er dazu auf, die Gemeinschaft zu stärken, Frieden zu halten, und hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen.
Der Tag der offenen Tür in der Kirchenverwaltung am Nachmittag war Anlass für einen besonderen Gottesdienst im Feierraum am Westfalendamm 88. Dort, wo Bezirksapostel Storck in der Coronazeit viele Videogottesdienste durchgeführt hatte, kam er ein letztes Mal zurück: Diesmal glücklicherweise mit einer großen Gemeinde. Eingeladen waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchenverwaltung sowie deren Angehörige und Helfer des Tags der offenen Tür.
Ein „Du“ für den Nächsten sein
Im ersten Teil der Predigt ging Bezirksapostel Storck auf das vorgetragene Lied „You Raise Me Up“ ein. Dort heißt es im Refrain: „Du erhöhst mich zu mehr, als ich sein kann. Du erhöhst mich, damit ich auf Bergen stehen kann. Du erhöhst mich, damit ich auf stürmischer See wandeln kann.“ Der Bezirksapostel bezog das „Du“ auf zwei Ebenen.
Die erste: Gott. Er habe in seiner Zeit als Amtsträger wiederholt erlebt, dass er in Situationen mit begrenzten Mitteln, Fähigkeiten und Möglichkeiten erleben konnte, dass Gott hilft. „Ich glaube fest daran: Bei Gott ist nichts unmöglich!“ Gott entscheide immer, ob er hilft oder nicht. „Aber dieses ‚du‘ anzusprechen und ihn im Gebet um Unterstützung zu bitten, das sollten wir nie vergessen“, so der Bezirksapostel.
Die zweite Ebene sei jeder einzelne. Er ermunterte, im Kreis der Verwaltungsmitarbeiter und in den Gemeinden ein ‚du‘ für jemanden zu sein, der Hilfe und genau dieses ‚du‘ benötigt.
Hinweise für die Gemeinschaft
Grundlage für die weitere Predigt war das Bibelwort aus Römer 12,12.18 unter der Überschrift „Leben in der Gemeinde“: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ Der Bezirksapostel bezog die Worte auf die Gemeinschaft der Verwaltungsmitarbeiter: „Es liegt an dir, an uns, an jedem von uns, diese Gemeinde auszumachen, sie zu leben und zu entwickeln.“ Dazu gebe Paulus im Bibelwort Hinweise.
Im weiteren Verlauf ermunterte er zur Geduld und dazu, nicht nur Herausforderungen, sondern auch Möglichkeiten zu sehen: „Lasst uns doch fröhlich in der Hoffnung sein in unserer Arbeit für die Zukunft.“
Zur „Beharrlichkeit im Gebet“ betonte er die Bedeutung des gemeinsamen Montagsgebets zum Wochenstart und bat, dieses beizubehalten. Auch die Mitarbeiter, die nicht der Kirche angehörten oder nicht an den christlichen Gott glauben, lud er zur Teilnahme ein: „Selbst, wenn jemand nicht gottgläubig ist, dann kann man doch seine Gefühle, seine Gedanken, seine guten Wünsche für den Nächsten oder für den Tag einfach in das Gebet dessen hineinlegen, der es gerade spricht.“
Abschließend ermunterte er gerade angesichts der weltpolitischen Entwicklungen, Frieden zu halten. Dies gelinge unter anderem dadurch, indem man das Kleine klein halte, das Gute im Nächsten sehe, nicht nachtragend sei und Ruhe bewahre.
Freundlich, hoffnungsvoll und friedfertig
Apostel Stefan Pöschel, Bezirksapostelhelfer in Westdeutschland, erinnerte in seinem Predigtbeitrag an den Wunsch, dass die Verwaltung ein freundliches Haus sein möge. „Der Bezirksapostel hat das heute erweitert: Lasst uns das freundliche Haus sein und bleiben, aber auch das hoffnungsvolle und das friedfertige.“ Bischof Manfred Bruns ergänzte: „Wir sind eine starke Gemeinschaft, weil wir uns gegenseitig wertschätzen. Wir sind eine starke Gemeinschaft, weil wir für etwas Gutes einstehen.“
Mit der Feier des Heiligen Abendmahls und des Heiligen Abendmahls für Entschlafene ging der Gottesdienst zu Ende. Musikalisch wurde er durch Solobeiträge und einen eigens gegründeten „Verwaltungschor“ mitgestaltet.
Nachmittag der offenen Tür
Nach dem Gottesdienst hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien noch etwas Zeit für einen Imbiss und den Austausch. Im Anschluss freuten sie sich über mehrere Hundert Besucher, die im Verlauf des Nachmittags die Gelegenheit nutzten, die Kirchenverwaltung und die Ansprechpartner besser kennenzulernen (wir berichteten).
15. Juni 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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