Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Westdeutschland/Dortmund. Bezirksapostel Pöschel feierte am Sonntag, 14. September 2025, einen Gottesdienst für die Bezirksleiter im Feierraum der Kirchenverwaltung. Der Gottesdienst bildete den geistlichen Abschluss des diesjährigen Bezirksleiterwochenendes.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Kolosser 3,23–24: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. Denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus.“
Diese Passage legte Bezirksapostel Stefan Pöschel auf das kirchliche Engagement der Bezirksleiter aus.
Herzenshaltung statt Pflichterfüllung
Zunächst ging es in der Predigt um die Motivation hinter dem eigenen Handeln. Der Bezirksapostel erinnerte daran, dass der Glaube nicht durch äußere Bewertung oder menschliche Erwartungen definiert werde, sondern durch die Beziehung zu Christus. „Wir brauchen keine Likes – sondern Christus“, sagte er mit Blick auf die gegenwärtige Kultur der Sichtbarkeit und Bewertung. Wer Christus diene, müsse keine menschliche Anerkennung suchen.
Im weiteren Verlauf beantwortet der Bezirksapostel die Frage, mit welcher Haltung kirchliche Verantwortung getragen wird. „Christus erwartet nicht Perfektion, sondern dass wir mit dem Herzen wirken – in unserer Leitung, in der Seelsorge, in unseren Entscheidungen“, betonte der Bezirksapostel. Es gehe darum, die eigene Aufgabe als Dienst an Christus zu verstehen.
Dabei machte er deutlich, dass kirchliche Leitungsverantwortung immer wieder auch Entscheidungen und organisatorische Abläufe erfordere. Diese könnten jedoch nur dann nachhaltig wirken, wenn sie aus der inneren Verbundenheit mit Christus heraus gestaltet würden. Das „Wirken mit dem Herzen“ sei der Maßstab für Leitungsaufgaben in Kirche und Bezirk.
In diesem Zusammenhang betonte er: „Es ist ein großer Unterschied, ob wir das Evangelium ausrichten – oder ob wir Erwartungen erfüllen.“
Beispiele für das Wirken mit dem Herzen
Anhand verschiedener Bereiche zeigte der Bezirksapostel auf, wie sich das Leitmotiv anwenden lässt: im Umgang mit den Gemeinden, in Gesprächen mit Mitarbeitenden oder in der Begleitung einzelner Mitglieder. Auch in Gremien und Sitzungen sei es entscheidend, das Evangelium im Blick zu behalten. „Unser Herz soll das Evangelium widerspiegeln – nicht nur in Worten, sondern in unserer Haltung.“
Er erinnerte daran, dass der Maßstab für gelingende Leitungsverantwortung nicht in Zahlen oder äußeren Erfolgen liege, sondern in der Glaubwürdigkeit, mit der man Christus dient. „Wir brauchen nicht den Applaus der Menschen – sondern die Gewissheit, dass Christus unser Tun segnet.“
Impulse aus den Predigtbeiträgen
In seinem Predigtbeitrag betonte Priester Nicola Krieg aus dem Bezirk Frankfurt, dass vor allem authentische Predigtbeiträge berührten, wenn aus tiefem Glauben und voller Überzeugung gepredigt würde. Er unterstrich, wie wichtig es sei, die Gabe des Geistes nicht nur am Altar, sondern auch im Hören des Wortes lebendig werden zu lassen.
Priester René Pläster aus dem Bezirk Recklinghausen hob die Bedeutung von Berufung und Gemeinschaft hervor. Besonders betonte er die Rolle derer, die Orientierung bieten: „Ich fahre heute nach Hause und weiß, ich habe ganz viele Freunde hier, die mir vorangehen.“
Austausch und Begegnung
Mit der Feier des Heiligen Abendmahls und einer Handlung für die Entschlafenen fand das Bezirksleiterwochenende seinen geistlichen Höhepunkt.
Im Anschluss gab es noch einen Imbiss, bevor sich die Bezirksvorsteher und ihre Vertreter nach einem arbeitsreichen Wochenende mit vielen Gelegenheiten zu Gesprächen und Gemeinschaft wieder auf den Heimweg begaben.
22. September 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Frank Schuldt
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