Neuapostolische Kirche
Westdeutschland
Kap Verde. Elf Tage weilte Bezirksapostel Pöschel im August 2024 in Westafrika. Nach fünf Tagen in Guinea-Bissau mit drei Gottesdiensten und zwei Jugendstunden reiste er weiter auf die Kapverdischen Inseln. Dort besuchte er unter anderem den neuapostolischen Kindergarten.
Um 4 Uhr morgens ging es am Dienstag, dem 20. August 2024 los zum Flughafen in Bissau (Guinea-Bissau) und von dort aus weiter nach Dakar in den Senegal. Nach einem Zwischenstopp von etwa sieben Stunden flogen Bezirksapostel Stefan Pöschel und Apostel Dimitrios Diniz weiter nach Praia (Insel Santiago) auf die Kapverdischen Inseln, wo sie am späten Nachmittag eintrafen.
Besuch auf der Insel Fogo
Am Mittwochmorgen ging es direkt weiter per Flugzeug auf die Insel Fogo, 30 Flugminuten westlich von Praia. Dort hielt der Bezirksapostel abends einen Gottesdienst in der großen Kirche in São Filipe, im Westen der Insel.
Der Bezirksapostel diente mit dem Bibelwort aus 2. Korinther 3,6: „Der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ 500 Gläubige verfolgten die Predigt, die am Altar Satz für Satz in Portugiesisch übersetzt wurde.
Am Donnerstagvormittag stand eine Ämterstunde in einem Auditorium auf dem Programm. Dazu waren alle Amtsträgerinnen und Amtsträger der Insel Fogo eingeladen. Abends feierte der Bezirksapostel einen Gottesdienst mit 325 Gläubigen in der Gemeinde Fogo Norte. Grundlage war hier das Bibelwort aus Philipper 1,9: „Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.“
Ein weiterer Predigtbeitrag kam vom auf der Insel zuständigen Bischof Marcelino Santos. Der Bezirksapostel beauftragte einen neuen Bezirksvorsteher und ernannte einen Vertreter für den örtlichen Bezirk Fogo Norte.
Besuch im Kindergarten Achada Mato
Freitagmorgens flogen der Bezirksapostel und Apostel Diniz wieder nach Praia zurück (Insel Santiago). Nach der Landung stand der Besuch im neuapostolischen Kindergarten in Achada Mato sowie in der Kirchenverwaltung in Fazendas an.
Im Kindergarten war es wegen der Ferien sehr ruhig. Daher war Gelegenheit, sich in Ruhe die Räumlichkeiten anzusehen. Die Einrichtung hat 14 Mitarbeiter und betreut 162 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren, die in sechs Klassenräumen unterrichtet werden. Finanziert wird der Kindergarten über die Kirche mit Unterstützung von NAK-karitativ. Das Hilfswerk steuerte beispielsweise 2022 neue Klettergerüste sowie einen Sandplatz bei. Die Eltern der Kinder zahlen einen geringen Beitrag, soweit sie sich diesen leisten können.
In der Verwaltung lernte der Bezirksapostel die sechs Mitarbeiter kennen. Von hier aus werden unter anderem Statistiken erfasst, das Mitgliederdatenportal für Afrika Oasys bearbeitet, die Buchhaltung geführt und alle Inseln auf Verwaltungsebene unterstützt.
Gottesdienst für Amtsträger
Zum Abschluss der Reise feierte Bezirksapostel Pöschel noch zwei Gottesdienste. Am Samstagabend kamen die Amtsträger der Insel mit ihren Frauen zu einem besonderen Gottesdienst in die Gemeinde Achada Mato. Den 82 Teilnehmern, darunter 34 Amtsträgern, diente er mit dem Bibelwort aus Johannes 21,7: „Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: Es ist der Herr, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See.“
„Glaube und Liebe sind für den Dienst an Christus unerlässlich“, so die Botschaft im Gottesdienst. Dabei sei klar: „Wir sind alle unterschiedlich, aber ergänzen uns.“ Daher brauche es jeden einzelnen. Momente der Schwäche seien dabei nicht schlimm, wenn man zulasse, dass Christus einen darauf hinweise und aufzeige, wie man es besser machen könne.
Gottesdienst mit Handlungen am Sonntag
In der Gemeinde Fazendas, Hauptgemeinde der Insel, hielt der Bezirksapostel den Gottesdienst am Sonntagmorgen, 25. August 2024. Grundlage für die Predigt war das Bibelwort aus 2. Korinther 1,7: „Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.“
Mit einer Ausnahme waren alle Bezirksämter von den Inseln angereist und anwesend. Anlass war, den neuen Bezirksapostel kennenzulernen und die Aufteilung der Gemeinden auf der Insel Santiago in zwei neue Bereiche: Santiago-Nord mit neun Gemeinden und Santiago-Süd mit sechs Gemeinden. Für Santiago-Süd wurde ein neuer Bezirksvorsteher beauftragt. Für die Gemeinde Tarrafal (Santiago-Nord) beauftragte der Bezirksapostel einen Vorsteher. Für die Insel Boa Vista wurden ein Evangelist als Bezirksvorsteher und ein Priester als Vorsteher beauftragt.
Im Gottesdienst zeigte der Bezirksapostel seine Fortschritte im Lernen der portugiesischen Sprache und sprach die liturgischen Texte auf Portugiesisch.
Inhalte der Richtlinien für Geistliche vertiefen
Nach einem kurzen Imbiss in der Verwaltung hielt der Bezirksapostel noch eine Ämterstunde für die 16 Bezirksämter des Landes. Im geistlichen Teil ging er auf die überarbeiteten Richtlinien für Geistliche ein. Sein Wunsch: Die Inhalte mögen in den Besprechungen der Geistlichen in den Gemeinden thematisiert und vertieft werden.
Am späten Abend startete für den Bezirksapostel und den Apostel die Rückreise von Praia nach Lissabon.
Während der elftägigen Reise nach Guinea-Bissau und auf die Kapverdischen Inseln hielt Bezirksapostel Pöschel sieben Gottesdienste, zwei Jugendstunden und drei Besprechungen mit den örtlichen Amtsträgern. „Es war eine intensive und gesegnete Reise“, fasst Apostel Diniz in seinem Reisebericht zusammen. Insbesondere freue ihn, dass der neue Bezirksapostel überall freudig und erwartungsvoll empfangen worden sei. „Als verantwortlicher Apostel für die Länder habe ich wahrgenommen, dass unser Bezirksapostel die Herzen unserer Glaubensgeschwister erreicht und begeistert hat. Sie freuen sich schon auf seinen nächsten Besuch.“
Begrüßung vor der Kirche in São Filipe, Insel Fogo, Kapverdische Inseln
9. September 2024
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Dimitrios Diniz
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